Chaos bei der US-Wahl: Technische Defekte verzögern Stimmenauszählung

Trump gegen Biden

In der US-Präsidentschaftswahl kam es zu mehreren technischen Pannen. Die ersten Stimmabgaben verzögern sich - und auch mit der Briefwahl gibt es Probleme.

04.11.2020, 00:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schon jetzt gibt es bei der US-Wahl einige Pannen, die die ersten Auszählungen behindern.

Schon jetzt gibt es bei der US-Wahl einige Pannen, die die ersten Auszählungen behindern. © picture alliance/dpa

In einem der wahlentscheidenden „Swing-States“ in der US-Präsidentschaftswahl im Bundesstaat North Carolina musste die Abstimmung in vier Wahllokalen kurzfristig verlängert werden, wie der amerikanische Fernsehsender „CNN“ berichtet. Grund dafür waren Probleme mit den Druckern für die Stimmzettel, weswegen die Wahllokale bis zu eine Stunde länger als geplant offenbleiben.

Das verschiebt jedoch auch die ersten Zwischenergebnisse in der Wahl zwischen Joe Biden und Donald Trump. Denn traditionell wird mit der Auszählung der Stimmen erst begonnen, wenn alle Wahllokale geschlossen sind.

Desinfektionsmittel legt Wahlscanner lahm

Auch im Bundesstaat Iowa verzögern technische Probleme den Wahlbetrieb: Zum Schutz vor dem Coronavirus wurde in der Stadt Des Moines Hand-Desinfektionsmittel für die Wähler bereitgestellt. Dieses vertrug sich aber nicht gut mit den Scannern für die Stimmabgabe.

Auf dem Gerät habe sich nach einiger Zeit so viel Desinfektionsmittel angesammelt, dass er nicht mehr funktioniert habe, sagte Sprecher Kevin Hall. Das Wahllokal musste für eine Stunde geschlossen. Dementsprechend verspätet sich auch hier die erste Auszählung.

Durchsuchung von 24 Verteilzentren angeordnet

Währenddessen hat ein US-Bundesgericht die Durchsuchung von 24 Verteilzentren der Post veranlasst. In ihnen soll nach verbliebenen Briefwahlzetteln gefahndet werden, die umgehend versandt werden, müssen damit deren Adressaten noch wählen können.

Bereits im Vorfeld war die Briefwahl im Präsidentschaftswahlkampf sehr umstritten. Trump stellte in seinen Reden immer wieder ihre Legalität infrage, während aus Bidens Lager immer wieder massive Kritik gegen den Chef der Post Louis DeJoy, ging.

Dieser war nicht nur erst durch Trump auf seinen Posten gekommen, als erste Handlung im Amt erließ er auch gleich mehrere Veränderungen in der US-Behörde, die dem Ruf der Post deutlich schädigten. So kamen vermehrt Briefe deutlich verspätet bei ihren Adressaten an.

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