Architektur-Führer Dortmund — Petrikirche und "Goldenes Wunder"

Baukultur

Auch Dortmund hat ein Wunder — das "Goldene Wunder" in der Petrikirche. Der Innenraum des alten Gotteshaus in der Innenstadt wurde 2008 umgestaltet: Jetzt schützt eine Glaswand den wertvollen Altar vor Luftfeuchtigkeit und anderen schädlichen Einflüssen.

Dortmund

von Richard Schmalöer

, 20.06.2014, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Petrikirche in der Innenstadt.

Die Petrikirche in der Innenstadt.

  • Petrikirchhof 7, 44137 Dortmund
  • Eigentümer: Gemeinde St. Petri-Nicolai
  • Baujahr: 1320 - 1326
  • Hochgotik
  • Denkmalschutz
  • Nutzung: Sakralbau
  • Besonderheit: mittelalterlicher Schnitzaltar ("Goldenes Wunder") durch Glaswand klimatisch abgetrennt —

"Als in einer spektakulären Aktion die Spitze auf den bis dahin mit kleinen Flachdach abschließenden Turm der Petrikirche gesetzt wurde, war ich 19. Mit Architektur hatte ich zu der Zeit noch nicht sehr viel zu tun, kann mich aber dennoch an das Aufsehen erinnern, das diese Aktion in der Stadt hervorrief. Heute bilden die vier alten Kirchen entlang des Hellwegs eine wunderbare Perlenkette, inmitten der wiederaufgebauten oder vollständige ersetzten Architektur unserer Innenstadt. Es war eine weise Entscheidung, diese Blickpunkte nach dem Krieg wiederauferstehen zu lassen. Sie bilden die Orientierungspunkte im hektischen Trubel der Einkaufsstadt. Dass es innerhalb dieser Ruhepole wunderbare Kunstwerke aus dem 16. Jahrhundert gibt, ist mir erst viel später bekannt geworden. Wie wichtig dabei die Inszenierung eines solchen Kunstwerkes ist, kann man am besten in der Petrikirche feststellen, in die vor einiger Zeit von den Kollegen Pfeiffer EllermannPreckel eine fantastische Glaskonstruktion eingestellt wurde, die den Chor vom Hauptraum trennt und hinter der nun das sogenannte „goldene Wunder“, der ca. 500 Jahre alte Schnitzaltar, glänzt."