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Familie Sundermann zieht vor Weihnachten ins neue Haus

Nach Ölunfall im Amtsvenn

Es ist ein Lichtblick, und er kommt gerade zu recht zu Weihnachten: Die Familie Sundermann, die infolge der Ölkatastrophe im Venn seit Monaten im Hotel nächtigen muss, bekommt ein neues Zuhause.

GRAES/EPE

, 18.12.2014
Familie Sundermann zieht vor Weihnachten ins neue Haus

Claudia und Willi Sundermann haben wieder eine Perspektive.

Schon länger war klar, dass die Salzgewinnungsgesellschaft Westmünsterland (SGW) als Verantwortlicher für den Ölunfall das durch aus dem Erdreich aufsteigendes Öl verseuchte Anwesen der Familie aufkaufen wollte. Vor wenigen Wochen nun kamen nach Informationen der Münsterland Zeitung die Verhandlungen zum Erfolg. „Von der SGW haben wir gehört, dass die sich mit der Familie Sundermann geeinigt haben“, bestätigte Andreas Nörten, Pressesprecher der Abteilung Bergbau bei der Bezirksregierung Arnsberg auf Anfrage der Redaktion.

Über Details der Einigung wollten weder die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde noch die SGW etwas verlauten lassen. Ein Sprecher der SGW bestätigte lediglich, dass es einen Abschluss gegeben habe und die Familie „in näherer Umgebung“ ein Haus gekauft habe.

Der Umzug steht noch bevor. „Wir sind jetzt noch hier“, erklärte das Familienoberhaupt Willi Sundermann im Gespräch mit der Münsterland Zeitung, „und nachts im Hotel.“ Seine Schwiegertochter Claudia hofft indes, „dass wir an Weihnachten im neuen Haus sind“. Das werde dann in Gronau sein. Mit Feiern sei es in diesem Jahr an Weihnachten nicht weit her, denn die Zeit für den Umzug ist knapp bemessen. Aber „zumindest für den Kleinen“ solle es ein richtiges Weihnachtsfest geben. „Der lebt jetzt auch schon seit acht Monaten im Hotel“, sagt sie über ihren siebenjährigen Sohn.

Sie hoffe, dass es jetzt für die Familie wieder bergauf gehe. „Jetzt geht‘s wieder vorwärts“, sagt sie. Doch überschwänglich klingt es nicht, wenn sie das sagt. Einen Ersatz für den Acker, der ebenfalls aufgegeben werden musste, habe man noch nicht. Die Preise seien aktuell eher hoch, und eine gesonderte Entschädigung dafür gebe es nicht. Alles müsse aus dem Verkaufserlös finanziert werden. Eine Summe nennt auch sie nicht. Aber: „Die zahlen auch nicht mehr, als sie müssen.“ Aktuell ist Claudia Sundermann jedenfalls nur von einem Wunsch beseelt: Sie träume davon „endlich wieder im eigenen Bett schlafen zu können!“

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