Coronavirus in NRW: Erster neuer Lockdown in Deutschland verhängt – Liveblog

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Über den ersten Landkreis ist ein Lockdown verhängt. Schulen und Kitas bleiben bleiben dort für 14 Tage geschlossen, vor die Tür kann man nur nur mit triftigen Grund. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 20.10.2020, 06:45 Uhr / Lesedauer: 12 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 92.693 bestätigte Fälle - 72.800 Genesene - 1.963 Todesfälle. (Stand: 20.10.2020)
  • Über das Berchtesgadener Land in Bayern ist der erste Lockdown in der jetzigen Pandemie-Welle verhängt.
  • Im Kreis Unna gilt in Lünen, Schwerte, Werne und Fröndenberg eine Maskenpflicht in belebten Bereichen der Innenstädte. .
  • Mehrere Gastronomen haben Eilanträge gegen die Sperrstunde in NRW eingereicht
  • Laut NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) planen Bund und Länder eine deutschlandweite Maskenkontrolle im ÖPNV.
  • In NRW gilt in allen Hotspots eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr. Sie gilt in Kommunen mit einer 7-Tages-Inzidenz ab 50. Bereits ab 35 können Kommunen eine Sperrstunde einführen. Alle Regeln im Überblick finden Sie hier.

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Dienstag, 20. Oktober, 13.52 Uhr
Auch ein Wirt aus Bochum will die Sperrstunde kippen - mehrere Eilanträge
G
egen die NRW-weite Sperrstunde für Restaurants und Kneipen in Risikogebieten lagen am Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster am Dienstag bereits zwei Eilanträge vor: Sowohl ein Wirt aus Bochum will die Sperrstunde kippen als auch 19 Gastronomen aus Bonn, Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis, die laut Gericht gesammelt einen Eilantrag eingereicht haben. Die angekündigte Klage eines Bar-Betreibers aus Düsseldorf war am Dienstag laut OVG noch nicht eingegangen. Wann über die Eilanträge entschieden wird, steht laut einem Sprecher noch nicht fest.

Dienstag, 20. Oktober, 12.20 Uhr
GEW fordert Maskenpflicht im Unterricht - SPD drängt auf Konzepte
Wenige Tage vor dem Ende der Herbstferien ist in der Schullandschaft ordentlich Druck im Kessel. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will, dass die Maskenpflicht im Unterricht an allen Schulen in NRW nach den Herbstferien wiedereingeführt wird. Darüber hinaus forderte GEW-Landeschefin Maike Finnern am Dienstag eine Verkleinerung der Lerngruppen beziehungsweise Halbierung der Unterrichtsklassen.

Auch Die SPD-Opposition in NRW fordert unverzüglich Antworten von der Landesregierung, welche Corona-Schutzmaßnahmen nach den Herbstferien an den Schulen greifen sollen. „Es kann jedenfalls nicht sein, dass sie damit wieder erst kurz vor Ende der Ferien um die Ecke kommt und alle Beteiligten im Hauruck-Verfahren reagieren müssen“, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty.

Die Herbstferien enden in NRW an diesem Wochenende.


Dienstag, 20. Oktober, 11. 14 Uhr

Impfungen laut WHO erst Mitte 2021

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus Mitte 2021. Anfang nächsten Jahres sollten die Daten aus den abschließenden Phase-3-Studien vorliegen, sagte eine WHO-Expertin am Montag in Genf. Danach könnten die Entscheidungen zum Impfstart fallen.

Die WHO rechnet damit, dass die ersten Impfstoffe Mitte nächsten Jahres einsatzbereit sind.

Die WHO rechnet damit, dass die ersten Impfstoffe Mitte nächsten Jahres einsatzbereit sind. © picture alliance/dpa

Dienstag, 20 Oktober, 8.23 Uhr

Olympische Spiele in Tokio 2021 womöglich ohne internationale Fans

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, glaubt an die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio, hält einen Ausschluss von Zuschauern aus anderen Ländern aber für denkbar. Die Sportler, die Helfer und Journalisten könne man mit Quarantänemaßnahmen gut und sicher nach Japan bringen, sagte er in einem Interview der „Stuttgarter Zeitung“.

