Bahnsperrung im Ruhrgebiet beginnt - große Verzögerungen erwartet

Bahnverkehr

Im Ruhrgebiet wird weiter an der Verbesserung des Schienenverkehrs gearbeitet. Dafür müssen Pendler ab sofort deutlich mehr Zeit einplanen. Ein Überblick, welche Linien betroffen sind.

Ruhrgebiet

11.09.2020, 06:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noch in dieser Woche müssen sich Reisende und Pendler im und durch das Ruhrgebiet auf ausfallende Züge und großräumige Umleitungen einstellen.

Noch in dieser Woche müssen sich Reisende und Pendler im und durch das Ruhrgebiet auf ausfallende Züge und großräumige Umleitungen einstellen. © picture alliance/dpa

Zehntausende Pendler müssen im Ruhrgebiet zwischen Essen und Duisburg ab heute mit längeren Fahrzeiten rechnen: Am Freitag (11. September) um 5.30 Uhr beginnt eine zehntägige Sperrung der wichtigen Bahnstrecke zwischen den Großstädten bis zum 20. September um Mitternacht. Ziel sind vor allem Arbeiten für das neue elektronische Stellwerk in Duisburg, das im Mai 2021 fertig werden soll.

Diese Linien sind betroffen:

RE 1 Duisburg Hbf – Essen Hbf über Mülheim (Ruhr) – Schnellbus

RE 1 Essen Hbf – Essen-Altenessen (nur nachts) – Schnellbus

RE 14 Bottrop Hbf – Essen Hbf ohne Zwischenhalt – Schnellbus

RE 14 Bottrop Hbf – Essen Hbf – Schienenersatzverkehr

RE 49 Oberhausen Hbf – Essen Hbf ohne Zwischenhalt – Schnellbus

RB 32 Duisburg Hbf – Essen-Altenessen - gültig montags bis sonntags – Schienenersatzverkehr

S1 Essen Hbf – Duisburg Hbf - gültig montags bis sonntags – Schienenersatzverkehr

S3 Oberhausen Hbf – Essen Hbf - gültig montags bis sonntags– Schienenersatzverkehr

S9 Essen-Dellwig Ost – Essen Hbf - gültig montags bis sonntags – Schienenersatzverkehr

Hier finden Sie alle Informationen der Bahn zu Umleitungen, Haltausfällen und Ersatzverkehr.

Insgesamt werden auf 28 Kilometern Kabel, Querungen und Weichenantriebe verlegt und vor allem Gleise im Raum Mülheim/Ruhr unter anderem für die modernen RRX-Züge erneuert, hatte die Bahn bereits Mitte August mitgeteilt. Es ist bereits die vierte Sperrung auf der Strecke seit dem Frühjahr 2018. „Aber jetzt sind wir auf der Zielgeraden mit unserem neuen Stellwerk“, sagte eine Bahnsprecherin.

Fahrzeit verlängert sich

Das neue Stellwerk soll zwei ältere Anlagen in Mülheim und Essen ersetzen; allein für das Stellwerk werden 2020 rund 15 Millionen Euro investiert. Geplant ist noch eine weitere und dann vorerst letzte Sperrung der Strecke im Dezember. Fernzüge halten wegen der Sperrung nicht in Bochum, Essen und den weiteren Bahnhöfen einschließlich Duisburg, sondern werden nördlich oder südlich umgeleitet. Die Fahrtzeit verlängere sich dadurch um zehn bis 15 Minuten, hieß es.

Zwischen den Bahnhöfen setzt die Bahn als Ersatz Busse ein und empfiehlt, andere Züge zu nutzen oder Bahnhöfe in der Nähe des Reiseziels - etwa Herne für Bochum oder Gelsenkirchen für Essen - anzusteuern.

dpa

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