Burger King will schicker und teurer werden – und zieht in Tankstellen ein

Fast-Food-Konkurrenz

Burger King ist hinter McDonalds die Nummer zwei der US Schnellrestaurantketten. Damit will sich das Unternehmen nicht abfinden und investiert – nicht nur in bestehende Filialen.

München

02.12.2019, 15:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Burger King will schicker und teurer werden – und zieht in Tankstellen ein

Burger King will weg vom Billig-Image. © dpa

Die US-Schnellrestaurantkette Burger King will weg aus der Billig-Ecke. Nach der Modernisierung vieler Filialen mit neuem, schickeren Design wird nun auch die bisher fleischlastige Speisekarte aufgepeppt. „Wir setzen bei unserer Strategie zunehmend auf höherwertige Produkte“, sagte Deutschland-Chef Carlos Baron in München. „Kern unserer Marke sind die auf offener Flamme gegrillten Burger, dem wollen wir treu bleiben. Darüber hinaus wollen wir aber auch neue Zielgruppen ansprechen.“

Die Modernisierung der Restaurants zahle sich aus, sagte der Manager. „In den neu gestalteten Restaurants haben wir einen etwa zehn Prozent höheren Umsatz. Die Gäste bleiben länger, weil sie sich in einer angenehmeren Umgebung wohl fühlen, und bestellen höherwertige Premiumprodukte.“

130 Restaurants in Esso-Tankstellen

Dabei arbeitet die Kette nach Angaben seines Deutschland-Chefs hauptsächlich mit großen Franchisenehmern zusammen, so an Bahnhöfen mit der Station Food GmbH, an der die Deutsche Bahn mit ihrer Tochter Station & Service AG beteiligt ist. „In Kooperation mit Echo werden wir in den nächsten fünf Jahren 130 Restaurants in Esso-Tankstellen eröffnen, das erste davon in Kürze in Frankfurt“, sagte Baron.

250 neue Filialen in Deutschland

Geplant sind in Deutschland insgesamt 250 neue Filialen, derzeit sind es etwa 750. „Um auf die Zahl von 1000 Restaurants in Deutschland zu kommen, müssen wir zusätzlich zur Kooperation mit Echo also noch einmal 120 Restaurants eröffnen“, sagte Baron. „Das sind etwa 30 im Jahr.“

Die Expansion soll zwar hauptsächlich mit größeren Franchisenehmern bewerkstelligt werden, Burger King will jedoch die kleinen Gastronomen nicht verlieren. „Manche betreiben nur ein Restaurant und machen ausgezeichnete Arbeit“, sagte Baron. „Ein Vertrag läuft über 20 Jahre, das ist wie eine Ehe. Dafür ist Vertrauen auf beiden Seiten notwendig.“

RND/dpa

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