BVB-Anschlag vor Gericht, immer mehr Rentner bei Tafeln, Dark geht weiter

Das Morgen-Update

Immer mehr Rentner leben von den Lebensmitteln der Tafeln, der Attentäter des Bombenanschlags auf den BVB steht ab heute vor Gericht. Eine Frau klagt wegen Folgeschäden nach einer Grippeschutzimpfung vor dem Bundesarbeitsgericht, Netflix dreht eine zweite Staffel von Dark, angebranntes Essen hat einen Schaden von rund 100.000 Euro verursacht - hier ist das schnelle Morgen-Update.

NRW

, 21.12.2017, 08:05 Uhr / Lesedauer: 4 min
BVB-Anschlag vor Gericht, immer mehr Rentner bei Tafeln, Dark geht weiter

Das Wetter:

Trübe Ausscihten: Die Wolken halten sich hartnäckig über NRW. Dazu kommt leichter Regen, der aber immerhin am Nachmittag aufhören soll.Es wird 5 bis 9 Grad warm.

Der Verkehr:

 

Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Immer mehr Rentner werden von den Tafeln mit kostenlosen Lebensmitteln versorgt. Nach Angaben des Bundesverbandes der Tafeln hat sich ihre Zahl binnen zehn Jahren verdoppelt. „Fast jeder vierte Tafelkunde ist mittlerweile Rentner. Das sind in etwa 350.000 Menschen“, sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. 007 seien noch gut 12 Prozent der Bedürftigen Senioren gewesen. Nach Angaben des Dachverbandes gibt es hierzulande mehr als 900 Tafeln, die regelmäßig bis zu 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgen.
  • Bei dem Einsatz gegen einen drohenden Dammbruch an einem Stauteich in Ratingen haben die Einsatzkräfte eine Übergangslösung gefunden. Der Teich im Stadtteil Hösel sei stabilisiert worden, teilte die örtliche Feuerwehr in der Nacht zum Donnerstag mit. „Inzwischen wurde eine Verbindung zwischen der Wasserfläche und den noch funktionsfähigen Teilen der vorhandenen Ablaufrohre geschaffen, über die das Becken jetzt entwässert wird“, hieß es. Am Mittwoch hatte ein Tiefbauunternehmen damit begonnen, sich zu den Ablaufrohren vorzuarbeiten.
  • Der FC Bayern München hat das Pokal-Viertelfinale erreicht und den Titelverteidiger Borussia Dortmund ausgeschaltet. Die Münchner gewannen mit 2:1 gegen den BVB. Zuvor hatten Werder Bremen und Bayer Leverkusen ihre Achtelfinal-Begegnungen gewonnen. Werder setzte sich mit 3:2 gegen den SC Freiburg durch, Bayer Leverkusen gewann mit 1:0 bei Borussia Mönchengladbach. Die Partie hatte vor 49 016 Zuschauern im Borussia-Park mit zehnminütiger Verspätung begonnen, weil um das Stadion herum Verkehrschaos herrschte.

  • Der Energieverbrauch in Deutschland ist in diesem Jahr um 0,8 Prozent gestiegen. Das ergab eine Vorausberechnung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Für den Anstieg des Energieverbrauchs auf 461,5 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten sei vor allem die gute Konjunktur verantwortlich, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft. Die energiebedingten CO2-Emissionen blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
  • Der Aufsichtsratschef von Siemens, Gerhard Cromme, hat die geplanten Werksschließungen und den Stellenabbau des Unternehmens verteidigt. Er sei „fest davon überzeugt“, dass der Kurs von Vorstandschef Joe Kaeser richtig sei, sagte Cromme der „Süddeutschen Zeitung“. Der Abbau von knapp 7000 Jobs in der Kraftwerkstechnik weltweit und die geplante Schließung von Standorten seien unausweichlich. „Die Nachfrage ist dramatisch eingebrochen und wird nicht wieder das alte Niveau erreichen“, so Cromme.
  • Angebranntes Essen hat in Heiden (Kreis Borken) in einem Zweifamilienhaus einen Schaden von rund 100.000 Euro verursacht. Auf dem Herd sei am Abend ein Topf vergessen worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Von dort aus griff das Feuer auf die Wohnung über. Der hohe Schaden entstand durch die Flammen und das Löschwasser. Verletzt wurde niemand.
  • Die erste in Deutschland produzierte Netflix-Serie wird fortgesetzt. Von „Dark“ werde eine zweite Staffel gedreht, teilten der US-Streamingdienst und das Produktionsunternehmen Wiedemann & Berg in München mit. Zur Begründung hieß es, dass die erste auf zehn Teile angelegte Staffel der Mysteryserie „eine der am meisten gesehenen nicht-englischsprachigen Serien auf Netflix“ gewesen sei. „Dark“ war am 1. Dezember fast weltweit bei dem Streamingdienst angelaufen, der international nach eigenen Angaben 109 Millionen Abonnenten hat.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Acht Monate nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund beginnt in Dortmund der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter. Sergej W. soll laut Staatsanwaltschaft versucht haben, Fußballspieler des BVB zu töten, um bei Wertpapier-Spekulationen abzukassieren.

