Coronavirus in NRW – Impfstoff könnte in wenigen Monaten bereit sein – Liveblog

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Das Pharmaunternehmen CureVac rechnet bald mit einem Corona-Impfstoff. Grundschüler in NRW dürfen ab sofort ihre Masken auch abseits ihres Sitzplatzes abnehmen. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 01.10.2020, 05:06 Uhr / Lesedauer: 17 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 70578 bestätigte Fälle - 62.000 Genesene - 1.880 Todesfälle. (Stand: 1.10.2020)
  • Das Unternehmen CureVac geht davon aus, im ersten Halbjahr 2021 einen Corona-Impfstoff zu haben. Die Nebenwirkungen seien sehr gering.
  • Grundschüler brauchen ab sofort keine Masken mehr im Klassenraum zu tragen – selbst dann nicht, wenn sie von ihrem Sitzplatz aufstehen müssen.
  • Seit 1. Oktober gelten neue Corona-Regeln für NRW. Eingeführt wurden neue Bußgelder z.B. für Restaurantgäste, die Falschangaben machen, und Regeln für private Feiern. Alle Regeln haben wir hier im Überblick.
  • Die Bundesregierung hat für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen.
  • Geschäfte sollen an den Sonntagen in der Weihnachtszeit (29. November, 6./13./20. Dezember und 3. Januar) öffnen dürfen, Weihnachtsmärkte können prinzipiell stattfinden

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Donnerstag, 1. Oktober, 22.39 Uhr
Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Gäste-Obergrenze bei privaten Feiern
Laut einer Umfrage ist eine große Mehrheit der Deutschen einverstanden damit, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Zahl der Gäste bei privaten Feiern zu begrenzen. Es gehe in die richtige Richtung, hier höchstens 50 Gäste zu erlauben, sagten 85 Prozent der Befragten in einer am Donnerstag veröffentlichten, repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend im Auftrag der „Tagesthemen“. Nur 13 Prozent äußerten demnach die Auffassung, dies gehe in die falsche Richtung.

Donnerstag, 1. Oktober, 21.13 Uhr
Corona-Hilfe: Bundeswehr unterstützt aktuell mit 1350 Soldaten
Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit rund 1350 Soldaten verschiedene Corona-Hilfsmaßnahmen. Davon seien „rund 160 Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes im Rahmen der Hilfeleistungen im Einsatz“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Demnach sind derzeit rund 320 Soldaten in zwölf Bundesländern unter anderem mit mobilen Teststationen im Einsatz. Um die Gesundheitsämter zu entlasten, würden darüber hinaus 426 Soldaten in 33 örtlichen Ämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. Insgesamt stehe ein Kontingent von bis zu 15 000 Soldaten kurzfristig für die Hilfe bereit.

Donnerstag, 1. Oktober, 20.07 Uhr
Maske, Warnapp, Lüften: Wie kann die zweite Corona-Welle gestoppt werden?
Seit der ersten größeren Infektionswelle im März ist Deutschland weitgehend entspannt durch den Corona-Sommer gekommen. Doch nun nimmt die Zahl der Neuinfektionen wieder zu. Seit Mitte September bewegt sich die Ansteckungsrate, also der R-Wert, wieder ungefähr bei 1, die Zahl bestätigter Fälle steigt. Damit sich möglichst wenig Menschen anstecken, kann jeder Einzelne helfen und das eigene Verhalten Pandemie-konform ausrichten. Wie das funktionieren kann, lesen Sie hier.

Donnerstag, 1. Oktober, 19.06 Uhr
Europäische Arzneimittel-Agentur überprüft Corona-Impfstoff
Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat mit einer Überprüfung des sogenannten Oxford-Impfstoffs gegen Covid-19 begonnen. Es ist das erste Mal, dass dies in der Europäischen Union bei einem Corona-Impfstoff geschieht. Der Impfstoff ist von dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt worden. Die EMA warnte am Donnerstag vor voreiligen Schlüssen: Dies bedeute noch nicht, dass der Impfstoff schon als wirksam und sicher eingeschätzt werden könne. Das müsse sich jetzt in der Überprüfung erst noch zeigen. Diese Überprüfung wird angesichts der Dringlichkeit in einem beschleunigten Verfahren vorgenommen. Dabei kontrolliert die Behörde Daten noch während sie erhoben werden, um auf diese Weise Zeit zu sparen. Normalerweise müssen diese Tests erst beendet sein, und dann werden der EMA alle Ergebnisse auf einmal vorgelegt. Bei dem jetzigen Verfahren wäre es denkbar, dass der Impfstoff schon wenige Tage nach dem Ende der Tests freigegeben wird - jedoch nur, wenn die Behörde von seiner Wirksamkeit und Unbedenklichkeit überzeugt ist. Wie lange die Überprüfung und Beurteilung dauern wird, kann die EMA nicht sagen.