„Die Nachfrage nach Tickets vor Ort ist so groß, dass es problemlos möglich sein wird, die Stadien kurzfristig so zu füllen, wie es die Pandemie dann zulässt. Der Preis, den wir bezahlen müssen, ist, dass es womöglich keine internationalen Zuschauer geben kann“, sagte Hörmann.

Dienstag, 20 Oktober, 7.39 Uhr

Womöglich neues Hauptsymptom bei älteren Patienten entdeckt

Einer Studie der Berliner Charité zufolge, sollen fast 80 Prozent der älteren und gebrechlichen Covid19-Erkrankten auch Anzeichen von Delirium haben. Dabei treten bei Betroffenen oft Halluzinationen sowie Störungen der Wahrnehmung, Orientierung, des Bewusstseins und des Gedächtnisses auf.

Dienstag, 20 Oktober, 6.32 Uhr

Lockdown über ersten deutschen Landkreis verhängt worden

Die bayerische Landesregierung hat über das Berchtesgadener Land einen Lockdown. Für 14 Tage bleiben dort Schulen und Kitas geschlossen, ebenso wie Kinos, Museen, Theater und alle gastronomischen Betriebe. Die eigene Wohnung verlassen dürfen die Einwohner nur, wenn sie triftige Gründe haben, etwa für den Weg zur Arbeit, für Einkäufe oder für Sport im Freien. Grund für den Lockdown sind die explodierenden Fallzahlen in der Region: Der Inzidenzwert liegt derzeit bei 272,8.

Dienstag, 20. Oktober, 5.11 Uhr

Mehr als 150 Soldaten in NRW-Städten im Einsatz

In zwölf Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen helfen inzwischen mehr als 150 Bundeswehrsoldaten bei der Bewältigung der Corona-Krise - Tendenz steigend. Sie unterstützen fast ausnahmslos die Gesundheitsbehörden bei der Kontaktnachverfolgung von Neuinfizierten, wie ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr sagte.

Allein 40 Soldaten sind in Dortmund im Telefoneinsatz, um alle Personen zu kontaktieren, die mit einem Corona-Infizierten zu tun hatten. Weitere laufende Einsätze dieser Art gibt es in Köln, im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis, in Bielefeld, Gelsenkirchen, Duisburg, Hagen, Remscheid und Wuppertal. Neu hinzugekommen sind Einsätze in Unna und in Herne.

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Montag, 19. Oktober, 21.34 Uhr

Ohne Maske: Dortmunder Polizei ermittelt gegen Versammlungsleiter

Nach Verstößen gegen Demonstrationsauflagen ermittelt die Dortmunder Polizei gegen einen 52-Jährigen aus Sinsheim in Baden-Württemberg. Der Mann hatte am Montag eine Versammlung zum Thema Corona angemeldet, zu der laut Polizeimitteilung rund 500 Teilnehmer gekommen waren. Demnach trugen viele der Teilnehmer auf einem Parkplatz neben dem Stadion von Borussia Dortmund keine Mund-Nasen-Bedeckung.

Der Pflicht, die Versammlungsauflagen vorzulesen, kam der Sinsheimer nur teilweise nach. Er selbst trug keine Maske und widersetzte sich der Anweisung der Beamten. Bevor die Polizei die Demonstration auflöste, kam der 52-Jährige diesem Schritt zuvor. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein.

