Bruschetta selbst machen: So gelingt die italienische Vorspeise

Vorspeisen

Die Bruschetta ist ein wahrer Antipastiklassiker aus Süditalien. Wie der knusprige Leckerbissen selber zubereitet wird und welche Variationen es gibt, erfahren Sie hier.

04.03.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gute Bruschetta zu machen, ist gar nicht schwer.

Gute Bruschetta zu machen, ist gar nicht schwer. © picture alliance / Doreen Hassek/dekoreenberlin.blogspot.de/dpa-tmn

Lust auf ein bisschen Italien auf dem sommerlichen Vorspeisenteller? Knusprige Bruschette gehören zu den kulinarischen Italien-Klassikern und sind noch dazu schnell und einfach gemacht. Die Bruschetta (von italienisch „bruscare“, was soviel bedeutet wie rösten) war ursprünglich nicht mehr als eine trockene, übrig gebliebene Brotscheibe. Mit Olivenöl beträufelt, etwas Knoblauch eingerieben und ein wenig gesalzen kam sie zum Rösten in die Pfanne.

Erfunden wurde die Bruschetta angeblich von italienischen Feldarbeitern, die aus wenig Zutaten möglichst viel herausholen mussten. Heute gibt es das einfache Essen in vielfältigen, regionalen Variationen. Ob als Snack für zwischendurch oder klassisch als Vorspeise zum Hauptgericht – die Bruschetta ist neben Pizza und Pasta aus der Küche Italiens nicht wegzudenken. So gelingt der Klassiker zu Hause:

Bruschetta-Rezept: So geht die klassische Bruschetta

Ciabatta, Tomaten, Knoblauch, Olivenöl – mehr Zutaten braucht es für die selbstgemachte Bruschetta nicht. Wichtig ist, dass die Tomaten über genügend Aroma verfügen. Wer sich unsicher ist, sollte vorab einen Probekauf machen und so die beste Sorte ermitteln. Auch beim Olivenöl sollte man nichts dem Zufall überlassen. Am besten eignen sich kaltgepresste Öle.

Mit unserem Schritt-für-Schritt-Rezept gelingt Ihnen die selbstgemachte Bruschetta im Handumdrehen. Natürlich muss es dabei nicht bleiben – die knusprig gerösteten Brotscheiben eignen sich bestens zum Experimentieren.

Zutaten für klassische Bruschetta

Für etwa vier Portionen brauchen Sie:

  • 1 Ciabattabrot (oder anderes Weißbrot mit Kruste)
  • 400 g Cocktailtomaten
  • 4–5 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1/2 Bund Basilikum
  • Je nach Geschmack 2–4 Knoblauchzehen

Zubereitung

Zunächst das Brot in Scheiben schneiden, zwei Knoblauchzehen halbieren und die Brotscheiben damit einreiben. Dann wandern die Scheiben bei mittlerer Hitze in die Pfanne und werden in etwas Olivenöl goldbraun angebraten. Alternativ können Sie die Brotscheiben mit Olivenöl bestreichen und im Ofen bei 180 Grad für ein paar Minuten aufbacken.

In der Zwischenzeit die Tomaten vierteln, von den Kernen befreien und würfeln. Wer vor Knoblauch nicht zurückschreckt, kann noch ein bis zwei Zehen fein hacken und mit den Tomaten vermengen. Das Basilikum hacken und der Tomatenmischung beigeben. Einige Blätter zum Garnieren übrig lassen.

Das geröstete Brot mit der Tomatenmischung belegen und etwas Basilikum als Topping verwenden – alternativ macht sich hier übrigens auch Rucola gut. Fertig ist die traditionelle Bruschetta.

Wenn es mal schnell gehen muss

Keine Zeit fürs Tomatenschneiden? Im Notfall können Sie auch zu gehackten Tomaten aus der Dose greifen, von denen fast immer die eine oder andere Dose im Vorratsschrank zu finden ist. Vorher unbedingt die Flüssigkeit abtropfen lassen. Dann noch ein bisschen mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem normalen Rezept fortfahren.

Bruschetta-Variationen

Obwohl die klassische Zubereitung gerade durch ihre Einfachheit besticht, spricht nichts dagegen, das Ursprungsrezept mit anderen Zutaten zu verfeinern. „Erlaubt ist, was gefällt“ – das gilt auch für das Experimentieren mit Bruschetta-Variationen. Hier einige Ideen und Inspirationen:

  • Überbackene Bruschetta – Schieben Sie die Brotscheiben gemeinsam mit dem Belag in den Ofen und streuen Sie vorher noch ein wenig Parmesan drüber. So entstehen in wenigen Minuten kleine Minipizzen.
  • Bruschetta mit Paprika – In Kalabrien und anderen Regionen Italiens wird Bruschetta traditionell zusätzlich mit gegrillter Paprika und Oregano zubereitet.
  • Bruschetta mit Fleisch – Für deftige Bruschetta-Variationen eignen sich Parma-Schinken oder italienische Salami. In einigen Ortschaften findet auch italienische Leberwurst ihren Weg auf das Röstbrot.
  • Ansonsten gilt: Ausprobieren! Ob Lachs, Avocado, Fetacreme, Frischkäse oder Datteln, Auberginen und Pecorino – lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Bruschetta oder Brusketta? Was ist die richtige Aussprache?

Zu guter Letzt lösen wir noch ein kleines Rätsel rund um den beliebte Snack: die richtige Aussprache. Denn spätestens im Restaurant wird es für so manchen Fan italienischer Speisen unangenehm, wenn es an die Bestellung der knusprigen Vorspeise geht. Richtig ist es so: [brus’ketːa], also Brusketta. Die Kombination aus „s“ und „ch“ wird im Italienischen als „s’k“ ausgesprochen.

RND/do

Lesen Sie jetzt