Donnerstag, 1. Oktober, 18.15 Uhr
Gericht: Negativer Test verkürzt Quarantäne für Schüler nicht
Eine Quarantäne-Anordnung für einen Schüler wird laut einer Gerichtsentscheidung nicht durch einen negativen Corona-Test verkürzt. Ein Schüler, der mit einem positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler dieselbe Schulklasse besucht hat, müsse auf Anordnung des Gesundheitsamtes 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben, teilte das Verwaltungsgerichts Düsseldorf am Donnerstag zu einem Beschluss vom Vortag mit. Es lehnte einen Antrag eines Schülers gegen die Quarantäneanordnung im Eilverfahren ab.

Donnerstag, 1. Oktober, 16.50 Uhr

Grundschüler brauchen keine Masken mehr im Klassenraum

NRW-Grundschulkinder müssen ab sofort keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Bislang durften die Schüler nur am Sitzplatz die Maske abnehmen. Jetzt dürfen sie sie im Klassenraum auch abnehmen, „wenn sie im Rahmen der Unterrichtsgestaltung ihren Sitzplatz verlassen“, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung des Ministeriums an die Schulen hieß. Mit der Neuregelung wird eine Regel auf die Klassengruppen ausgeweitet, die bislang nur für die festen Gruppen der Ganztagsbetreuung galt.

Donnerstag, 1. Oktober, 16.16 Uhr
Keine Zuschauer beim Spiel Bremen-Bielefeld
Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss das Spiel gegen Arminia Bielefeld am Samstag (15.30 Uhr/Sky) aufgrund erhöhter Coronavirus-Infektionen ohne Zuschauer austragen. „Da der Wert von 35 überschritten wurden, muss die Entscheidung lauten, dass das Spiel ohne Fans stattfinden muss“, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) nach einer Senatssitzung am Donnerstag. „Es geht um die Einhaltung selbst gesetzter Regeln.“


Donnerstag, 1. Oktober, 15.32 Uhr
CureVac rechnet mit Corona-Impfstoff im ersten Halbjahr 2021
Das Pharmaunternehmen CureVac ist zuversichtlich, im ersten Halbjahr 2021 einen Impfstoff gegen das Coronavirus anbieten zu können. Die ersten Tests mit dem Serum fanden bereits statt. Die zweite Phase ist nun angelaufen.

Peter Kremsner, Direktor am Tübinger Institut für Tropenmedizin geht sogar noch von einem früheren Zeitpunkt aus. „Ich glaube, dass wir im Winter – also Januar oder Februar – einen Impfstoff haben werden.“ Die Nebenwirkungen des CureVac-Wirkstoffs seien insgesamt sehr gering.



Donnerstag, 1. Oktober, 13.13 Uhr

NRW-Firmen stellten 29.300 Anträge auf Corona-Überbrückungshilfe

Kleinunternehmen und mittelständische Firmen in NRW, die unter dem Corona-Pandemie leiden, haben bislang rund 29 300 Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt. Bewilligt wurden 19 000 Anträge mit einem Volumen von 240 Millionen Euro, wie aus einer Übersicht des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht. Bundesweit liegt die Summe der beantragten Hilfen bei rund 1,35 Milliarden Euro, die durchschnittliche Höhe der beantragten Förderung betrage etwa 13 400 Euro.

Donnerstag, 1. Oktober, 10.20 Uhr
Gastwirt bekommt eine Million Euro von Versicherung wegen Lockdowns
Nach einer bundesweiten Corona-Klagewelle gegen zahlungsunwillige Versicherungen hat das Münchner Landgericht erstmals einem klagenden Gastwirt die geforderte Millionensumme zugesprochen. Laut Urteil muss die beklagte Versicherungskammer die Kosten der coronabedingten Betriebsschließung an den Pächter des Münchner Augustinerkellers zahlen - exakt 1,014 Millionen Euro.

