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Stadt kauft Bahntrasse

Ahaus Es ist nur etwa 15 Meter breit, dafür aber 9000 Meter lang: Die Stadt Ahaus erwirbt ein ganz besonderes Grundstück. Der Rat hat am Mittwochabend in nichtöffentlicher Sitzung den Ankauf der stillgelegten Bahntrasse von Ahaus nach Alstätte beschlossen.

13.09.2007 / Lesedauer: 2 min

Wie Bürgermeister Felix Büter gestern auf Anfrage der Münsterland Zeitung mitteilte, könne die Stadt Ahaus sehr zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis mit dem Nocheigentümer der Strecke, der Ahaus Alstätter Eisenbahn (AAE), sein.

Nach dem Kaufbeschluss des Rates muss die Grundstücksübertragung jetzt noch beurkundet werden. Büter wies dabei noch auf ein "theoretisches" Hindernis hin. "Möglich wäre es, dass Nachfolger der Alteigentümer Ansprüche auf Rückübertragungen geltend machen - aber die Wahrscheinlichkeit, dass solche Ansprüche durchsetzbar wären, geht gegen Null." Vom Flächenerwerb ausgenommen ist der Trassenverlauf im Bahnhofsbereich Alstätte, wo die AAE nach wie vor eine Reparaturwerkstatt betreibt.

Was aber wird nun mit den 135 000 Quadratmetern geschehen, die in das Eigentum der Stadt übergehen werden? "Es gibt noch keine konkreten Planungen", so Bürgermeister Büter. Er halte es aber für wahrscheinlich, dass die neun Kilometer lange Strecke nicht einer einheitlichen Nutzung zugeführt wird. Die AAE habe aber darauf gedrungen, nur einen Verhandlungspartner zu haben und die Strecke als ganzes zu veräußern. Eine zusätzliche durchgängige Radwegeverbindung nach Alstätte beispielsweise dränge sich als Nutzungsmöglichkeit nicht wirklich auf. Vorstellbar seien mehrere Möglichkeiten: Die Stadt könnte Teilflächen an interessierte Anrainer weiterveräußern. Landwirte haben entsprechende Wünsche bereits geäußert.

Teilflächen könnten als ökologische Ausgleichsflächen genutzt werden. Der ökologische Wert der Gleisstrecke war gleich Null. Eine Renaturierung würde daher ein dickes Plus fürs Ökokonto der Stadt erbringen.

In Alstätte und Ahaus seien möglicherweise auch eine dörfliche oder städtische Nutzung möglich.

In Teilbereichen könnten auch Wegeverbindungen sinnvoll sein.

"Ich will jetzt noch gar nichts ausschließen", so Büter, der gestern darauf verwies, dass ohnehin die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans für Ahaus anstehe. gro

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