Apokalypse plus Autos plus Adrenalin

Kino: "Mad Max"

Und er ist auch wieder da: Mad Max, der Ex-Polizist, der in einer Welt von Chaos und Faustrecht zum einsamen Wolf wurde. Im neuen Film von Mad Max-Mastermind George Miller wird er von Tom Hardy gespielt. Wenn die motorisierten Teufel in "Mad Max - Fury Road" durchs Ödland brettern, erinnert das an Teil zwei der Trilogie aus den 80ern.

DORTMUND

, 12.05.2015, 16:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Apokalypse plus Autos plus Adrenalin

Tom Hardy als Max Rockatansky in «Mad Max: Fury Road».

Da sind sie wieder, die dämonischen Wilden auf ihren Kampf-Buggys und Feuerstühlen. Einmal mehr hetzen sie einen schweren Sattelschlepper, dessen Besatzung Mühe hat, die rasende Meute abzuwehren.

Und er ist auch wieder da: Mad Max, der Ex-Polizist, der in einer Welt von Chaos und Faustrecht zum einsamen Wolf wurde. Im neuen Film von Mad Max-Mastermind George Miller wird er von Tom Hardy gespielt. Wenn die motorisierten Teufel in "Mad Max - Fury Road" durchs Ödland brettern, erinnert das an Teil zwei der Trilogie aus den 80ern.

Die Erde ächzt weiter unter einer Dürre, Sprit und Wasser sind rar, ein Leben zählt nichts. Die Formel heißt "Apokalypse plus Autos plus Adrenalin", und trotzdem ist der Streifen kein fader Abklatsch.

Frische Tricks

Mit frischen Tricks und Stunts, neuem Personal und anderen Subplots schickt Miller seinen Max in ein Abenteuer, das nahtlos an die früheren anknüpft. Gefangen in der Fels-Zitadelle einer Kriegerkaste lauert Max auf seine Chance.

Das Szenario ist ein motivischer Mix aus dem Orkgewimmel bei Saruman ("Herr der Ringe"), dem religiösen Fanatismus der Thulsa Doom-Sekte ("Conan, der Barbar") und Anleihen beim Steampunk-Design. Ein altes Scheusal, das man als "Erlöser" verehrt, schwängert einen Harem junger Schönheiten. Der Alte tobt, als eine Amazone (Charlize Theron) seine Bräute im Tankwagen entführt. Er bläst zur Verfolgung. Sie dauert geschätzte 80 Minuten!

Rollende Belagerung

Eine rollende Belagerung, von George Miller explosiv in Szene gesetzt, gut getaktet im Wechsel von Kitzel und Atempause. Da kommt keine Langeweile auf, und kurz bevor man des Schepperns und Schlachtens müde wird, nimmt Miller todsicher den Fuß vom Gas. Ein Endzeit-Action-Comic, der alte Fans angenehm überrascht und neue rekrutieren dürfte.