Montag, 19. Oktober, 20.38 Uhr

Geht das Hamstern wieder los? Umfrage bei Supermärkten

Im Frühling dieses Jahres blieben in vielen Läden die Regale leer: Vor allem beim Toilettenpapier, der Seife, bei Mehl und Hefe kam es zu Engpässen. Der Grund waren Hamsterkäufe – viele Menschen deckten sich mit Vorräten ein. Die Supermärkte konnten der gestiegenen Nachfrage damals oft nicht mehr gerecht werden. Die Sorge ist, dass es nun mit der zweiten Corona-Welle wieder losgeht – in den sozialen Netzwerken werden schon Fotos von leeren Fächern in Supermärkten geteilt. Eine RND-Umfrage unter deutschen Supermarktketten zeigt, dass es sich bei den Hamsterkäufen derzeit meist noch um ein lokales Phänomen handelt:

Montag, 19. Oktober, 19.32 Uhr

71-Jähriger sorgt mit Pfefferspray für Corona-Abstand

Mit Pfefferspray soll ein 71-Jähriger in Aachen versucht haben, andere Menschen auf Abstand zu halten. Nach Polizeiangaben von Montag hatte der Mann am Wochenende zuerst eine Gruppe von Joggern und anschließend zwei Radfahrer „völlig unvermittelt mit Pfefferspray eingenebelt“. Das radelnde Ehepaar (51/49) habe „gerade noch unfallfrei“ vom Pedelec steigen und die Polizei rufen können. Die Jogger seien verschwunden.

Der Streife sagte der 71-Jährige, er habe die anderen aus seiner Sicht nur so auf gebührendem Corona-Abstand halten können. Er bekam eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Montag, 19. Oktober, 18.15 Uhr

Revierderby zwischen BVB und Schalke vor nur 300 Zuschauern

Das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am Samstag wird vor einer Mini-Kulisse im Signal Iduna Park ausgetragen. Das bestätigte Geschäftsführer Carsten Cramer am Montagnachmittag in Rom. Die 300 Tickets werden unter den 35.000 Bewerbern verlost. Dieses Prozedere kommt mit großer Wahrscheinlichkeit auch beim Champions-League-Heimspiel gegen Zenit St. Petersburg am darauffolgenden Mittwoch zum Einsatz.

Montag, 19. Oktober, 17.38 Uhr

Hamm verschärft erneut die Corona-Maßnahmen

Die Stadt Hamm, die schon seit Mitte September über dem kritischen Neuinfektionswert liegt, führt neue Corona-Beschränkungen ein. Man wolle alles tun, um die schon fast seit einem Monat anhaltend hohen Zahlen in den Griff zu bekommen, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Hamm hatte angesichts der vorübergehend bundesweit höchsten Sieben-Tages-Inzidenz schon im September strikte Einschnitte beschlossen.

Auch am Montag wurden aber wieder 88,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet. Strenger als NRW-weit vorgegeben, gilt ab Dienstag in der Stadt mit rund 180.000 Einwohnern daher bei Sport- und Kulturveranstaltungen schon ab 25 Personen eine Anzeigepflicht inklusive einzureichendem Hygienekonzept. Und sogar innerhalb der eigenen vier Wände dürfen zu Privatfeiern nur noch maximal 24 Personen eingeladen werden, wie der Sprecher erläuterte.

Montag, 19. Oktober, 16.49 Uhr

Kreis Unna erlässt Maskenpflicht für Teile einiger Innenstädte

Der Kreis Unna hat am Montag eine neue Allgemeinverfügung veröffentlicht, wonach für besonders belebte Ecken in Lünen, Schwerte, Werne und Fröndenberg eine Maskenpflicht gilt.

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Montag, 19. Oktober, 16.44 Uhr

Lehrer fordern besseren Schutz gegen Corona nach den Herbstferien

Lehrer machen Druck für einen wirksameren Schutz gegen das Coronavirus an den nordrhein-westfälischen Schulen. „Ein „Weiter so“ darf es nach den Herbstferien nicht geben“, mahnte die Vorsitzende des Philologenverbands, Sabine Mistler, am Montag in Düsseldorf. Die Ferien enden an diesem Wochenende. Das von der Kultusministerkonferenz empfohlene regelmäßige Stoßlüften reiche nicht aus. „Schülerinnen und Schüler sollten in beheizten Klassenzimmern lernen, nicht in Kühlräumen“, unterstrich die Chefin des überwiegend Gymnasiallehrer vertretenden Verbands.

