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Ahauser Sportstätten im Blick

Prunkstück Aquahaus

Auf 114 Seiten hat das Beratungsbüro ZAK aus Blankenheim zusammengefasst, wie es um die Sportstätten in Ahaus bestellt ist. Mal sind die Sportanlagen top - wie das Aquahaus. Mal sind sie sanierungsbedürftig - wie manche Turnhalle. Mal werden sie nicht mehr benötigt - wie einige Tennisplätze.

AHAUS

, 29.06.2017
Ahauser Sportstätten im Blick

Das Kombibad Aquahaus sticht laut Expertise aus den Ahauser Sportstätten hervor.

Die Expertise ist die von der Stadt in Auftrag gegebene "Sport(stätten)entwicklungs- und zielplanung". Eine Kurzfassung stellte Dr. Günter Breuer vom Büro ZAK in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses vor. Die Endfassung liegt nun den Ratsmitgliedern für deren Sitzung am 5. Juli vor. Nachfolgend fassen wir die Ergebnisse aus verschiedenen Bereichen zusammen.

Sportvereine: 41 Ahauser Sportvereine sind beim Landessportbund NRW erfasst. Ende 2016 wurden 17102 Mitgliedschaften gezählt. 55,2 Prozent der Mitglieder sind männlich, 44,8 Prozent weiblich. 38 Prozent der Vereine zählen bis zu 100 Mitglieder, 15 Prozent sind Großvereine mit mehr als 1000 Mitgliedern.

Mitgliedschaften: Beim Landessportbund Nordrhein-Westfalen ist für Ahaus die Sparte Fußball als stärkster Bereich ausgewiesen. 5463 Mitgliedschaften sind verzeichnet, allerdings nicht alles aktive Fußballer. Auf den weiteren Plätzen folgen: 2483 Mitgliedschaften beim DLRG, 2431 beim Turnen, 1326 bei der Leichtathletik, 1013 beim Golf und 883 beim Tennis.

Turn- und Sporthallen: Elf Hallen (fünf Turnhallen und sechs Sporthallen) sind in Trägerschaft der Stadt, vier weitere Sporthallen und eine Turnhalle gehören einem anderen Träger. 63 Prozent der Hallen sind älter als 40 Jahre (älteste Exemplare: Turnhalle Friedmate aus dem Jahr 1965, Turnhalle Lönsweg, gebaut 1966). Die Hallen in kommunaler Trägerschaft haben einen höheren Sanierungsbedarf als die Hallen in Trägerschaft des Kreises.

Sportplätze: 18 Sportplätze gibt es in Ahaus, 17 davon sind Rasenplätze, hinzu kommt ein Kunstrasenplatz. Die leichtathletischen Anlagen sind überwiegend in einem schlechten Zustand. Die Vereine geben dem Zustand der Sportplätze die Schulnote 3,3. Die Schulen bewerten die Plätze mit der Note 3,5. Grund für die unterschiedliche Bewertung laut Günter Breuer: "Die Schulen stellen andere Anforderungen an einen Sportplatz als zum Beispiel ein Fußballverein."

Kombibad: Laut Expertise gibt es in ganz Deutschland nur noch 207 Kombibäder. Das Beratungsbüro sieht das Aquahaus als Prunkstück in der Ahauser Sportstättenlandschaft. Die hiesigen Schulen, Vereine und die Allgemeinheit sind mit Schwimmmöglichkeiten gut versorgt. Breuer: "Die Anlage ist modern und wird gut geführt."

Tennisanlagen: Ahaus verfügt über 34 Tennis-Außenplätze und vier Hallenplätze. Benötigt werden laut Beratungsbüro ZAK aber nur 20 Außenplätze und 2,5 bis vier Hallenplätze. Günter Breuer: "Einige Plätze werden schon nicht mehr bespielt und nicht mehr gepflegt."

Kleinspielfelder: 25 Kleinspielfelder und Bolzplätze stehen zur Verfügung. Günter Breuer rät, Hunde von den Plätzen fernzuhalten. Problematisch seien auch auf den Kunststofffeldern abgestellte Mopeds. Auslaufendes Öl greife den Kunststoff an.

Neue Mitglieder: 96,3 Prozent der Ahauser Sportvereine sind an der Erhöhung der Mitgliederzahlen interessiert. Breuer: "Die Mehrzahl möchte allerdings dafür keine neuen Sportangebote machen." Oftmals gibt es dafür nicht genügend Übungsleiter oder nicht genügend Platz.

Probleme: Schwierigkeiten sehen die Sportvereine darin, ehrenamtliche Mitarbeiter und Übungsleiter zu gewinnen. Als Problem genannt wurde auch die nachlassende Bindung der Mitglieder an den Verein.

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