Der Wirt hatte kurz vor dem sogenannten Shutdown im März eine Betriebsschließungspolice abgeschlossen. Dennoch will die Versicherung nicht zahlen. Der siegreiche Wirt Christian Vogler sieht die Entscheidung als Signal für existenzbedrohte Gastronomen in ganz Deutschland: Viele Wirte hätten nicht das Geld, um sich einen Prozess zu leisten. „Für die haben wir jetzt Vorarbeit geleistet.“

Donnerstag, 1. Oktober, 7.45

Fitnessstudios leiden unter Corona

Deutschlands Fitnessstudios werden noch lange mit den Folgen von Corona-Schließungen in diesem Frühjahr zu kämpfen haben. Das sagte die Präsidentin des Fitnessstudioverbandes DSSV, Birgit Schwarze, der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Mitglieder in großen Studios mit mehr als 1000 Quadratmetern sank von Anfang Januar bis Ende Juni um 7 Prozent, wie eine Umfrage des Verbandes unter Betreibern ergab. Bei Studios, die zwischen 200 und 1000 Quadratmetern groß sind, lag das Minus bei rund 6 Prozent, bei Kleinanlagen waren es minus 14 Prozent.

Donnerstag, 1. Oktober, 6.55 Uhr

RKI meldet erneut mehr als 2500 Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage die Schwelle von 2500 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten Innerhalb eines Tages 2503 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Samstagmorgen, als mit 2507 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit Ende April gemeldet worden war.

Donnerstag, 1. Oktober, 6.20 Uhr

325.900 Minijobs im Gastgewerbe weggebrochen
Im Zuge der Corona-Pandemie sind allein im Gastgewerbe rund 325.900 Minijobs weggebrochen. Dies ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von fast 36 Prozent, wie aus Daten der Minijobzentrale hervorgeht. Insgesamt ist die Zahl der Minijobber den Angaben zufolge bundesweit um 837.004 zurückgegangen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Im Juni 2020 waren es gut 12 Prozent weniger als im Juni 2019. Jeder achte Minijob ging somit verloren.

Das Gastgewerbe war von den Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie vor allem im Frühjahr besonders betroffen. Allein zwischen März und Juni verzeichnete das Gastrogewerbe im Vergleich zu Vorjahr nach Angaben des Branchenverbandes Dehoga Umsatzeinbußen von 17,6 Milliarden Euro.

Donnerstag, 1. Oktober, 5.15 Uhr

Härtere Bußgelder treten in Kraft

Ab heute gelten in NRW saftige Strafen für Leute, die falsche Namen in die Kontaktlisten von Gaststätten schreiben. Wer bewusst bei den Angaben auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung täuscht, muss 250 Euro Strafe zahlen. Private Feiern zu Anlässen wie Hochzeiten oder runden Geburtstagen mit mehr als 50 Gästen müssen künftig den Behörden gemeldet werden. Das gilt aber nur für Feiern außerhalb des privaten Bereichs, etwa in Gaststätten.

Mittwoch, 30. September, 22.19 Uhr

Gesundheitsminister Spahn kündigt Heimtests an

In der Corona-Pandemie könnten künftig auch Heimtests zum Einsatz kommen. Man werde in den nächsten Wochen und Monaten immer mehr Ergänzungen der Testmöglichkeiten sehen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit den Gesundheitsministern der Länder. Ein solcher Heimtest müsste nach Spahns Angaben allerdings zunächst von den Behörden genehmigt werden, weil es sich bei Covid-19 um eine meldepflichtige Erkrankung handele.

Mittwoch, 30. September, 21.44 Uhr

Bundesregierung spricht Reisewarnung für ganz Belgien aus

Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den am Mittwochabend aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor. In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Mittwoch, 30. September, 20.15 Uhr
Weltweite Reisewarnung endet

Nach knapp einem halben Jahr ist die weltweite pauschale Reisewarnung vorbei. Fast jedes der 200 Länder dieser Welt wird nun einzeln bewertet. Für die ganze Welt gilt ab dem 01. Oktober ein einheitliches dreistufiges System, das man auch als Ampel beschreiben kann. Die Reisewarnung richtet sich ab sofort ganz nach den Infektionszahlen.

Mittwoch, 30. September, 18.20 Uhr
Hamm weiterhin die Stadt mit dem höchsten Neuinfektionswert bundesweit
Die Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner liegen bei 92,7 und damit immer noch weit über dem Infektionsgeschehen in anderen Städten. Bis mindestens Montag gelten dort daher seit vergangener Woche verschärfte Corona-Regelungen. Eine Hochzeitsfeier gilt als Auslöser des Ausbruchs. Inzwischen stellte die Stadt 200 Coronainfektionen in Zusammenhang mit der Veranstaltung fest.