Angesichts steigender Infektionszahlen sollte auch die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht kein tabu sein. „Wenn immer mehr Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen zu Risikogebieten werden, dürfen Schulen nicht zu Hotspots werden.“ Der Philologenverband fordert Luftfilteranlagen und einen Stufenplan mit einheitlichen Handlungsanweisungen für die Schulen.

Montag, 19. Oktober, 15.57 Uhr

Anstieg der Corona-Infektionen bei Älteren besorgt Experten

Angesichts der sprunghaft gewachsenen Zahlen an täglichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland haben Experten vor einem Anstieg der Intensivpatienten gewarnt. Zwar liegt der Anteil an Intensivpatienten trotz der aktuellen Höchstwerte an Neuinfektion niedriger als noch im April, jedoch könnte sich dies ändern: „Unsere Sorge ist es, dass es nun zu einem zunehmenden Überspringen auf die älteren Patienten kommt“, sagte Prof. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) am Montag im Rahmen einer vom „Science Media Center“ organisierten Pressekonferenz. Dies sei bereits im September nachweislich der Fall gewesen.


Montag, 19. Oktober, 13.43 Uhr
Gastronom reicht Klage gegen die Sperrstunde in NRW ein

Ein Düsseldorfer Gastronom will mit Hilfe des Branchenverbands Dehoga vor dem Oberverwaltungsgericht Münster die NRW-weite Sperrstunde in besonders von Corona betroffenen Regionen kippen. Ein entsprechender Eilantrag und eine Klage sollen voraussichtlich noch am Montag eingereicht werden, sagte der Geschäftsführer der Dehoga Nordrhein, Thomas Kolaric, der Deutschen Presse-Agentur. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor berichtet.

Laut Kolaric wird der gleiche Bar-Betreiber als Kläger auftreten, der vergangene Woche bereits einen Eilantrag gegen die Düsseldorfer Sperrstunde vor dem dortigen Verwaltungsgericht eingereicht hatte. Dort werde man „99,9 Prozent“ gar nicht mehr über diesen Antrag entscheiden, so ein Gerichtssprecher am Montag. Schließlich gebe es jetzt die NRW-weite Regelung, die die Düsseldorfer Sperrstunde - die noch bei 1 Uhr lag - obsolet gemacht habe.

Montag, 19.Oktober, 12.02 Uhr

Österreich verschärft Corona-Schutzmaßnahmen

Österreich zieht im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Zügel an.Künftig dürfen sich nur noch maximal sechs Personen in Gebäuden beziehungsweise zwölf im Freien treffen, teilte Österreichs Kanzler, Sebastian Kurz (ÖVP) mit. Außerdem sei künftig bei Kultur- und Sportveranstaltungen wie Bundesliga-Spielen und Opern ständig ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dabei gilt für diese Veranstaltungen die Maximalgrenze von 1000 in geschlossen Räumen oder 1500 Besucher unter freien Himmel - solange es die Behörden zulassen.

Montag, 19. Oktober, 10:53 Uhr

Ennepe-Ruhr-Kreis inklusive Witten überschreiten kritischen Wert

Wie das Robert-Koch-Institut mitteilt, hat der Ennepe-Ruhr-Kreis inklusive Witten einen Inzidenzwert von 54,6. Damit liegt auch knapp 325.000 Einwohner fassende Kreis über der kritischen Marke von 50. Insgesamt gibt es 1171 Corona-Fälle derzeit dort.

