Bübische Hände

Emmanuelle Pagano

Vier Frauen und ein Geheimnis. In Emmanuelle Paganos Roman "Bübische Hände" redet jede Frau mit sich selbst, keine über die schreckliche Tat. An der Sprache kann man die Putzfrau, die Gattin eines reichen Winzers, die pensionierte, gehörlose Lehrerin im Seniorenheim und das zehnjährige Mädchen kaum unterscheiden.

von Von Julia Gaß

, 07.04.2011, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bübische Hände

Die 41-jährige Französin erzählt den Monolog-Roman in einer einfühlsamen Sprache, die so geheimnisumwoben ist wie die grausame Gewalttat. Es ist ein Buch voller Lebenslügen und Erinnerungen, in dem Versuche zu Vergessen und Schweigen dominieren. Wie gleichgültig Menschen nebeneinander her leben, wird deutlich, allerdings macht Pagano es den Lesern nicht ganz leicht, sich in die Geschichte hineinzufinden.Emmanuelle Pagano: Bübische Hände, Wagenbach, 16,90 , ISBN 978-38 03 13 23 69 .

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