"Biutiful": Wo die Globalisierung ihren Müll ablädt

Im Kino

Wer sich auf Filme von Alejandro González Iñárritu einlässt, muss stark sein. Feel-Good-Movies stehen nämlich nicht auf der Agenda des mexikanischen Regisseurs, der mit „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“ bereits drei Mal schwere Kinokost abgeliefert hat. Zu den drei herausragenden Werken der Elendsbetrachtung gesellt sich nun ein viertes: Biutiful". Es ist ein Meisterwerk.

von Von Klaus-Peter Heß

, 14.03.2011, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Uxbal vermittelt illegale chinesische Einwanderer an Bauunternehmer, macht Geschäfte mit dealenden schwarzafrikanischen Flüchtlingen, er schmiert die Polizei. Ab und zu spricht er mit Toten und übermittelt ihre Botschaften gegen Geld an die Hinterbliebenen. Manchmal fühlt er sich auf merkwürdige Weise sogar verantwortlich für das, was er tut. Seitdem Uxbal von seiner Krebserkrankung erfahren hat, versucht er seinen Abgang zu regeln und seinen Kindern eine halbwegs geordnete Zukunft zu sichern. All das zu sehen, ist kein reines Vergnügen, aber ganz große Kunst.

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