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Brunnenanriss und Sitzgruppe aus mächtigem Stein

An der Dorfstraße

Im Ausschuss für Stadtentwicklung erkundigte sich Ingo Boxhammer für die Linke despektierlich nach der Unterkunft der Familie Feuerstein. An anderer Stelle ist die Rede von der Steinzeit in Frohlinde. Für Friedel Schlünder ist das Ganze einfach nur ein Projekt, das er möglichst bald fertiggestellt sehen möchte.

FROHLINDE

von Von Abi Schlehenkamp

, 01.11.2012

Worum geht's denn nun beim vermeintlichen Zuhause von Fred und Wilma Feuerstein auf einem kleinen, öffentlichen Grundstück an der Dorfstraße? "Um eine Idee von mir, an dieser Stelle an die dörfliche Vergangenheit Frohlindes zu erinnern", berichtet Friedel Schlünder. Er ist seit vielen Jahren vor Ort engagiert als Heimatforscher und -bewahrer und lang am Ball gewesen bei den Frohlinder Heften im Gespräch mit unserer Redaktion.

 Der mittlerweile 80-Jährige weist gleich energisch zurück, was im Rathaus kolportiert wurde: Dass der mächtige Tisch und die Sitz-Steine samt Brunnen-Anriss ohne Genehmigung auf der etwa 100 Quadratmeter großen Fläche aufgestellt worden seien. Vor anderthalb Jahren, betont Schlünder, habe er einen Antrag mitsamt Zeichnung an die Stadt gestellt und der sei positiv beschieden worden. "Uns geht's um den dörflichen Charakter", so Schlünder. Von dem immer weniger erhalten sei.

 Der öffentliche Zipfel vor Privatgrundstücken passe genau für die Steine und den Tisch - Ruhrsandstein aus dem Steinbruch in Herdecke. Dort befanden sich früher mit Reinold, Berthold und Vierhaus drei Bauernhöfe, die das Leben im frühen Frohlinde entscheidend prägten, erzählt Schlünder.  Die kleinen Steine in der Tisch-Landschaft, die originär nicht als Picknick-Stätte gedacht ist, wie der 80-Jährige klarstellt, sind alte Bordsteine von der Dorfstraße. "Bei allen Parteien vor Ort herrscht Konsens, dass dies eine gute Sache ist", sagt Schlünder und fegt das Kastanienlaub beiseite.

Für ein Jahr hat er zugesagt, die Pflege zu übernehmen, wenn der Platz fertiggestellt ist. Mit Wiese drumherum oder Schotter - das ist noch die Frage. "Ein Gespräch mit der Stadt steht noch aus", sagt er. Zumal auch der Kunst- und Gestaltungsbeirat angeblich mit im Boot sitzen soll. "Eine Regelung haben wir noch nicht gefunden", bestätigte der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt im Ausschuss. Auf jeden Fall gebe es in Frohlinde ein sehr ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement.  

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