Augsburg: 17-Jähriger gibt tödlichen Schlag gegen Feuerwehrmann zu

Gericht

Der Hauptangeklagte (17) im Prozess um den tödlichen Streit am Augsburger Königsplatz gibt die Tat vor Gericht zu. Er hatte den Mann bei einem Streit mit einem einzigen Faustschlag umgebracht.

Augsburg

20.10.2020, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Hauptangeklagte (r) sitzt im Gerichtssaal des Landgerichtes neben zwei Mitangeklagten. Drei junge Männer müssen sich vor Gericht verantworten weil sie an einer Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang beteiligt waren.

Der Hauptangeklagte (r) sitzt im Gerichtssaal des Landgerichtes neben zwei Mitangeklagten. Drei junge Männer müssen sich vor Gericht verantworten weil sie an einer Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang beteiligt waren. © picture alliance/dpa

Im Prozess um den tödlichen Streit am Nikolaustag 2019 am Augsburger Königsplatz hat der Hauptangeklagte vor Gericht den tödlichen Schlag eingeräumt. Der 17-Jährige ließ am Dienstag zu Beginn des Prozesses am Augsburger Landgericht von seinem Verteidiger eine entsprechende Erklärung verlesen.

Der Jugendliche muss sich wegen des Todes eines 49 Jahre alten Familienvaters vor der Jugendkammer verantworten. Er hatte laut Anklage den Mann bei einem Streit mit einem einzigen Faustschlag umgebracht, ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Dem Opfer riss eine Schlagader, der 49-Jährige verblutete binnen Minuten.

Tat hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt

Die Tat hatte im vergangenen Dezember bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Da der Getötete Mitglied der Berufsfeuerwehr in Augsburg war, hatten auch Mitglieder anderer Feuerwehren in Deutschland dem Opfer gedacht.

Auslöser war, dass am Abend des 6. Dezember 2019 zwei befreundete Paare nach einem Besuch des Augsburger Weihnachtsmarktes an dem belebten Platz auf eine Gruppe Jugendliche getroffen war. Dabei entwickelte sich zwischen den zwei Männern und den insgesamt sieben Jugendlichen der Streit um eine Zigarette.

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