Mittwoch, 30. September, 14.40 Uhr
Keine generellen Alkoholverbote
In NRW soll es keine generellen Alkoholverbote wegen Corona geben. NRW-Gesundheitsminister kann sich das - wenn überhaupt - nur bei einem „diffusen“ Infektionsgeschehen vorstellen, bei dem man den Hergang nicht nachvollziehen könne. „Wenn sich vier Doppelkopf-Freunde in der Kneipe treffen, warum sollen sie dann kein Bier dazu trinken, wenn der Wirt danach die Gläser bei 60 Grad spült?“

Mittwoch, 30. September, 11.30 Uhr
Fußballspiele sollen einen Tag vorher abgesagt werden
Nach den Erfahrungen der letzten Wochen sollen Fußballfans nun einen Tag vor dem jeweiligen Spiel informiert werden, wenn Spiele wegen des Infektionsgeschehens ohne Zuschauer stattfinden müssen. Zu Grunde gelegt wird der Wert des Vortages, betonte Laumann währen der Pressekonferenz.

Die ganze Pressekonferenz im Video

Mittwoch, 30. September, 10.45 Uhr
Appell an die Verantwortung und Zivilcourage von anderen Gästen
Auf die Frage, wer die Angaben der Gäste in der Gastronomie überprüfen soll, appelliert Laumann auch an die Verantwortung der Menschen, die mit am Tisch sitzen und deren Zivilcourage. Man müsse einfach auch mal den Mut haben, die Menschen, mit denen man am Tisch sitzt, darauf hinzuweisen. „Diese Leute müssen einfach mal wissen, dass das einfach nicht in Ordnung ist.“ Könne das Infektionsgeschehen nicht mehr zurückverfolgt werden, drohe möglicherwiese ein weiterer Lockdown. Aber auch Kontrollen vom Ordnungsamt soll es geben.

Mittwoch, 30. September, 10.33 Uhr
Laumann: Lage nicht mehr entspannt, aber auch nicht dramatisch

Sobald eine Kommune eine 7-Tage-Inzidenz von 35 aufweist, werden alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abgesagt. Das gelte auch für Fußballspiele, so Laumann.

„Wir sind von einer dramatischen Lage weit entfernt, befinden uns aber auch nicht mehr in einer entspannten Lage wie im Sommer“, fasste der Minister zusammen.

Mittwoch, 30. September, 10.25 Uhr
320.000 Tests pro Woche - Schnelltests gefordert
320.000 Menschen wurden pro Woche in den vergangenen Wochen getestet, sagte Laumann. Auch wenn der Bund seine Teststrategie ändere, werde NRW mit den Testzentren an den Flughäfen weitermachen.

Für die kalte Jahreszeit, in der auch die Grippewelle droht, fordert Laumann Schnelltests, die innerhalb von Minuten Ergebnisse liefern. In dieser Sache müssten nun die Krankenkassen entscheiden, die die Schnelltest finanzieren müssen.


Mittwoch, 30. September, 10.21 Uhr
500 Euro Bußgeld bei Verstoß gegen Regel für private Feiern

Private Feiern in einem öffentlichen Raum sind drei Tage vorher dem Ordnungsamt zu melden mit einem konkreten Ansprechpartnern und Angaben zur Gästezahl. Bei der Feier muss eine Gästeliste geführt werden, die 4 Wochen aufbewahrt werden muss. Bei einem Verstoß droht ein Bußgeld von 500 Euro .„Das Problem in Hamm hatte auch damit zu tun, dass man die ganzen Maßnahmen nicht eingehalten hat“, so Laumann.

Mittwoch, 30. September, 10.15 Uhr

250 Euro Strafe für falsche Angaben in der Gastronomie

Thema Gastronomie: „Wenn jemand essen geht und einen falschen Namen einträgt, dann ist das kein Kavaliersdelikt“, sagt Laumann. Aus diesem Grunde führt das Land ein Bußgeld von 250 Euro ein. Der Wirt solle die Angaben auf Plausibilität prüfen.

