Corona-Maßnahmen: Lauterbach fordert Kontrollen in Privatwohnungen

Coronavirus

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich für einen „Wellenbrecher-Shutdown“ und hat noch eine andere Idee. Er fordert Kontrollen in Privatwohnungen - und stößt damit auf Kritik.

Berlin

28.10.2020, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD.

Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD. © picture alliance/dpa

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts der stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen Kontrollen in Privatwohnungen. „Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann. Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“.

Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährdeten, müssten die Behörden einschreiten, so Lauterbach weiter.

Bei Twitter wurde die Forderung Lauterbachs mitunter scharf kritisiert. Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann etwa schrieb, Verhältnismäßigkeit müsse gewahrt bleiben.

Lauterbach selbst verteidigte sich bei Twitter. Natürlich gelte die „Unverletzlichkeit der Wohnung“, schrieb er. Aber man dürfe nicht zulassen, dass private Feiern stattfänden, wenn Kneipen geschlossen seien.

Lauterbach forderte in der „Rheinischen Post“ zudem erneut einen „Wellenbrecher-Shutdown“. „Wenn wir einen vollständigen Shutdown samt Schulen, Kitas und Betrieben verhindern wollen, brauchen wir spätestens ab kommender Woche Mittwoch einen zweiwöchigen Wellenbrecher-Shutdown mit einzelnen Ausnahmen, mit dem wir die massive zweite Welle brechen können“, sagte er der Zeitung.

RND

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