Arbeiter stirbt nach Streit in Tönnies-Fleischfabrik - Verdächtiger festgenommen

Kriminalität

Im Hauptwerk des Fleischkonzerns Tönnies ist es am Freitagmorgen zu einem Streit gekommen. Ein Arbeiter starb im Krankenhaus. Die Produktion wurde in einem Bereich unterbrochen.

Rheda-Wiedenbrück

12.03.2021, 12:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Hauptwerk des Fleischkonzerns Tönnies soll es zu einem Tötungsdelikt gekommen sein.

Im Hauptwerk des Fleischkonzerns Tönnies ist es zu einem tödlichen Streit gekommen. Der Betrieb wurde zu Teilen unterbrochen. © picture alliance/dpa

Im Hauptwerk des Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) ist es am Freitag zu einem tödlichen Streit gekommen. Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft verletzte gegen 7.00 Uhr ein 35-Jähriger seinen Kollegen (34) mit einem scharfen Gegenstand. Der Jüngere starb im Krankenhaus. Der dringend Tatverdächtige wurde festgenommen.

Nach Angaben der Polizei sollte die Leiche noch am Nachmittag obduziert werden. Die Polizei Bielefeld hat unter dem Namen „Schleife“ eine Mordkommission eingerichtet. Zu den Hintergründen der Tat machte ein Polizeisprecher mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben. Auch blieb offen, ob der Tatverdächtige sich zu den Vorwürfen geäußert hat.

Arbeiter attackiert seinen Kollegen

Laut Tönnies-Firmensprecher André Vielstädte sei der Mitarbeiter „trotz sofortiger Ersthilfemaßnahmen im Krankenhaus verstorben“. Der Vorfall habe sich in einem Bereich der Zerlegung ereignet. Die Produktion musste in einem Teil des Betriebs über Stunden für die Spurensicherung der Kriminalpolizei unterbrochen werden. Laut einer Stellungnahme der Firma Tönnies hatte der Mitarbeiter seinen Kollegen mit einem Messer angegriffen.

Die Polizei spricht von einem scharfen Gegenstand. Geschäftsführer André Vielstädte sagte Polizei und Staatsanwaltschaft „vollste Unterstützung“ bei den Ermittlungen zu. Betriebsrat Mustafa Kuyucu zeigte sich laut Mitteilung schockiert: „Wir sind traurig und fassungslos über die Tat. Unser Mitgefühl und Anteilnahme gilt der Familie, den Freunden und den Kollegen unseres Mitarbeiters. Wir sichern den Angehörigen, Kollegen und Freunden des Getöteten alle nötige Hilfe zu.“

Notfallseelsorger kümmerten sich um die Augenzeugen. Das Unternehmen hat eine Hotline eingerichtet, an die sich die Mitarbeiter wenden können.

dpa

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