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Radeln auf alter Bahntrasse

Ahaus Mit schwerem Gerät ist gestern der Bau der Nordtangente in die heiße Phase gegangen. Nachdem Brücken und Kreisverkehre schon vor geraumer Zeit fertiggestellt worden sind, beginnen jetzt die Arbeiten an der 2,4 Kilometer langen Umgehungsstraße. Passend zum Baubeginn hat Richard Bömer gute Nachrichten für Fahrradfahrer.

10.06.2008 / Lesedauer: 3 min

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr stellte der Leiter des Fachbereichs Tiefbau eine neue Radwegeführung vor, die entgegen den ursprünglichen Planungen viele Vorteile bietet. Ermöglicht wurden die neuen Überlegungen durch die Stilllegung und den Erwerb der ehemaligen Trasse der Ahaus Alstätter Eisenbahn durch die Stadt Ahaus. Die neue Radwegeplanung sieht so aus: Ab der Straße Zum Riddebrocks Busch - das ist die neue Verbindungsstraße von der Nordtangente zur Kivitstegge - führt der Radweg nach Westen über die alte Bahntrasse an der Aa entlang. Er überquert den Fluss über die so genannte Löcherbrücke und führt dann - durch den Lärmschutzwall von der Nordtangente getrennt - hinter den Häusern des Dahlienweges entlang bis zum Rosenthal. Dort können Radfahrer entweder mit Hilfe einer Brücke die Nordtangente Richtung "Karnickelberg" überqueren oder in Richtung Kreisverkehr Graeser Straße weiterfahren.

Anbindungen

Anbindungen des neuen Radweges an den Kusenhook und an den Dachsweg über die dort bereits vorhandene Brücke sind ebenfalls vorgesehen. Vom Dachsweg aus führt eine zweite Radwegeverbindung in Richtung Klärwerk und Heeker Straße.

Stichstraße vor Ausbau

Noch in diesem Monat soll auch mit dem Endausbau der Straße Zum Riddebrocks Busch begonnen werden. Beidseits der Fahrbahn werden durch Baumscheiben gegliederte Parkstreifen sowie kombinierte Geh- und Radewege angelegt. Die Straße ist mit einer Breite von 6,50 Metern geplant und soll Tempo 50 als Geschwindigkeitsbegrenzung erhalten.

Die Bauarbeiten an der Stichstraße sollen noch im Dezember 2008 abgeschlossen werden. Die Nordtangente, die die Bundesstraßen B 70 (Heeker Straße) und B 474 Graeser Straße) verbindet, wird dagegen voraussichtlich erst im August fertigestellt werden.

Die Gesamtkosten für die Nordtangente inklusive Brücken, Radwege und Stichstraße belaufen sich auf rund 13,5 Millionen Euro. Bund und Land fördern das größte Ahauser Straßenbauprojekt der letzten Jahrzehnte zu 75 Prozent. Ziel der Nordtangente ist es, die Innenstadt, vor allem die Fuistingstraße, vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Radweg bis Wessum?

Wessums Ortsvorsteher Heinrich Lefert regte an, den Radweg über die Bahntrasse weiter bis zum Wessumer Gewerbegebiet zu führen. Das, so Bürgermeister Felix Büter, sei noch nicht angedacht - aber auch nicht ausgeschlossen. gro

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