Mittwoch, 30. September, 10.11 Uhr
Verkaufsoffene Sonntage im Advent
In der Adventszeit dürfen Geschäfte zwischen 13 und 16 Uhr am Sonntag öffnen. „Das geschieht aus Grünen des Infektionsschutzes“, erklärte Laumann. Man wolle die Innenstädte an den Samstagen entlasten. (Die Angaben korrigierte Laumann später auf Nachfrage: Die Öffnungszeiten sind 13-18 Uhr).

Mittwoch, 30. September, 10.05 Uhr

Laumann: Steigende Zahlen, aber keine Veränderungen beim Infektionsgeschehen
Das Infektionsgeschehen in NRW habe sich in den letzten Wochen kaum verändert, auch wenn die Zahlen gestiegen sind. Von 5607 aktuell Erkrankten werden nur 368 in einem Krankenhaus behandelt, 98 Menschen liegen auf Intensivstationen, 61 werden beatmet. Das seien nur 0,09 Prozent. Diese Zahlen seien seit Wochen gleich, so NRW-Gesundheitsminister Laumann bei der PK. Die stark gestiegenen Infektionszahlen in NRW konzentrierten sich auf 11 Städte.

Mittwoch, 30. September, 9.46 Uhr

NRW-Gesundheitsminister Laumann ab 10 Uhr im Livestream

Karl-Josef-Laumann, Gesundheitsminister des Landes, informiert um 10 Uhr über die Details der neuen Coronaschutzverordnung für NRW. Wir zeigen den Stream und fassen die wichtigsten Dinge hier live zusammen.

Mittwoch, 30. September, 7.05 Uhr.

Rosenmontagzug im Stadion?

In Düsseldorf wird ein Rosenmontagszug durch die „Merkur Spiel-Arena“, das örtliche Fußballstadion, erwogen. Michael Brill, Chef der städtischen Event-Tochter D.Live bestätigte der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Gespräche mit dem Comitee Carneval (CC). Brill betonte, dass es sich um eine „Ideenskizze“ des CC handele und man noch ganz am Anfang der Überlegungen stehe. 17000 Menschen könnten das Event in der Arena verfolgen und bei Bedarf ließe sich das Dach schließen.

Dienstag, 29. September, 20.58 Uhr

Berliner Senat beschließt Maskenpflicht in Büros

Wegen zuletzt gestiegener Corona-Infektionszahlen gilt in Berlin künftig eine Maskenpflicht in Büro- und Verwaltungsgebäuden. Beim Arbeiten am Schreibtisch soll die Regelung nicht greifen. Das beschloss der Berliner Senat am Dienstag, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Koalitionskreisen erfuhr.

Dienstag, 29. September, 19.22 Uhr

Laschet: Eher alle anderen Bereiche zurückfahren als Schule und Kita

Armin Laschet will vorrangig die Schulen und Kitas in der andauernden Corona-Pandemie offen halten. Das sei Konsens von Bund und Ländern, sagte Laschet am Dienstag. „Wir dürfen nicht wieder bei Kindern, bei Schulen, bei Kindertagesstätten Schließungen planen“, sagte Laschet. Eher müssten „alle anderen Bereiche des öffentlichen Lebens“ zurückgefahren werden.

Dienstag, 29. September, 19.10 Uhr

Keine Polizeikontrollen in privaten Wohnungen

Ministerpräsident Laschet möchte in der Corona-Pandemie keine Polizeikontrollen in privaten Wohnungen. „Ich finde nicht, dass die Polizei nun durch die Wohnungen gehen sollte, um zu sehen: Wie viele Leute sitzen da zusammen?“, sagte Laschet. Da sei jeder Bürger eigenverantwortlich. Die private Wohnung sei ein Raum, in dem der Staat nicht bestimmen sollte, wie viele Menschen zusammensitzen dürften. „Wir haben jedenfalls nicht die Absicht, es durch staatliche Gesetze und Verordnungen zu regeln“, sagte Laschet.

Dienstag, 29. September, 18.44 Uhr

Laschet: Setzen auf Verzicht von nicht notwendigen Feiern

NRW-Ministerpräsident Laschet setzt in der Corona-Pandemie auf einen Verzicht der Bürger auf nicht notwendige private Feiern. Zwar müssten Feste insbesondere dort, wo die Werte von 35 beziehungsweise 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten wurden, beschränkt werden. Es gelte aber: „Wir setzen darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger auf Feiern verzichten, die jetzt nicht notwendig sind“, sagte Laschet.

