Als Frau im „Männerberuf“

12.02.2019, 18:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Als Frau im „Männerberuf“

In der Lehrwerkstatt des BMW-Werks in Leipzig werden KFZ-Mechatroniker- und Fertigungsmechaniker-Lehrlingen fortgebildet, Mädchen wie Jungen. Foto dpa © picture-alliance/ dpa

Vreden. Yvonne Jasper arbeitet als Kfz-Meisterin in der Werkstatt des Autohauses Lensker. Sie selbst findet das gar nicht so besonders, aber ein Blick in die Statistik zeigt, dass es das doch ist: Es gibt wenig Frauen, die in der Kfz-Branche arbeiten. In den vergangenen zehn Jahren haben nur zwei Frauen bei der Handwerkskammer Münster eine Meisterprüfung abgelegt. Und im vergangenen Halbjahr gab es nur fünf weibliche Auszubildende und im Vergleich dazu 45 männliche in den Kreisen Ahaus und Coesfeld. Yvonne Jasper hat sich schon als Kind für Autos interessiert. Auch weil ihr Vater Fahrschullehrer war. Als sie 15 war, machte sie ein Praktikum bei einer Autowerkstatt in Borken. Dort durfte sie schon einiges an Arbeiten erledigen, und der Chef hat ihr am Ende eine Ausbildung angeboten. Die hat sie gemacht, und nebenbei an der Abendschule ihr Fachabitur. In der Berufsschule und in der Werkstatt war sie das einzige Mädchen, das fand sie gut. Auch im Meisterkurs war sie später die einzige Frau. Abwertende Sprüche von Männern zu ihrem Beruf hat sie nicht wahrgenommen, fand sie höchstens albern. Sie kann Mädchen auf jeden Fall empfehlen, in ihrer Branche zu arbeiten, wenn sie sich dafür interessieren.