Corona-Selbsttest: Wie verhalte ich mich bei einem positiven Ergebnis richtig?

Corona-Test Pandemie

Corona-Selbsttests können Experten zufolge ein wichtiges Werkzeug zur Eindämmung der Pandemie sein. Allerdings ist der richtige Umgang mit einem Testergebnis entscheidend.

26.02.2021, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch ein negativer Corona-Selbsttest schließt eine Infektion mit Sars-CoV-2 nicht zu 100 Prozent aus.

Auch ein negativer Corona-Selbsttest schließt eine Infektion mit Sars-CoV-2 nicht zu 100 Prozent aus. © picture alliance/dpa

Nach den drei Sonderzulassungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sollen schon in den kommenden Tagen die ersten Corona-Selbstschnelltests auf den Markt kommen. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sieht die Selbsttests ebenfalls als Werkzeug zur Eindämmung der Pandemie. Er gab jedoch zu Bedenken, dass sie „keine Wunderwaffe“ sind – und auch Charité-Experte Frank Mockenhaupt betont, dass sie „nicht perfekt“ sind.

Damit Selbsttests wirklich im Kampf gegen das Coronavirus helfen können, ist ein gewissenhafter Umgang notwendig ist. Denn der Vizechef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, sagte dem RND, dass vor allem der Umgang mit einem positiven Testergebnis eine große Schwachstelle ist. Daher sollte man je nach Testresultat – also sowohl bei einem positiven als auch bei einem negativen Ergebnis – richtig handeln.

Der Corona-Selbstest ist positiv ausgefallen – was nun?

Wer bei einem Selbstschnelltest ein positives Ergebnis erhält, sollte dies zunächst durch einen im Labor analysierten PCR-Test bestätigen lassen, informiert das Bundesgesundheitsministerium. Denn Selbsttests haben eine höhere Fehlererrate als PCR-Tests. Bei einem positiven Selbsttest soll also zunächst der Hausarzt oder das Gesundheitsamt kontaktiert werden. Wichtig ist es hierbei, dass Betroffene so lange in Quarantäne bleiben, bis das Ergebnis vom PCR-Test bekannt ist. Wer auch nach der Laboruntersuchung positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde, muss sich an die Quarantänevorschriften halten, und sich demnach laut der Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung mindestens zehn Tage nach Krankheitsbeginn in häusliche Isolierung begeben.

Was passiert bei einem negativen Selbsttest?

Bei Selbsttests für den privaten Gebrauch gilt es stets zu beachten, dass auch ein negatives Testergebnis eine Infektion mit Sars-CoV-2 nicht zu 100 Prozent ausschließt. Zum einen, weil die Antigen-Schnelltests eine größere Virusmenge benötigen, um ein positives Ergebnis anzuzeigen, betont das RKI. Und zum anderen handelt es sich immer nur um eine Momentaufnahme – schon nach wenigen Stunden könnte der Test ein anderes Ergebnis liefern. Es wäre also falsch, dem Ergebnis des Selbsttests blind zu vertrauen.

Auch RKI-Präsident Wieler betonte, dass es auch bei einem negativen Selbsttest wichtig sei, sich und andere auch weiter durch Abstandhalten, Maskentragen, Hygiene und Lüften zu schützen. Besonders wenn Symptome einer Covid-19-Infektion auftreten oder Kontakt zu einer infizierten Person bestand, sollte eine mögliche Infektion am besten per PCR-Test abgeklärt werden.