Dienstag, 29. September, 18.27 Uhr

Bußgeld über 150 Euro bei Falschangaben in Restaurants

In Nordrhein-Westfalen müssen Menschen, die in Restaurants oder Gaststätten falsche Angaben zu ihrer Person machen, mit mehr als 150 Euro Bußgeld rechnen. Die genaue Höhe werde noch geklärt, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag nach einer Bund-Länder-Schalte in Düsseldorf. Die Kontaktangaben würden auch in Stichproben überprüft. Das Bußgeld werde höher sein als die jetzige Strafe für Maskenverweigerer im öffentlichen Nahverkehr, weil auch mehr Menschen mit Corona in Gaststätten infiziert werden könnten, sagte Laschet. Es liege im gesundheitlichen Interesse jedes Einzelnen, seinen richtigen Namen zu hinterlassen. Die Kontaktnachverfolgung sei „die Schlüsselfrage der Pandemie“.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußerte sich am Dienstag zu den neuen Corona-Auflagen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußerte sich am Dienstag zu den neuen Corona-Auflagen. © picture alliance/dpa

Dienstag, 29. September, 18.11 Uhr

Laschet: Möglichst gezielte Maßnahmen gegen Corona

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen auf noch länger andauernde Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingestimmt. Flächendeckende Maßnahmen in Deutschland seien aber nicht notwendig, sondern „lokale Handlungsmuster“, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Das Land habe eine „gute Ausgangslage“, sagte Laschet. „Aber das Risiko ist da. Mit diesem Risiko müssen wir mit möglichst gezielten Maßnahmen leben.“ Einen Lockdown wie im März oder Schulschließungen solle es nicht mehr geben.

Dienstag, 29. September, 17.45 Uhr

Hotspotstrategie von Bund und Ländern zu privaten Feiern

Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen sollen, so haben es Bund und Länder am Dienstag beschlossen, auf maximal 50 Teilnehmer beschränkt werden. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten. In privaten Räumen soll es demnach keine Vorschriften zur Teilnehmerzahl geben. Merkel betonte, es werde aber empfohlen, in privaten Räumen keine Feierlichkeit mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen. Alle Beschlüsse der Konferenz von Bund und Ländern können Sie bei uns nachlesen:

Dienstag, 29. September, 16.57 Uhr

Verlängerung der Corona-Auflagen in Hamm noch ungewiss

Die Stadt Hamm, die derzeit die meisten Corona-Neuinfektionen in NRW aufweist, will bis kommenden Montag über das weitere Vorgehen entscheiden. Derzeit seien zusätzliche Einschränkungen nicht vorgesehen, sagte ein Sprecher am Dienstag. Ob die bis 6. Oktober geltenden Maßnahmen in Gänze oder in Teilen verlängert werden müssten oder ob gar neue Einschnitte nötig würden, ergebe sich aus dem Infektionsverlauf der nächsten Tage.

Dienstag, 29. September, 15.40 Uhr
50 Euro Bußgeld für falsche Angaben in Restaurant oder Gastwirtschaft

Bürgerinnen und Bürger, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, müssen künftig mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen. Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bei ihrer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Dienstag, 29. September, 15.09 Uhr
Zuschauerrekord beim nächsten BVB-Spiel angepeilt
Bis zu 11 500 Zuschauer dürfen beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem SC Freiburg am Samstag ins Stadion. Das teilte die Stadt Dortmund mit. Zwei Drittel der Fußballfans sollen aus Dortmund kommen, der Rest aus Nordrhein-Westfalen - Städte mit hohem Infektionsgeschehen ausgenommen. Würde das Maximum ausgereizt, wäre das ein Zuschauerrekord in der derzeit von Corona-Beschränkungen geprägten Bundesligasaison: Am zweiten Spieltag sahen 10 383 Zuschauer das 1:1 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Union Berlin.

Beim 1. Spieltag im Signal Iduna Park durften 9300 Fans ins Stadion - jetzt sollen 11.500 eingelassen werden.

Beim 1. Spieltag im Signal Iduna Park durften 9300 Fans ins Stadion - jetzt sollen 11.500 eingelassen werden. © picture alliance/dpa



Dienstag, 29. September, 14.40 Uhr
Neuer Massentest bei Geflügelverarbeiter in Emsdetten

Nach einem Corona-Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter in Emsdetten (Kreis Steinfurt) ist der Massentest der Belegschaft wiederholt worden. Das Gesundheitsamt will so erfahren, ob es gelungen ist, die Infektionsketten zu unterbrechen. In der vergangenen Woche waren rund 340 Mitarbeiter entweder auf dem Firmengelände oder von mobilen Teams auf das Virus getestet worden, nachdem seit Mittwoch die Zahl der infizierten Menschen stark gestiegen war. 55 Infizierte wurden bisher festgestellt.

