Bundesregierung: Weitere Änderungen bei Impfreihenfolge wahrscheinlich

Corona-Impfung

Die Bundesregierung stellt die Bevölkerung auf weitere Anpassungen bei der Impfreihenfolge ein. Man könne nicht von heute bis August in „Stein meißeln“, wer wann geimpft werde, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zugleich warb er für Vertrauen in den Impfstoff von Astrazeneca.

25.02.2021, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im März beginnt die Impfung der Personen in Impfstufe zwei.

Im März beginnt die Impfung der Personen in Impfstufe zwei. © picture alliance/dpa

Die Bundesregierung hält es für wahrscheinlich, dass die Reihenfolge der Impfungen gegen Covid-19 in den kommenden Monaten noch einmal angepasst wird. „Wir können nicht von heute bis August in Stein meißeln, wer wann geimpft wird“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Dass Kita-Beschäftigte und Lehrkräfte an Grundschulen nun in der Priorität nach oben gerückt seien, „zeigt ja, dass es da wo notwendig, eine Flexibilität gibt“, fügte er hinzu.

Gleichzeitig warb er für Vertrauen in den Astrazeneca-Impfstoff, den Impfberechtigte oft nicht haben wollen. „Er ist wirksam, er ist sicher“, sagte Seibert. Es sei in der Tat so, dass bis Dienstag nur 15 Prozent der bisher vom Hersteller Astrazeneca gelieferten Impfdosen verabreicht worden seien, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hanno Kautz.

„Es muss nichts liegenbleiben“

Gleichzeitig betonte er: „Es muss nichts liegenbleiben.“ Schließlich gebe es die Möglichkeit, in einem solchen Fall zwischen den verschiedenen Prioritätsgruppen zu wechseln. Einige Bundesländer machten davon bereits Gebrauch. Der Astrazeneca-Impfstoff hat eine etwas geringere Wirksamkeit als die Produkte von Biontech/Pfizer und Moderna, aber mit 70 bis 80 Prozent Wirksamkeit nach Expertenmeinung immer noch eine gute.

Der Ethikrat und die Ständige Impfkommission hätten angesichts der anfänglichen Impfstoff-Knappheit einen grundlegenden Maßstab für die Priorisierung der einzelnen Risiko- und Berufsgruppen geliefert, sagte Seibert. Dies sei sehr wichtig gewesen. Gleichzeitig werde es aber immer ein gewisses Maß an Flexibilität geben müssen.

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RND/dpa

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