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Offene Türen für Eltern und Schüler bei den Beruflichen Gymnasien

Tag der offenen Tür

Die Beruflichen Gymnasien in Ahaus haben sich beim Tag der offenen Tür vorgestellt. Die Veranstalter klärten dabei auch Vorurteile auf.

Ahaus

, 04.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Offene Türen für Eltern und Schüler bei den Beruflichen Gymnasien

Die interessierten Jugendlichen durften beim Tag der offenen Tür auch selbst Experimente durchführen. © MEISEL-KEMPER

Infotage für weiterführende Schulen in Ahaus bieten seit Jahren Entscheidungshilfen für Eltern. Die vier Beruflichen Gymnasien Wirtschaft und Verwaltung, Technik, Canisiusstift und Lise Meitner traten damit zum ersten Mal an ihren Standorten ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Michael Hölscher, Koordinator für das Berufskolleg Lise Meitner, brachte das in seinem Einführungsvortrag auf den Punkt: „Die Möglichkeit, das Vollabitur an beruflichen Gymnasien abzulegen, ist in der Bevölkerung noch viel zu wenig bekannt.“ Die Angebote für die Oberstufe ermöglichten neben dem Erwerb des Vollabiturs auch eine berufliche Ausbildung.

Vom Berufskolleg an die Universität

Der Erwerb des Vollabiturs an beruflichen Gymnasien sei gleichwertig mit dem Vollabitur an anderen Gymnasien, sagte Hölscher. Das bedeute, dass die Absolventen danach auch Medizin oder Jura studieren können, wenn sie das Vollabitur am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung abgelegt hätten. „Am Ende steht die Möglichkeit, etwas ganz anderes zu machen in ganz Deutschland, also ein ganz anderes Studium oder eine ganz andere Ausbildung“, ergänzte Hölscher.

Das Fächerangebot orientiere sich an den jeweiligen Ausrichtungen des Berufskollegs. Die Wahlmöglichkeit ist dabei eingeschränkt im Vergleich zum Angebot der Gymnasien. Der Unterricht erfolgt im Klassenverband von 20 bis 30 Schülern. Die Stundenpläne seien kompakt gestaltet, sodass die Schüler nach 14.45 Uhr nicht mehr in der Schule seien müssen.

Offene Türen für Eltern und Schüler bei den Beruflichen Gymnasien

Lehrer standen den Interessierten für Fragen zur Verfügung. © MEISEL-KEMPER

Auch das Angebot der zweiten Fremdsprache sei an allen beruflichen Gymnasien gesichert, versicherte Hölscher. Dazu gehörte auch der Erwerb des Latinums, bestätigte Maike Bleckwedel, Lehrerin am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung: „Das bieten alle beruflichen Gymnasien an in Kooperation mit der Canisiusschule Ahaus an.“ Es war nur eines der Beispiele dafür, dass eine intensive Kooperation zwischen allen Gymnasien in Ahaus besteht ohne jegliches Konkurrenzdenken.

Brücken Darlehen und Pinguine berechnen

Schüler und Lehrer boten Mitmachbeispiele für die zahlreichen Besucher an, die sie aus ihrem praktischen Unterricht herausfilterten. Nur einige Beispiele: Im Berufskolleg Technik konnten die Besucher mitwirken bei den Berechnungen für einen Brückenneubau. Im Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zeigten Schüler, wie man ein Darlehen berechnet. Im Canisiusstift demonstrierten Schülerinnen am Beispiel verschiedener Pinguinarten Berechnungen über deren Körpertemperatur. Im Berufskolleg Lise Meitner lud Lehrer Helmut Osterholt zum Test der alternativen Heilmethoden ein, die er als Arbeitsgemeinschaft anbietet.

Orientierung suchte auch Bernhard Berning aus Wessum mit seiner Nichte Elena: „Sie besucht noch die 9. Klasse an der Gesamtschule. Ein Wechsel steht noch nicht an. Wir wollten uns frühzeitig informieren.“

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