Bundestag beschließt Erhöhung der Hartz-IV-Sätze

Sozialhilfe

Der wenige Wochen zuvor vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf musste noch einmal im Bundestag nachgebessert werden. Jetzt muss noch der Bundesrat grünes Licht geben.

Berlin

06.11.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die monatlichen Hart-IV-Regelsätze sollen erhöht werden.

Die monatlichen Hart-IV-Regelsätze sollen erhöht werden. © picture alliance/dpa

Die rund 5,6 Millionen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland dürfen im kommenden Jahr auf etwas mehr Geld hoffen. Der Bundestag beschloss am Donnerstagabend eine leichte Erhöhung der monatlichen Regelsätze. Danach bekommt ein alleinstehender Erwachsener künftig 446 Euro im Monat - 14 Euro mehr als bisher. Allerdings muss nach dem Bundestag auch noch der Bundesrat zustimmen.

Wenn die Länderkammer grünes Licht gibt, steigt der Satz für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren um 45 Euro auf 373 Euro, der für Kinder bis fünf Jahren um 33 auf dann 283 Euro.

Für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren ist mit monatlich 309 Euro ein Plus von lediglich einem Euro vorgesehen - diese Altersgruppe hatte nach Angaben des Sozialministeriums bei der letzten Neuberechnung jedoch überdurchschnittlich stark profitiert.

Regelsätze sollten weniger stark steigen

Neben der jährlichen Anhebung analog zur Lohn- und Preisentwicklung werden die Hartz-IV-Sätze alle fünf Jahre neu festgelegt, wenn die neue Einkommens- und Verbrauchsstichprobe vorliegt. Das Ergebnis der jüngsten Stichprobe war im September dieses Jahres vorgelegt worden.

Der wenige Wochen zuvor vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf musste deshalb noch einmal im Bundestag nachgebessert werden, denn ursprünglich sollten die Regelsätze weniger stark steigen.

RND

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