Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Frauen brauchen aktive Hilfe gegen die Gewalt

21.11.2007

Ahaus "60 Prozent der Frauen und Mädchen, die zu uns kommen, erleben Gewalt", berichtete Ria Mester vom Verein "frauen für frauen" in Ahaus jetzt der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer und der Ahauser Lokalpolitikerin Ursula Hartmann (beide SPD) in einem Gespräch vor Ort.

Der Verein "frauen für frauen" besteht bereits seit 22 Jahren und betreibt eine Beratungsstelle für Frauen und einen Frauennotruf. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Bereich der häuslichen Gewalt. Dort arbeitet man verstärkt an der Verbesserung der Vernetzung zum Wohl der betroffenen Frauen, um diesen sofortige Hilfe anbieten zu können. In der Frauenberatung teilen sich mit Katja Desgranges, Christina Nagel und Agnes Denkler drei Mitarbeiterinnen die vom Land NRW bezuschussten 1,5 Vollzeitstellen. Ria Mester hat eine ebenfalls bezuschusste halbe Fachstelle für den Frauennotruf inne.

Es bedürfe eines langen Prozesses, ehe die Betroffenen der Gewaltspirale entkämen, erklärte sie. Agnes Denkler stellte fest, dass allein das Gespräch den Frauen schon sehr helfe. Sie würden nicht nur beraten, sondern von den diplomierten und speziell geschulten Pädagoginnen und Sozialarbeiterinnen auch therapiert. Präventive Angebote für Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen ergänzen das umfassende Angebot, so Vorstandsmitglied Regine Thibaudier.

Froh sei das Mitarbeiterteam über die gute Zusammenarbeit mit dem "Runden Tisch zur Bekämpfung von Häuslicher Gewalt". Dieser Runde Tisch bestehe aus Einrichtungen, die mit dem Thema Gewalt gegen Frauen konfrontiert sind. Für den Frauennotruf habe man ehrenamtlich Tätige gewinnen können. Durch Schulungen wurden 15 Frauen qualifiziert, den Telefondienst zu übernehmen.

Zur Finanzierung der Arbeit erklärte Katja Desgranges, dass das Land zu circa 70 Prozent, der Kreis Borken zu elf Prozent und die Stadt Ahaus mit einem geringen Anteil bezuschusse. Verbleibende 18 Prozent müssten durch Eigenmittel erwirtschaftet werden. Derzeit gebe es durch die Kölner "Familienstiftung Bethe" bis 30. November die Chance, Spenden bis zu einer Gesamthöhe von 12 000 Euro zu verdoppeln. Der Verein hofft auf Spender.

Lesen Sie jetzt