Montag, 19. Oktober, 10.44 Uhr

Arbeitsminister Heil geht in Quarantäne

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geht vorerst in die Quarantäne. Wie es aus dem Arbeitsministerium hieß, habe die Corona-Warn-App des Politikers eine „Begegnung mit erhöhtem Risiko“ angezeigt. Um niemanden sonst zu gefährden, habe Heil sich daher für eine vorsorgliche Quarantäne entschieden.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist vorläufig in Quarantäne gegangen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist vorläufig in Quarantäne gegangen. © picture alliance/dpa

Montag, 19 Oktober, 9.19 Uhr

Corona-Warn-App bekommt Update für europaweiten Datenaustausch

Die offizielle Corona-Warn-App erhält heute ein neues Update. Mit der Version 1.5 wird die Anwendung länderübergreifend mit ähnlichen Programmen in Italien und Irland Daten austauschen. So kann die App auch jenseits von Landesgrenzen funktionieren.

Montag, 19. Oktober, 8.23 Uhr

NRW-Gastgewerbe kämpft mit Umsatzrückgang

Die von der Corona-Pandemie besonders hart getroffenen Gastwirte und Hoteliers in Nordrhein-Westfalen haben mit erheblichen Umsatzrückgängen zu kämpfen. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz der Branche im August um 26,3 Prozent. Sehr deutlich war das Minus mit 39 Prozent etwa im Hotelgewerbe

Montag, 19.Oktober, 7.32 Uhr

Übernahmeprämie für Azubis soll verlängert werden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Corona-Übernahmeprämie für Auszubildende aus insolventen Betrieben bis Ende des nächsten Jahres zu verlängern. Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können.

Montag, 19. Oktober, 6.40 Uhr

Bundesweite Masken-Kontrolle im ÖPNV geplant

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen planen Bund und Länder ein konsequenteres Vorgehen gegen Maskenmuffel im Öffentlichen Nahverkehr. Zurzeit liefen Abstimmungen zwischen der Verkehrsministerkonferenz, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der Bundespolizei für eine bundesweite Schwerpunktkontrolle noch in diesem Jahr, bestätigte ein Sprecher von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auf Anfrage der WAZ.

„Für die Fahrgäste bedeutet das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung nur eine kleine Unannehmlichkeit, die eine große Katastrophe verhindert. Kontrollen stärken gerade jetzt auch das Vertrauen und die Gewissheit, dass Bus und Bahn sichere Verkehrsmittel sind“, sagte Wüst. Die Maske in Zügen sei das wirksamste Mittel gegen das Coronavirus.

Montag, 19. Oktober, 6.24 Uhr

Gütersloh und Rhein-Erft-Kreis überschreiten kritische Marke

Der Kreis Gütersloh und der Rhein-Erft-Kreis haben ebenfalls die wichtige Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten. Wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen hervor ging, lagen die Werte bei 53,7 und 55. Bei 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt in NRW seit dem Wochenende eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein Alkoholverkaufsverbot bis 6 Uhr morgens.

Montag, 19. Oktober, 5.19 Uhr

4325 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter, laut Robert-Koch-Institut, am Vortag 4325 Neuinfektionen in Deutschland gezählt. Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Fälle stieg demnach auf 366.299, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9789 - 12 mehr als am Vortag. Genesen sind etwa 294.800-

Sonntag, 18. Oktober, 20.45 Uhr
Negatives erstes Corona-Testergebnis Steinmeiers bestätigt
Nach der Corona-Infektion eines Personenschützers von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist das erste negative Testergebnis des Staatsoberhaupts mit einem zweiten Verfahren bestätigt worden. Das gab eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes am Sonntag bekannt. Bereits am Samstag hatte sie mitgeteilt, dass Steinmeier negativ auf das Coronavirus getestet worden sei. Dieses Ergebnis eines Schnelltests wurde dann durch einen sogenannten PCR-Test validiert - am Sonntag lag nach Angaben der Sprecherin auch hier ein negatives Ergebnis vor. PCR-Tests sind genauer als Schnelltests. Steinmeier bleibe in Selbstquarantäne, sagte die Sprecherin. In den kommenden Tagen soll er erneut getestet werden.

