Arndt Brede über tolle Reisegeschichten

Buchtipp der Redaktion

Passend zur Frankfurter Buchmesse - auf der auch in diesem Jahr wieder unzählige Lesebegeisterte erwartet werden - haben sich unsere Redakteure ihre Lieblingsbücher vorgenommen, um sie Ihnen vorzustellen. Arndt Brede liest gerne "Kishons beste Reisegeschichten".

DORTMUND

, 21.10.2016, 15:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Buchtipps aus unserer Redaktion.

Die Buchtipps aus unserer Redaktion.

Die Geschichten im Buch „Kishons beste Reisegeschichten“ sind älteren Datums. Und manches, das darin beschrieben ist, wird wohl so nicht mehr geschehen. Was aber die Faszination dieses Buches ausmacht, ist: Der israelische Satiriker Ephraim Kishon hat die Menschen in den 13 Ländern, die er durch kleine Episoden skizziert, mit so viel Humor beschrieben, ohne arrogant zu sein, dass man ihm auch heute noch glauben möchte: Ja, genau so ist es.

Nehmen wir mal Österreich. Kishons Wien ist voll von Menschen, die süchtig nach Titeln sind. Den Autor begrüßt man am Flughafen mit „Professor Doktor Kishon“. Seine Bemühen, das Missverständnis aus der Welt zu schaffen („Ich bin weder Professor noch Doktor“) ist vergeblich. Am Ende ist Kishon selbst für seine Gattin der „Oberliteraturrat“.

Oder Venedig: Überall muss er im Hotel seine Zimmernummer angeben. Falls Service kostenpflichtig verbucht werden muss. Kishons Unmut wächst sich zu Schlitzohrigkeit aus: Er gibt bei Bestellungen eine fremde Zimmernummer an … und hat einen äußerst günstigen Urlaub.

Die griechische Episode, die Kishon auf Rhodos auf der Suche nach dem Tal der Millionen Schmetterlinge schier verzweifeln lässt, habe ich übrigens erst ein Jahr nach meinem Rhodos-Urlaub gelesen. Nach einer ähnlich erfolglosen Suche nach diesem dem Vernehmen nach faszinierenden Tal. Und ich habe gedacht: Das hat Kishon über mich geschrieben.

Ja, Kishon schreibt für uns. Wir erleben seine Geschichten. Manchmal sogar wirklich …

Informationen zum Buch
Ephraim Kishon: Kishons beste Reisegeschichten, 319 S., Ullstein TB, gebraucht ab 0,01 Euro.

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