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Gärtnerei in Ottenstein brennt aus

250.000 Euro Schaden

Schon wieder hat es gebrannt: Dieses Mal in Ottenstein. Gestern am frühen Morgen hat ein Feuer in der Gärtnerei Pesenacker den gesamten Verkaufsraum verwüstet. Die Polizei sieht das Feuer in einer Reihe mit den zurückliegenden Bränden in den vergangenen Wochen. Die Beamten gehen von Brandstiftung aus.

OTTENSTEIN

, 05.10.2015
Gärtnerei in Ottenstein brennt aus

Bei dem Brand in Ottenstein entstand ein Schaden von rund 250.000 Euro.

Noch am Mittag hängt der schwere Brandgeruch über den Resten des Verkaufsraums der Gärtnerei. Die Scheiben des Gewächshauses sind geborsten, Scherben und verschmorte Reste der Einrichtung bedecken den Boden. Von dem Gebäude ist nur noch das Stahlgerippe übrig. In der vorderen rechten Ecke des Gebäudes hatte das Feuer seinen Ursprung.

Glück, dass das Feuer früh entdeckt wurde

Die Feuerwehr war um 6.30 Uhr vor Ort. Wie lange das Feuer da schon gewütet hatte, mag Stadtbrandinspektor Berthold Büter nicht abschätzen. Das hänge noch von zu vielen Faktoren ab und könne erst nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei näher eingegrenzt werden. Nur so viel: „Es war Glück, dass der Brand relativ früh entdeckt wurde, so konnten wir verhindern, dass die Flammen auf das Wohnhaus oder den hinteren Bereich der Gärtnerei übergreifen konnten“, erklärt er.

Drei Löschzüge im Einsatz

Die Feuerwehr war am Morgen mit drei Löschzügen und rund 60 Feuerwehrleuten im Einsatz. Von drei Seiten haben sie die Flammen eingegrenzt und bekämpft. Zu einer möglichen Brandursache äußert Büter sich nicht. „Das ist Aufgabe der Polizei“, sagt er. Auch zu möglichen Spekulationen um Zusammenhänge zu den anderen Bränden sagt er nichts. Schon wegen der räumlichen und zeitlichen Nähe sieht die Polizei das Feuer in Ottenstein gestern Morgen in einer Reihe mit den jüngsten Bränden in Ellewick, Lünten und dem Feuer in der Fahrzeughalle in Ottenstein. „Sie müssen nicht zusammenhängen, doch es liegt nah“, sagte Polizeipressesprecher Frank Rentmeister. Zwar sei noch nicht bei allen Bränden auch Brandstiftung nachgewiesen, dennoch liege auch diese Vermutung nahe. Eine Ermittlungskommission befasst sich aktuell mit acht Bränden.

Interaktive Karte - hier hat es gebrannt:

Die Ermittlungen laufen in der Zwischenzeit in alle Richtungen. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne er keine weiteren Einzelheiten nennen. Die Polizei sei aber dringend noch auf Hinweise angewiesen. „Jede noch so kleine Beobachtung kann den Ausschlag geben“, erklärt Rentmeister. Vor allem Angaben zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die in der Nähe der Brandorte gesehen worden seien, wären wichtig.

Ungewisse Zukunft

„Wir wurden erst von Passanten auf den Brand aufmerksam gemacht“, sagt Hermann Pesenacker, Seniorchef der Gärtnerei. Da stand der Verkaufsbereich jedoch schon lichterloh in Flammen. Wie es in dem Unternehmen weitergehen kann, sei zurzeit noch völlig offen. Mehr könne er im Moment nicht sagen.

Die Polizei schätzt, dass bei dem Feuer ein Schaden von rund 250.000 Euro entstanden ist. Nachbargebäude seien nicht in Gefahr gewesen.

Wegen der zurückliegenden Brände ist die Feuerwehr derweil aber nicht in erhöhter Alarmbereitschaft. „Wie sollte die auch aussehen?“, fragt Büter. Michael Schnell, Löschzugführer in Ottenstein, ergänzt: „Wir sind immer voll einsatzbereit.“

Die Polizei bittet Zeugen, sich bei der Kripo in Ahaus zu melden, Tel. (02561) 9260.

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