Sonntag, 18. Oktober, 19.54 Uhr
Bereits mehr als 200.000 Corona-Todesfälle im Europäischen Wirtschaftsraum
In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die meisten der Toten wurden im Vereinigten Königreich (43.579), in Italien (36.474), Spanien (33.775), Frankreich (33.392), Belgien (10.392) und Deutschland (9777) registriert.


Sonntag, 18. Oktober, 19.02 Uhr
Experte warnt vor Folgen von Personalmangel
Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, warnt vor den Folgen von Personalmangel in Kliniken. Es gebe schon lange Untersuchungen, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Fachkräfte „eine direkte Auswirkung hat auf die Komplikationsrate und die Zahl der Todesfälle“, sagte Westerfellhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe (online Sonntag/Print Montag). „Wenn ein Patient beatmet wird und da ist niemand außer der Maschine, können Menschen durch Komplikationen sterben, die nicht sterben müssten.“ Das Risiko sei um ein Vielfaches höher.

Sonntag, 18. Oktober, 17.42 Uhr
Telefonische Krankschreibung ab Montag wieder bundesweit möglich
Wegen der verschärften Corona-Lage sind von Montag an wieder bundesweit telefonische Krankschreibungen bei Erkältungsbeschwerden möglich. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur um eine Krankschreibung zu bekommen.

Stattdessen können Ärzte die Arbeitsunfähigkeit per telefonischer Befragung feststellen. So sollen volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken vermieden werden. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

Bei Erkältungssymptomen ist es wieder möglich, sich telefonisch krankschreiben zu lassen.

Bei Erkältungssymptomen ist es wieder möglich, sich telefonisch krankschreiben zu lassen. © picture alliance/dpa


Sonntag, 18. Oktober, 16.57 Uhr
Sieben-Tage-Inzidenz liegt in NRW deutlich über Bundesdurchschnitt
Keine Entwarnung in Sicht in der Corona-Krise: Eine Kommune nach der anderen reißt in NRW die bislang höchste Warnschwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. NRW lag am Sonntag laut RKI-Statistik mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 54,7 weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 42,9. Nur Hessen lag unter den großen Flächenländern mit 55,1 noch etwas höher - Bayern (43,8) und Baden-Württemberg (42,7) dagegen etwa im Schnitt. Die Stadtstaaten Berlin (83,8) und Bremen (72,4) sind weit darüber. Gegenüber dem Vortag kletterte die Zahl der Neuinfektionen in NRW demnach um 1477.

Sonntag, 18. Oktober, 15.48 Uhr
Ministerin warnt vor Hamster-Käufen
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. „Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor.“ Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne.“



Sonntag, 18. Oktober, 14.56 Uhr
Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne - erster Test negativ
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ein erster Test bei Steinmeier fiel negativ aus, wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes am Samstag mitteilte. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, derzeit befinde er sich in seiner Dienstvilla in Berlin-Dahlem. Weitere Tests in den kommenden Tagen sind vorgesehen. Bei dem Personenschützer aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine Kontaktperson ersten Grades des Bundespräsidenten.


Sonntag, 18. Oktober, 13.38 Uhr

Corona-Soforthilfen: Selbständige zahlen mehr als halbe Milliarde Euro zurück

Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer haben Corona-Soforthilfen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro an den Staat zurückgezahlt. Das ergab eine Nachfrage der Zeitung „Welt am Sonntag“ bei den Bundesländern. Demnach gaben Soforthilfe-Empfänger bis zum 30. September mehr als 560 Millionen Euro ungerechtfertigt gezahlter Zuschüsse zurück. Auf den ersten drei Plätzen liegen Nordrhein-Westfalen mit 170 Millionen Euro, Berlin mit 143 Millionen Euro und Bayern mit 107 Millionen Euro.

Sonntag, 18. Oktober, 12.42 Uhr

Drei Kommunen schon um das Doppelte über höchster Warnschwelle

In Nordrhein-Westfalen überschreiten immer mehr Kommunen die Corona-Warnschwellen. In drei Kommunen lagen die Infektionsquoten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag sogar schon um das Doppelte über dem Grenzwert, der die bislang schärfsten Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben vorsieht: Herne (111,2), Solingen (109,9) und Wuppertal (103,1).

