Aktivisten besetzen Bagger im Tagebau Garzweiler

Kohlekraftwerk

Um ihrem Protest gegen die Braunkohle-Förderung Ausdruck zu verleihen, haben einige Mitglieder des Bündnisses „Einsatz Kohlestopp“ am Freitagmorgen eine besondere Aktion gewählt.

Erkelenz

26.06.2020, 07:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Tagebau Garzweiler sind Aktivisten von «Ende Gelände» eingedrungen und besetzen einen Braunkohle-Bagger.

Im Tagebau Garzweiler sind Aktivisten von „Ende Gelände“ eingedrungen und besetzen einen Braunkohle-Bagger. © picture alliance/dpa

Aktivisten sind am frühen Freitagmorgen auf das Gelände des Tagebaus Garzweiler vorgedrungen. Nach Angaben einer Sprecherin des Anti-Kohle-Bündnisses „Einsatz Kohlestopp“ wollen sie damit einerseits den Kohlestopp erreichen und gleichzeitig ein Zeichen gegen das geplante Kohlegesetz der Bundesregierung setzen. Die Polizei bestätigte die Aktion am Freitagmorgen. Demnach seien Menschen im Laufe der Nacht in den Tagebau eingedrungen und auf insgesamt sechs Bagger geklettert.

Laut „Einsatz Kohlestopp“ besetzen rund 80 Menschen - etwa auch vom Bündnis „Ende Gelände“ - seit dem Morgengrauen an acht Blockadepunkten Bagger und Förderbänder im Tagebau. Der Betrieb stehe derzeit still. Die Aktion sei Teil einer Woche des Widerstands. Das Rheinische Braunkohlerevier ist immer wieder Schauplatz von Protest-Aktionen. Bereits in der Vergangenheit drangen mehrmals Aktivisten in das Gelände ein. Im November 2019 etwa besetzten Greenpeace-Aktivisten einen Braunkohle-Bagger. Im Juni zuvor sorgte „Ende Gelände“ mit Blockaden für einen Großeinsatz der Polizei.

dpa

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