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Dubioser Weltbild-Käufer meldet Insolvenz an

Buchhandlung Lesensart Rüdiger Wenk GmbH

Ein knappes halbes Jahr nach dem rätselhaften Kauf von 67 Weltbild-Filialen hat die Buchhandlung Lesensart Rüdiger Wenk GmbH mit Sitz an der Wüllener Straße Insolvenz angemeldet. Am Mittwoch ist das Verfahren eröffnet worden.

AHAUS

, 23.07.2015

Nicht ganz ein halbes Jahr hat es gedauert, jetzt hat die Buchhandlung Lesensart Rüdiger Wenk GmbH Insolvenz angemeldet. Am Mittwoch wurde am Landgericht Münster das Insolvenzverfahren über das Unternehmen mit Sitz an der Wüllener Straße eröffnet. Die Firma hatte Anfang Februar 67 Filialen der Weltbild-Verlagsgruppe übernommen und angekündigt, sie mit verschiedenen Konzepten weiterführen zu wollen. 

Der Geschäftsführer Rüdiger Wenk war bis dahin deutschlandweit kaum bekannt. Mit einem Stammkapital von nur 25.000 Euro wollte er die Filialen retten. In der Süddeutschen Zeitung verkündete er stolz die Zukunft der Filialen. Ansonsten machte sich der Geschäftsführer rar. Schon der Start in Ahaus war dubios: Wenk hatte sein Unternehmen zunächst mit einer Adresse ins Handelsregister eintragen lassen, für die er überhaupt keinen Mietvertrag unterschrieben hatte. Gestern dann plötzlich die Meldung über die Insolvenz.

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Auch da waren Wenk oder ein Vertreter seines Unternehmens trotz mehrerer Versuche nicht für einen Kommentar zu erreichen. Der Insolvenzverwalter antwortete ebenfalls nicht auf die Anfrage der Münsterland Zeitung. Und auch die Weltbild-Verlagsgruppe als ehemalige Inhaberin der 67 Filialen hielt sich bedeckt: Man sei von der Insolvenz nicht betroffen und sei selbst davon überrascht worden, hieß es in einer knappen Mitteilung.

Ahauser Weltbild-Filiale nicht betroffen

Wie viele Filialen letztlich von der Insolvenz betroffen sind, ist unklar. Schon vorab waren einzelne Filialen geschlossen worden. In der Übersicht auf der rudimentären Internetseite von Lesensart waren gestern noch 58 der 67 Filialen aufgelistet. Das Geschäftsverhalten des Unternehmens hatte zuletzt der Gesamtbetriebsrat in einem offenen Brief kritisiert (wir berichteten). Die Ahauser Weltbild-Filiale gehört weiter zum Weltbild-Konzern. Sie hat mit der Buchhandlung Lesensart nichts zu tun.

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