Sonntag, 18. Oktober, 11.58 Uhr

Corona-Krise: Bund rechnet mit Gesamtkosten von 1,5 Billionen Euro

Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Bewältigung der Corona-Krise die öffentlichen Kassen in diesem und im nächsten Jahre mit 1,446 Billionen Euro belasten wird. Das geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine schriftliche Frage des Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

In den 1,446 Billionen Euro enthalten sind Kosten für das Gesundheitssystem sowie die Beschaffung von medizinischem Material, die Stützungs- und Konjunkturprogramme für die Wirtschaft, internationale Hilfszahlungen, wegbrechende Einnahmen und höhere Ausgaben der Sozialkassen sowie staatliche Garantien in Form von Bürgschaften, Schnellkrediten und der Beteiligung des Bundes am europäischen Wiederaufbauprogramm.

Sonntag, 18. Oktober, 11.36 Uhr

Corona-Lage in Europa: Neue Ampelkarte gibt einen Überblick

Bürger können sich ab sofort auf einer Ampel-Karte im Internet über die Corona-Lage in Europa informieren. Die europäische Gesundheitsagentur ECDC veröffentlichte erstmals eine Europa-Karte, auf denen Regionen je nach Infektionslage grün, orange oder rot markiert sind. Um der Bevölkerung einen besseren Überblick zu verschaffen, hatte sich eine Mehrheit der EU-Staaten am Dienstag auf die Ampel-Karte geeinigt. Alle Infos dazu finden Sie hier:

Sonntag, 18. Oktober, 10.27 Uhr

Covid-19-Behandlungen mit Beatmung kosten im Schnitt zehntausende Euro

Wenn Covid-19-Erkrankte im Krankenhaus beatmet werden müssen, fallen einem Medienbericht zufolge nach Krankenkassen-Daten durchschnittliche Kosten von mehreren Zehntausend Euro pro Fall an. Die „Welt am Sonntag“ berief sich auf Zahlen der AOK und der Barmer Ersatzkasse zu Krankenhaus-Behandlungen von Covid-19-Fällen – also Erkrankungen infolge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus.

Eine Auswertung der Daten der AOK-Versicherten ergab demnach, dass eine stationäre Behandlung einer Covid-19 Erkrankung im Schnitt 10.700 Euro kostet. Die Abweichungen könnten im Einzelfall beträchtlich sein. So fallen die zehn Prozent der beatmungspflichtigen Patienten mit den höchsten Kosten dem Bericht zufolge mit über 85.000 Euro zu Buche.

Bis zu 85.000 Euro kostet die Beatmung von Covid19-Patienten den Krankenkassen pro Fall.

Bis zu 85.000 Euro kostet die Beatmung von Covid19-Patienten den Krankenkassen pro Fall. © picture alliance/dpa

Sonntag, 18. Oktober, 9.30 Uhr

Mehr Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln

Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln eskalieren nach Angaben der Polizeigewerkschaften immer häufiger. „Nach wie vor gibt es immer noch eine hohe Akzeptanz für die Corona-Regeln, aber wir spüren auch, dass die Stimmung beginnt, aggressiver zu werden – zum Beispiel wenn wir als Polizei die Maßnahmen durchsetzen wollen“, sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. „Da kommt es dann zu Widerstand. Das fängt an mit Beleidigungen, dann wird gepöbelt, gespuckt, angehustet. Das alles erleben unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser Pandemie.“

Sonntag, 18. Oktober, 8.10 Uhr

Rekord in Frankreich: Mehr als 32.000 Corona-Neuinfektionen

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 32.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Samstagabend 32.427 neu erfasste Ansteckungen. Damit gab es einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Sonntag, 18. Oktober, 7.21 Uhr

RKI meldet 5587 bestätigte Corona-Neuinfektionen

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 361.974 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 18.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9777.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.

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