Baby-Katze versteckt sich in Radkasten eines Autos und fährt rund 600 Kilometer mit

Kurios

Ein Paar hat mit dem Mietwagen einen Werkstatt-Stopp eingelegt, um den Geräuschen aus dem Motorraum auf die Spur zu kommen. Tatsächlich fanden die Mechatroniker einen blinden Passagier.

Fernwald

19.09.2020, 08:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wohl Hunderte Kilometer weit ist eine kleine Katze quer durch Deutschland im Radkasten eines Autos bis nach Mittelhessen gefahren.

Wohl Hunderte Kilometer weit ist eine kleine Katze quer durch Deutschland im Radkasten eines Autos bis nach Mittelhessen gefahren. © picture alliance/dpa

Mitarbeiter einer Autowerkstatt in Mittelhessen haben nach eigenen Angaben im Radkasten eines Autos eine kleine Katze entdeckt. Ein Paar, das mit dem Wagen unterwegs war, hatte die Werkstatt aufgesucht, weil die Frau während der Fahrt Miau-Geräusche aus dem Motorraum gehört habe, sagte Werkstattmitarbeiter Thomas-Alexander Karbe am Freitag. Das Tier sei in der Werkstatt in Fernwald (Landkreis Gießen) unversehrt aus dem Radkasten befreit worden. “Hit Radio FFH” hatte zuvor darüber berichtet.

Blinder Passagier: Carly fährt 600 Kilometer im Radkasten mit

Der Autofahrer habe den Wagen nach eigenen Angaben an der deutsch-polnischen Grenze gemietet und sei schon etwa 600 Kilometer unterwegs gewesen, berichtete Karbe. Vorne links im Radkasten des Wagens habe der Mechatroniker dann beim Auseinandernehmen des Autos ein kleines Fellbüschel entdeckt. Woher die Katze stammt und wann sie in den Wagen gelangte, ist unklar.

Ein Fahrzeugexperte des TÜV Hessen erklärte am Freitag, dass es denkbar sei, dass das Tier eine solche Fahrt im Auto überstehen kann. Möglich sei ein Szenario, bei dem die Katze über das Rad nach oben gekrabbelt und unter die sogenannte Radhaushinnenschale geschlüpft sei. Über die glatte Oberfläche könnte die Katze in einen Hohlraum gerutscht sein.

Der den Angaben zufolge etwa acht Wochen alten "Carly", wie sie demnach mittlerweile getauft wurde, hat ein Tierarzt beste Gesundheit bescheinigt, wie Karbe sagte. Eine Kollegin des Autohändlers, für den die Autowerkstatt als externer Dienstleister arbeite, habe sich der Katze angenommen.

RND/dpa