Contra: Nein, die Warhol-Bilder dürfen nicht verkauft werden.

Versteigerung von Westspiel

Die geplante Warhol-Auktion in der Nacht von Mittwoch (12.11.) auf Donnerstag (13.11.) reißt Gräben auf. Es gibt viele Gegner, dass Westspiel die beiden Gemälde verkauft, aber auch Befürworter. Dies sind Stimmen, die gegen den Verkauf sind:

von Von Dorothea Hülsmeier (dpa)

, 11.11.2014, 12:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der 1963 entstandene "Triple Elvis" des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Warhol steht nicht auf der deutschen Kulturgutliste.

Der 1963 entstandene "Triple Elvis" des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Warhol steht nicht auf der deutschen Kulturgutliste.

Auch die in Berlin residierende Kulturstaatsministerin warnte Rot-Grün in NRW vor einem „Tabubruch“. Keine Landesregierung habe bisher „nationales Kulturgut“ veräußert, „um damit Haushaltslöcher zu stopfen“. Kunstwerke seien keine Spekulationsobjekte. „Sie zu veräußern, um klamme Staatskassen zu sanieren, wäre schlichtweg unanständig und ein Systembruch.“

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats warnte davor, dass als nächster Schritt die verschuldeten kommunalen Haushalte versucht sein könnten, sich mittels ihrer Kunstbestände zu sanieren.

Die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder (Berlin) und ehemalige Aachener Kulturdezernentin hält den Verkauf für leichtfertig. Sie bedauerte, dass die Warhol-Bilder nicht einem NRW-Museum übergeben worden seien. Wenigstens der Erlös der Auktion müsse zwingend der Kunstförderung in NRW zugute kommen.

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