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Höhere Beiträge für weniger Qualität bei der Betreuung?

23.11.2007

Südlohn/Oeding Ihre Bedenken zum Kinderbildungsgesetz (Kibiz), das am 25. Oktober vom Düsseldorfer Landtag verabschiedet wurde, haben kürzlich die Elternräte der Katholischen Kindergärten und Kindertagesstätte in der Gemeinde Südlohn und Oeding im Haus der Vereine in Südlohn geäußert. Kernpunkt des Gesetzes ist ein grundlegender Systemwandel in der Finanzierung.

Statt Gruppen- und Einrichtungspauschalen gebe es jetzt feste Pauschalen pro Kind und Personalstundenzuweisungen je Gruppe. Außerdem müssten sich die Eltern in Zukunft für einen Betreuungsbedarf von 25, 35 oder 45 Stunden je Woche entscheiden. Nach Meinung der Eltern führt die Festlegung auf bestimmte Zeiten aber gerade zu Unflexibilität und erschwert die Umsetzung eines kurzfristig höheren oder geringeren Betreuungsbedarfs.

19 Prozent Kosten

Im Gesetz wird die Höhe der Elternbeiträge auf 19 Prozent der Gesamtbetreuungskosten der Einrichtungen festgelegt. In der Gemeinde seien bislang 13 Prozent gezahlt worden. In der Diskussion stellte sich heraus, dass viele Eltern - ähnlich wie Kritiker dieses Gesetzes - eine Erhöhung der Beiträge bei verminderter Betreuungsqualität befürchten.

Offener Brief

Die Mitglieder der Elternräte haben daher beschlossen, sich in einem offenen Brief an den Bürgermeister, den Gemeinderat, das Kreisjugendamt und die Mitglieder des Kreistages zu wenden, um ihre Forderungen und Wünsche zur Beitragsgestaltung vorzubringen. Dazu gehören die Befreiung vom Beitrag bei Geschwisterkindern, Beibehaltung von 13 Prozent Betreuungskosten, Garantie für ein 35 Stunden-Modell für alle Kinder im letzten Kindergartenjahr vor der Schule sowie die Beibehaltung des Haushaltsansatzes der vorschulischen Förderung für Kinder mit speziellem Förderbedarf. Diese Punkte sollen bei den Haushaltsberatungen im Kreis und in der Gemeinde berücksichtigt werden.

Die möglichen Konsequenzen des Gesetzes in den Einrichtungen war ebenfalls Thema. Fest stehe, dass zunächst der jeweilige Betreuungsbedarf vom Jugendamt für die Gemeinde festgestellt werden muss und erst danach die Umsetzung in den Einrichtungen erfolgen kann.

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