Außengastronomie boomt: 345 Lokale servieren im Freien

Restaurant-Trend

Mehr Kneipen und Cafés in Dortmund: 2015 gab es 345 Außengastronomien, 2010 waren es noch 226 Außengastronomien. Mehr als 180.000 Euro hat die Stadt damit letztes Jahr eingenommen. Dabei gibt es bei den Flächengebühren große Unterschiede.

DORTMUND

, 04.04.2016, 11:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Außengastronomie in Dortmund boomt. Einer der maßgeblichen Standorte ist der Alte Markt in der Dortmunder City.

Die Außengastronomie in Dortmund boomt. Einer der maßgeblichen Standorte ist der Alte Markt in der Dortmunder City.

Für die Nutzung der öffentlichen Flächen nahm die Stadt 2010 noch knapp 152.910 Euro an Gebühren ein, im letzten Jahr waren es exakt 180.623 Euro und 75 Cent. Gestiegen ist der Flächenbedarf für mehr Außenbewirtschaftung, die städtischen Nutzungsgebühren aber blieben gleich. Stadtsprecher Michael Meinders überschlägt: „Seit mindestens 15 Jahren“.

Bis jetzt liegen der Verwaltung 180 Anträge für 2016 vor, von denen 140 bewilligt sind. Geballte Außengastronomie findet sich traditionell auf dem Alten Markt und seit Kurzem am Phoenix-See. Die Gebühren für beide Standorte sind unterschiedlich. Wer als Wirt innerhalb der Fußgängerzonen des Wallrings (Zone I) draußen serviert, muss täglich 18 Cent pro angefangenen Quadratmeter Fläche bezahlen. Am Phoenix-See (Zone II) sind es 13 Cent, nur noch 8 Cent an Straßen weiter außerhalb, die keine Fußgängerzonen sind, etwa das beliebte Kreuzviertel.

Wetter muss mitspielen

Andreas Panzau bespielt als Mitinhaber der Pfefferkorn-Kette beide Gastro-Schwerpunkte, Alter Markt und Phoenix-See. Wenn seine Fläche mit 135 Quadratmetern neben dem Bläserbrunnen am Alten Markt im Vergleich zur Tisch-Landschaft von Detlef Beckmann („Maximilian“ und „Cottons“) auch klein ist, überweist Panzau der Stadt für den Zeitraum 17. März bis 30. September 4835 Euro plus 300 Euro Verwaltungsgebühr.

Peanuts, die sich in wenigen Wochen herein futtern lassen? „Dafür muss aber das Wetter mitspielen“, sagt Panzau. Am Phoenix-See muss mehr gefuttert werden: Für 400 Quadratmeter Gastro-Terrasse sind insgesamt 10.544 Euro fällig. 

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