Auto fährt in Menschengruppe, ein Kind stirbt - die Ermittlungen dauern an

Polizei

Nach einem verheerenden Unfall am Niederrhein wird gegen einen 30-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Sein Wagen war in eine Menschengruppe gerast.

Kempen

30.10.2020, 16:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein zerstörter Kinderwagen liegt nach einem Unfall auf einer Wiese. Ein Auto ist in eine Menschengruppe auf einem Rad- und Gehweg gefahren.

Ein zerstörter Kinderwagen liegt nach einem Unfall auf einer Wiese. Ein Auto ist in eine Menschengruppe auf einem Rad- und Gehweg gefahren. © picture alliance/dpa

Gegen den Autofahrer, dessen Wagen eine Menschengruppe im niederrheinischen Kempen erfasst hatte, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Ein Zwölfjähriger waren bei dem Vorfall am Donnerstagnachmittag ums Leben gekommen, vier weitere Menschen wurden verletzt, als der 30-Jährige in einer Kurve von der Fahrbahn abkam und eine Familie sowie einen weiteren Passanten auf dem Rad- und Fußweg erfasste.

Die Ermittlungen zur Ursache dauerten an, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag in Viersen. Es würden Zeugen gesucht, die den Unfall gesehen haben. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der 30-Jährige absichtlich in die Gruppe gefahren sei, hieß es. Er selbst habe noch nicht vernommen werden können, da er ebenfalls verletzt im Krankenhaus liege.

Der Zwölfjährige starb am Donnerstag noch am Unfallort. Seine 39-jährige Mutter und ein 24 Jahre alter Fußgänger wurden schwer verletzt. Der zwei Jahre alte Bruder des Getöteten erlitt leichte Verletzungen. In Lebensgefahr befand sich keiner der Verletzten.

Die Unfallstelle befindet sich nach Angaben der Polizei in einer langgezogenen Rechtskurve an einem Waldstück. Der Kinderwagen, in dem der Zweijährige saß, wurde bei der Kollision vollständig zerstört. Vier Notfallseelsorger kümmerten sich am Unfallort auch um die Einsatz- und Rettungskräfte und die Ersthelfer.

dpa

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