Seniorin bekommt Schranke aufs Autodach – und fährt danach weiter

Unfallflucht

Wenn einem eine Bahnschranke aufs Autodach schlägt, sollte man dies eigentlich bemerken. Eine Autofahrerin in Unna hat es allerdings nicht. Nun wird sie von der Polizei gesucht wegen Unfallflucht.

Unna

, 25.04.2021, 10:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Bahnübergang am Afferder Weg, hier auf einem Archivbild. Eine ältere Dame hat ihr Auto beim Halt unter dem Schlagbaum gestellt und nun vermutlich einen Dachschaden.

Der Bahnübergang am Afferder Weg, hier auf einem Archivbild. Eine ältere Dame hat ihr Auto beim Halt unter dem Schlagbaum gestellt und nun vermutlich einen Dachschaden. © HA-Archiv

Einen Unfall gar nicht bemerkt zu haben, zählt vermutlich zu den gängigsten Entschuldigungen, wenn die Polizei einen Unfallflüchtigen einmal zu fassen bekommt. Bei Parkplatzremplern mag dies noch glaubwürdig erscheinen. Weniger glaubhaft erscheint es bei einem Vorfall, zu dem es am Samstag am Bahnübergang des Afferder Weges gekommen ist.

Dort muss der „Unfallgegner“ bei der Fahrerin eines Kleinwagens regelrecht angeklopft haben: Es war eine Bahnschranke, die ihr aufs Dach schlug.

Dies geschah am Samstag um 14.10 Uhr. Am Bahnübergang Afferder Weg sprangen die Signalampeln auf Rot, die Schranken begannen, sich zu senken, aber ein Fahrzeug rollte dennoch bis kurz vor die Gleise, sodass sich die Halbschranke auf das Dach senkte. Mit dem Schlagbaum auf dem Auto wartete die Fahrern, bis der Zug vorbei war. Dann fuhr sie einfach weiter.

Ein vielleicht durchaus überraschter Zeuge, der im Gegenverkehr ordnungsgemäß angehalten und gewartet hatte, konnte sich zumindest einige Details des Vorgangs merken. Demnach habe es sich um einen silbernen Kleinwagen gehandelt. Die Dame am Steuer schätzte er auf etwa 60 bis 80 Jahre alt. Darüber hinaus geht die Polizei davon aus, dass am Wagen nun ein Dachschaden vorliegen müsse, der zur Überführung der Täterin dienen könnte. Die Bahnschranke wies nur einen geringen Sachschaden auf. Nach Überprüfung der Funktionsfähigkeit konnte der Bahnverkehr wieder freigegeben werden.

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