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Beim Marktplatz der Jugend gab es Lob und Kritik für Ahaus von der jungen Generation

Marktplatz der Jugend

Der erste „Marktplatz der Jugend“ führte am Samstag 17 örtliche Jugendorganisationen in der Stadthalle zusammen. Vernetzen war ein großes Schlagwort.

Ahaus

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Beim Marktplatz der Jugend gab es Lob und Kritik für Ahaus von der jungen Generation

Beim Marktplatz der Jugend gab es jede Menge zu entdecken und genug Zeit für Gespräche. © MEISEL-KEMPER

„Präsentieren – palavern – planen“ – unter diesem lässigen Titel stand der „Marktplatz der Jugend“, den die Stadt Ahaus auf Wunsch vieler Jugendorganisationen zum ersten Mal in der Stadthalle veranstaltet hat. 17 Organisationen und Vereine aus allen Bereichen von Ahaus haben sich daran beteiligt. Die Vereinsvertreter bauten ihre Stände auf, informierten Besucher, warben für ihre Einrichtungen und tauschten sich untereinander aus.

„Sie sollen sich heute beschnuppern und austauschen. Eine Gesellschaft ohne Jugendvereinsarbeit ist eine arme Gesellschaft“, wertete Werner Leuker, Stadt Ahaus, die sehr gut besuchte Veranstaltung.

„Kinder und Jugendliche sind oft in Bereichen unterwegs, in denen sie etwas für die Gesellschaft tun“, freute sich Bürgermeisterin Karola Voß schon bei der Eröffnung am frühen Samstagnachmittag. Birgit Gausling vom Jugendamt der Stadt Ahaus bezeichnete den „Marktplatz der Jugend“ als zusätzliche „Ideenschmiede“, in welcher der Austausch genauso wichtig sei wie die Äußerungen der jungen Bürger, was sie sich noch in Ahaus wünschen.

Beim Marktplatz der Jugend gab es Lob und Kritik für Ahaus von der jungen Generation

hh © MEISEL-KEMPER

Note gut für Ahaus

Recht zufrieden mit dem bisherigen Engagement der Stadt Ahaus schienen Anabelle Jocher (14) und Henk Kiefer (15) zu sein, als Katharina Fournier vom Landesjugendamt sie nach einer Note für die Stadt Ahaus befragte. Beide gaben der Stadt die Note zwei. Anabelle und Henk sind im Parcours „Kong Kings“ des VFL Ahaus aktiv. „Ich würde gern den Parcourspark umsetzen. Das ist eine sehr schöne Sportart für rund 200 Jugendliche“, äußerte Kiefer seinen dringendsten Wunsch. Auch Berthold Büter, Leiter der Feuerwehr Ahaus, schaute sich auf dem „Marktplatz“ um: „Wir haben ein hoch engagiertes Potenzial von jungen Leuten in Ahaus, die sich durch diese Veranstaltung besser vernetzen können.“ Erfolgreich funktioniert diese Vernetzung schon im Jugendwerk Ahaus, in dem alle kirchlichen Gemeinden und die Stadt Ahaus miteinander kooperieren.

Kritische Stimmen

Die Präsentation zündete gerade für kleine Vereine wie die Schachgemeinschaft Ahaus-Wessum. „Wir sind ein kleiner Verein von 60 bis 70 Mitgliedern. Die Veranstaltung heute ist gute Öffentlichkeitsarbeit für uns“, lobte Schachspieler Hendrik Schulze-Ameling.

Beim Marktplatz der Jugend gab es Lob und Kritik für Ahaus von der jungen Generation

Die Schachgemeinschaft Ahaus-Wessum präsentierte sich. © MEISEL-KEMPER

Es gab aber auch kritische Stimmen. Corinne Schücker und Anne Benkhoff sind beide Messdiener in St. Josef. Die jungen Frauen fühlten sich ziemlich allein gelassen in ihrer Jugendarbeit, da sie nicht wissen, wie lange sie das Joseph-Cardijn-Haus noch nutzen können und wie konkret ihre Räume in der umgebauten Josefskirche aussehen könnten. „Wir bringen zwar Vorschläge ein, aber wir fühlen uns nicht wahrgenommen“, kritisierte Schücker. „Die Kirchengemeinde hat uns bisher nicht informiert oder einbezogen“, ergänzte Benkhoff die Kritik. Ganz konstruktiv übte Joana Schöpe Kritik an bisherigen Strukturen als Trainerin des DLRG Ahaus: „Es wäre schön, wenn wir Freikarten für eigenes Schwimmtraining bekommen könnten.“

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