  • Schmerzensgeldforderungen wegen Folgeschäden durch Grippeschutzimpfungen beschäftigen die Richter am Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Die Klage einer Arbeitnehmerin aus Baden-Württemberg landete beim höchsten deutschen Arbeitsgericht, weil die Frau von einem Betriebsarzt in ihrer Mittagspause geimpft wurde.
  • Nach der Festnahme eines terrorverdächtigen Deutschen wird der Mann heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Spezialkräfte der Polizei hatten den 29-Jährigen gestern in Karlsruhe festgenommen. Er sei dringend verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben, teilte der Generalbundesanwalt mit. Demnach soll der Mann in Karlsruhe einen Anschlag geplant- und die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützt haben.
  • Vor dem Landgericht Freiburg wird der Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. fortgesetzt. Es ist der letzte Prozesstag in diesem Jahr. Es handelt sich dabei den Angaben zufolge um einen Kurztermin, bei dem lediglich Urkunden verlesen werden. Zeugen werden keine gehört. Ein Urteil wird es frühestens Mitte März geben.
  • Im Prozess um einen eskalierten Knöllchenstreit wird das Urteil gegen einen Vater und seine zwei Söhne erwartet. Im November 2016 sollen die drei Männer Polizisten in Düren mit Tritten und Faustschlägen angegriffen und verletzt haben. Dabei soll der 29 Jahre alte Hauptangeklagte einem Polizisten mit einem Radmutterschlüssel die Augenhöhle zertrümmert haben.
  • Nach Monaten der Krise wählt die spanische Region Katalonien heute ein neues Regionalparlament. Mit Spannung wird erwartet, ob die separatistischen Parteien erneut eine mehrheitsfähige Koalition bilden können und ihre Unabhängigkeitsbestrebungen fortsetzen, oder ob die Wahl die Situation normalisiert. Umfragen zufolge könnte das Ergebnis sehr knapp sein. Rund 5,5 Millionen Katalanen sind zu den Urnen gerufen. Beobachter erwarten eine Wahlbeteiligung von über 80 Prozent.
  • Bei der Abwicklung der insolventen Air Berlin stehen weitere Schritte an. Zum einen endet am Mittag die Bieterfrist für die insolvente österreichische Fluggesellschaft Niki. Zum anderen läuft heute die Prüffrist der EU-Kommission für den geplanten Verkauf einer weiteren Air-Berlin-Tochter ab, der Luftfahrtgesellschaft Walter.
  • Der Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zu den Krawallen beim G20-Gipfel befasst sich mit der Zusammenarbeit von Polizei und Geheimdiensten. Dabei soll es vor allem um die Erkenntnisse zu linksextremistischen Gewalttätern gehen, die den Behörden vor dem Gipfel führender Industrie- und Schwellenländer im vergangenen Juli vorlagen.

Hier geht es zum Newsletter aus der Chefredaktion.

Heute vor...

...15 Jahren starben bei einem Absturz eines Bundeswehr-Hubschraubers nahe der afghanischen Hauptstadt Kabul sieben Soldaten.

Das ist in den sozialen Netzwerken los: