Ballettgala IX in Dortmund: Spitzentanz der Traumpaare

DORTMUND Es war ein Abend der Traumpaare des Balletts, eine vielseitige Leistungsschau der Weltspitze des Tanzes. Eine natürlich euphorisch bejubelte, mehr als dreistündige Ballettgala IX vom Dortmunder Ballettchef Xin Peng Wang am Samstag und Sonntag im Dortmunder Opernhaus.

von Von Julia Gaß

, 29.03.2009, 14:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Kanadier Xuan Cheng und Jason Shipley-Holmes waren eines der vier internationalen Traumpaare und die Virtuosen unter den Fußakrobaten. Energie pur war der Pas-de-deux aus "Amjad" dieses 100 000 Volt-Paares mit rasant schnellen Pirouetten einer Ballerina, die wie ein Kreisel ist. Der "Mann mit den goldenen Händen" wird der kanadische Holmes auch genannt, weil er seine Wirbelwind-Primaballerina so sicher hält und führt in den Drehungen.

Die Kanadier Xuan Cheng und Jason Shipley-Holmes waren eines der vier internationalen Traumpaare und die Virtuosen unter den Fußakrobaten. Energie pur war der Pas-de-deux aus "Amjad" dieses 100 000 Volt-Paares mit rasant schnellen Pirouetten einer Ballerina, die wie ein Kreisel ist. Der "Mann mit den goldenen Händen" wird der kanadische Holmes auch genannt, weil er seine Wirbelwind-Primaballerina so sicher hält und führt in den Drehungen.

Klassiker, zwei mit Höchstschwierigkeiten gespickte Petipa-Choreografien aus dem "Talisman" und "Don Quichotte", präsentierte das kubanische Traumpaar Viengsay Valdés und Elier Bourzac. Waghalsige Hebefiguren und Positionen zeigten die Südamerikaner in atemberaubender Perfektion und Präzision. Es fehlt nicht viel, dann fliegt dieser Solotänzer, der so hoch sprang wie kein anderer an diesem Abend.

Anmut in Vollendung zeichnet das Traumpaar der letzten Gala vor anderthalb Jahren aus: das Drehwunder Iana Salenko und Marian Walter vom Staatsballett Berlin. Im Schwanensee-Pas-de-deux aus dem schwarzen Akt und der Walzerfolge aus "Giselle" erlebten die Tanzfreunde superklassischen Spitzentanz in größtmöglicher Harmonie. - Zum Dahinschmelzen schön und ästhetisch.

Wie eine Feder schwebte Dace Radina, Primaballerina vom Ungarischen Staatsballett, im Pas-de-deux aus "Spartakus" mit ihrem Partner Tamás Solymosi und starb in seinen Abend in einer wundervollen Choreografie zu Musik von Wagner Isoldes Liebestod. Mehr Ausdruck kann Ballett kaum haben.

Die Dortmunder Compagnie bot mit zehn Beiträgen in der von Operntenor Hannes Brock moderierten Gala ein da capo vieler Lieblings-Choreografien der vergangenen Jahre, darunter noch einmal Mark Radjapovs ausdrucksstarkes "Abgeschminkt"-Solo zu Musik von Nina-Hagen und das Rossini-Solo von Primaballerina Monica Fotescu-Uta. Ensemble-Szenen von Wangs "Mozart", "Krieg und Frieden" und seinem ersten Vivaldi-Piazolla-Abend sowie die witzigen "Rossini Cards" von Bigonzetti mit Sprung in den Orchestergraben zeigten wieder, wie vielseitig die Dortmunder Compagnie ist und wie gut sie an der Weltspitze mittanzen kann.

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