Dienstag, 29. September, 11.53 Uhr

Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit

Weltweit sind nach Zahlen von US-Wissenschaftlern inzwischen mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Corona-Virus gestorben. Das geht aus Daten hervor, die die amerikanische Johns-Hopkins-Universität am Montag (Ortszeit) in Baltimore veröffentlichte. Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer an Toten und Erkrankten aus.

In Deutschland gab es bis Dienstag 9460 Todesopfer. Damit liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich bislang besser als viele andere Staaten. Innerhalb eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsämter 2089 neue Ansteckungen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Dienstag, 29. September, 9.59 Uhr
NRW-Kabinett berät vor den Bundesgesprächen über neue Regeln

Vor den Bund-Länder-Gesprächen zum Vorgehen in der Corona-Pandemie kommt um 12.30 Uhr das nordrhein-westfälisch Landeskabinett zusammen. Thema dürfte die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung für NRW sein, die zum Donnerstag (1. Oktober) ausläuft. Nach dem Corona-Ausbruch in Hamm infolge einer Großhochzeit dürfte es unter anderem um schärfere Auflagen für private Feiern gehen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits angekündigt, die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen zu verschärfen. Für Feiern zuhause soll es aber weiterhin keine Beschränkungen geben. Private Feiern mit mehr als 50 Personen in angemieteten Räumen sollten dagegen künftig beim Gesundheitsamt zwei Wochen vorher mit kompletter Gästeliste angemeldet werden, hatte Laumann der Zeitung „Die Welt“ gesagt.

Dienstag, 29. September, 7.28 Uhr
Virologe Streeck beklagt fehlende pragmatische Lösungen

„Ich glaube, im Gesundheitssystem sind wir sehr gut vorbereitet“, sagte der Virologe Streeck mit Blick auf den Herbst und Winter der Deutschen Presse-Agentur. „Mental sind wir dagegen in Deutschland weniger gut vorbereitet, so empfinde ich es zumindest.“ Es sei zu viel Angst vorhanden, sagte der Virologe. „Und wir haben es über den Sommer hinweg nicht geschafft, pragmatische Lösungen zu finden, wie man in bestimmten Bereichen weitermachen kann, wenn die Infektionszahlen deutlich steigen. Da wurden Chancen ausgelassen.“

Dienstag, 29. September, 6.31 Uhr

Kommt das Ausschankverbot für Alkohol im Kampf gegen Corona?

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will der Bund den Alkoholausschank in besonders betroffenen Regionen unter bestimmten Bedingungen befristet begrenzen lassen. Um Infektionen in der Gastronomie zu minimieren, müssten bei ansteigendem Infektionsgeschehen “zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol erlassen werden”, so der Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes.

Dienstag, 29. September, 5.31 Uhr

Bußgelder: Falsche Angaben in Restaurants

Der Bund will angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus derzeit keine weiteren Öffnungsschritte zulassen. Um eine korrekte Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, sollen Ordnungsbehörden Verstöße etwa bei falschen persönlichen Angaben in Restaurants mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro belegen können, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag.

Montag, 28. September, 21.18 Uhr
Bund schlägt Beschränkung auf 25 Personen bei privaten Festen vor
Der Bund schlägt angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus für Feiern in privaten Räumen eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer vor. In öffentlichen Räumen solle die Beschränkung bei maximal 50 Teilnehmern liegen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage des Bundes zu den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag. Offen ist, ob dies nur bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte bei den Neuinfektionen gelten soll. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über die Zahlen berichtet.

Montag, 28. September, 21.18 Uhr
Merkel warnt vor starkem Anstieg der Corona-Zahlen
Vor den nächsten Beratungen mit den Bundesländern über die Corona-Krise hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einem deutlichen Anstieg der Ansteckungszahlen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickeln würden wie bisher, werde es zu Weihnachten 19 200 Neuinfektionen am Tag geben, sagte Merkel am Montag nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Die Kanzlerin habe das hochrechnen lassen, wenn es einen exponentiellen Verlauf geben würde, hieß es.

