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Feuerwehr übte den Umgang mit gefährlichen Stoffen

Am Westring

Das Großaufgebot an Feuerwehrleuten kurz vor dem Gartencenter Augsburg war zum Glück nicht in ernster Mission unterwegs. Am Samstagmorgen wurde am Westring lediglich der Ernstfall geübt.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 04.11.2012

Die Jahresübung der Feuerwehren im Kreis Recklinghausen fand diesmal auf dem Gelände der Tankreinigungsfirma Czerwinski statt. Rund 70 Feuerwehr-Einsatzkräfte übten den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern. Auf folgendes Szenario galt es, richtig zu reagieren: Der Fahrer eines Tanksattelzuges bemerkt während der Fahrt einen Austritt von Essigsäure und steuert das Firmengelände an der Engellaustraße an. Das Leck befindet sich im Bereich des hinteren Auslaufs seines Tankaufliegers. Der Fahrer versucht zunächst selber die Leckage abzudichten. Hierbei wird er durch den austretenden Stoff kontaminiert und verätzt sich an den Unterarmen, den Beinen und an den Augen.

 Neben der Versorgung des Fahrers war es für die Einsatzkräfte wichtig, das Leck unter Kontrolle zu bekommen und ein Ausbreiten der Essigsäure auf die Umgebung zu verhindern. „Zum Glück“, erklärte Feuerwehrsprecher Michael Brudek, „haben wir solche Gefahrgut-Einsätze nur selten. Der letzte Echt-Einsatz war vor etwa fünf Jahren auf der A45. Weil solche Einsätze so selten, muss man sie aber üben, damit dass Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzgruppen dann auch klappt, wenn es drauf ankommt.“  Bewusst war der Katastrophen-Stab der Stadt über die Übung nicht informiert worden. „Als wir am Samstagmorgen alarmiert haben, waren aber sofort genügend Mitarbeiter zur Stelle. So hätte man im Ernstfall auch Teile der Bevölkerung evakuieren können“, stellte Michael Brudek zufrieden fest. Hätte es im Ernstfall etwa zehn Stunden gedauert, um die gefährliche Chemikalie zu kontrollieren, so endete die Übung der Feuerwehr nach gut vier Stunden. 

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