Bund und Länder peilen Lockdown-Verlängerung bis Ende Februar an

Coronavirus

Bund und Länder bereiten wohl eine Verlängerung des Lockdowns um zwei Wochen vor. Ab Anfang März könnte dann wieder gelockert werden - wenn die Zahlen das zulassen.

Berlin

08.02.2021, 16:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), nimmt neben Markus Söder (CSU, r), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, sowie Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, an der Pressekonferenz nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen teil.

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Bund und Länder bereiten eine Verlängerung des Lockdowns über den 14. Februar hinaus vor, nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) um möglicherweise zwei Wochen. Gleichzeitig soll bei der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch bereits eine „sichere und faire Öffnungsstrategie“ vorgelegt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte am Montag in CDU-Beratungen nach Angaben von Teilnehmern zur Vorsicht bei Lockerungen und pochte auf einen weiteren Rückgang der Neuinfektionen in den nächsten zwei Wochen. Ihr Regierungssprecher Steffen Seibert sagte mit Blick auf die sinkenden Zahlen der Neuinfektionen: „Die zweite Welle ist gebrochen.“ Es bestehe aber eine reale Gefahr durch die Mutation des Virus.

Seibert beschrieb die Lage als „Gemisch von Erfolg und Risiko“. Es müsse mit größter Vorsicht vorgegangen werden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) rechne mit einem weiteren Anstieg von Infektionen mit dem mutierten Virus.

Sorge vor der Mutation aus England

Am vorigen Freitag hatte das RKI von einem Anteil von rund sechs Prozent der britischen Variante an der Zahl der Neuinfektionen gesprochen. Die Erfahrung in anderen Ländern zeigt, dass sich diese Zahl binnen weniger Wochen vervielfachen kann. Seibert sagte, die Öffnungsstrategie solle „sinnvoll“, „fair“, „sicher“ und „gerecht“ werden. Sie solle verhindern, dass die Sieben-Tage-Inzidenz wieder nach oben schieße. Das von Merkel beschriebene Ziel ist, die Inzidenz auf 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche zu senken.

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Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen sprechen. Corona-Beschränkungen mit der Schließung zahlreicher Einrichtungen sind vorerst bis 14. Februar vereinbart. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt bundesweit nun bei 76, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag bekannt gab.

RND

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