ASV Hamm klettert in der Tabelle - trotz Punktverlust

Handball

Handball-Zweitligist ASV Hamm musste am Mittwochabend einen enttäuschenden Punktverlust im Nachholspiel gegen die abstiegsbedrohte HSG Koblenz hinnehmen. Trotzdem springen die Westfalen auf Platz acht.

Hamm

15.04.2021, 10:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jo Gerrit Genz (rotes Trikot) steuerte drei Tore für den ASV Hamm im Spiel gegen Koblenz bei.

Jo Gerrit Genz (rotes Trikot) steuerte drei Tore für den ASV Hamm im Spiel gegen Koblenz bei. © Henning Wegener

Zwei ersatzgeschwächte Mannschaften trafen am Mittwoch in einem sehr fairen Duell in der Hammer Arena aufeinander. Die Gastgeber vom ASV Hamm verpassten es aber, einen 20:18-Vorsprung gegen die HSG Koblenz in der zweiten Halbzeit weiter auszubauen.

ASV Hamm-Westfalen – HSG Konstanz 26:26 (16:16)

So blieben die Gäste auch nach der 40. Spielminute noch im Rennen. In der Schlussphase wechselten die Führungen. Der ASV hätte mit der Schlusssirene sogar noch verlieren können. Nach dem 26:25 durch Spielmacher Merten Krings 51 Sekunden vor dem Ende bot sich noch einmal die Möglichkeit für den ASV, zwei Punkte zu sammeln. Doch der beste Torschütze der Partie, Felix Jaeger, glich 15 Sekunden vor dem Ende wieder zum 26:26-Endstand aus.

Durch einen Wechselfehler des ASV, bei dem erwartungsgemäß die verletzten Spieler Sören Südmeier, Marian Orlowski und Jan Brosch fehlten, bot sich drei Sekunden vor dem Ende sogar noch die Chance für die HSG zum Torerfolg. Da auch die Gäste aber bei der Spielunterbrechung einen Wechselfehler begingen, spielten die Teams in Gleichzahl. Ein freier Wurf gelang Konstanz nicht mehr. So blieb es beim leistungsgerechten Remis.

Michael Lerscht streicht den trainingsfreien Tag

„Hier in Hamm etwas mitzunehmen, ist für uns eine große Sache. Wir haben sehr engagiert gespielt“, freute sich HSG-Trainer Daniel Eblen über die Punkteteilung. Weniger zufrieden zeigte sich dagegen ASV-Trainer Michael Lerscht: „In der ersten Halbzeit bekommen wir mit 16 Gegentoren einfach zu viele. Da müssen wir besser verteidigen. Das haben wir uns für die zweite Halbzeit vorgenommen, mit zehn Gegentoren war das dann auch besser.“

Merten Krings (M.) traf 51 Sekunden vor dem Ende zu letzten ASV-Führung. Sie sollte keinen Bestand haben.

Merten Krings (M.) traf 51 Sekunden vor dem Ende zu letzten ASV-Führung. Sie sollte keinen Bestand haben. © Henning Wegener

Doch offensiv ließen die Gastgeber zu viel liegen. „Aus einer Zwei-Tore-Führung müssen wir mehr Kapital schlagen“, bemängelte Lerscht. „Der Wechselfehler am Ende passt ins Bild. Jetzt müssen wir mit dem Unentschieden leben“, ärgerte sich der Trainer, der den freien Tag am Donnerstag strich und ein zusätzliches Training für die Mannschaft zur Spielvorbereitung auf die nächste Partie ansetzte.

Kommt Neuling Alexander Engelhardt zu seinem Debüt?

Am Sonntag treten die Westfalen wieder an, dann geht es für den ASV zum HC Elbflorenz Dresden. Angesichts der Personaldecke bei den Gästen dann nur mit Außenseiterchancen. Der HC gewann zudem vier seiner letzten fünf Spiele.

Zu seinem Debüt im ASV-Dress könnte dann der nachverpflichtete Kreisläufer Alexander Engelhardt kommen, der seit Montag mit der Mannschaft trainiert. Gegen die HSG saß er bereits mit auf der Bank, kam aber noch nicht zum Einsatz.

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (3), Huesmann (6, 4/4), Fuchs, Spiekermann (2), Fernandez, Schwabe (4), Engelhardt, Krause, Krings (5), Pretzewofsky, Schöße, Franke (4), von Boenigk (2)

Zeitstrafen: ASV 4 Minuten, HSG 10 Minuten

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