Montag, 28. September, 20.14 Uhr
Bundesländern fehlen Teams zur Kontaktverfolgung bei Corona
Einige Bundesländer haben zu wenig Personal zur Kontaktnachverfolgung bei Coronavirus-Infektionen im Einsatz - anders als im April verabredet. Bund und Länder hatten sich damals verständigt, mindestens fünf Personen pro 20 000 Einwohner einzusetzen. Auf Anfrage von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ (Dienstag) erklärten jedoch mehrere Länder, aktuell seien weniger Teams im Einsatz. In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland gibt es demnach zu wenige Teams. Nur Bremen hat dem Bericht zufolge nach eigenen Angaben ausreichend Personal für diese Aufgabe. Die anderen Länder antworteten demnach ausweichend, gar nicht oder gaben an, dass ihnen diese Zahlen nicht vorliegen.

Montag, 28. September, 19.13 Uhr
Verstöße gegen Corona-Regeln: Privatparty in Gelsenkirchen aufgelöst
Die Stadt Gelsenkirchen hat am Wochenende erstmals eine Party wegen erheblicher Verstöße gegen die lokal verschärften Corona-Regeln aufgelöst. Mit 100 Gästen seien in der angemieteten Gaststätte doppelt so viele Menschen gewesen wie zulässig, teilte die Stadt am Montag mit. Zudem sei gegen die geltenden Hygieneregeln verstoßen worden. Den Vermieter der Gaststätte sowie den Veranstalter der den Behörden nicht gemeldeten privaten Feier erwarte ein Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie ein Zwangsgeld.


Montag, 28. September, 17.41 Uhr
Keine Zuschauer beim Supercup zwischen FC Bayern und Dortmund
Der deutsche Supercup zwischen Triple-Gewinner FC Bayern München und Vizemeister Borussia Dortmund am Mittwoch (30.09.2020, 20.30 Uhr/DAZN und ZDF) in München findet ohne Zuschauer statt. Das bestätigte die Stadt München am Montag mit einer Pressemitteilung.


Montag, 28. September, 15.57 Uhr
1700 Menschen in Bielefeld in Quarantäne
Nach dem Anstieg der Corona-Fallzahlen in Bielefeld infolge einer Familienfeier befinden sich dort mittlerweile rund 1700 Menschen in Quarantäne. Darunter seien allein 1100 Schüler und Lehrer, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Betroffen seien zehn Schulen. Der Anstieg der Fallzahlen sorgte am Montag für großen Andrang an einer städtischen Drive-In-Teststation. Die Stadt bat die Bürger am Mittag darum, die Station am Montag nicht mehr anzufahren.

In der 334 000-Einwohner-Stadt gibt es derzeit nach Schätzung des Landeszentrums Gesundheit NRW 130 infizierte Personen. Laut RKI liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 16,8. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden in NRW besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung treffen.

Montag, 28. September, 14.51 Uhr
Hohe Zahlen im Kreis Recklinghausen

Im Kreis Recklinghausen ist die Zahl der akut Corona-Infizierten so hoch wie seit Mai nicht mehr. Zurzeit gelten 154 Menschen als an Sars-CoV-2 bzw. Covid-19 als erkrankt, übers Wochenende kamen 56 neue Fälle hinzu. Glück haben jedoch Dorsten und Castrop-Rauxel, dort sind nur 15 bzw. 18 Menschen infiziert. Die beiden 75.000-Einwohner-Städe sind damit auf einem ähnlichen geringen Niveau.

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Montag, 28. September, 12.41 Uhr

Tui will trotz Reisewarnung Urlauber auf die Kanaren bringen

Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter Tui ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die Inseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, sagte Tui-Deutschlandchef Marek Andryszak der Funke-Mediengruppe. Andryszak glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden.

Montag, 28. September, 12.04 Uhr

Sieben-Tage-Wert steigt in Hamm auf 112,2 - etwa 230 akut Infizierte

In Hamm ist die Zahl der Corona-Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf einen Wert von 112,2 gestiegen. Dies geht aus den am Montag veröffentlichten aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Hamm wies damit weiterhin den bundesweit höchsten Wert auf. Von Samstag auf Sonntag hatte die Stadt 15 Neuinfektionen registriert. Das Landeszentrum Gesundheit NRW schätzte die Zahl der akut Infizierten in Hamm am Montag auf 230.

Sehen Sie hier, wie sich die Corona-Infektionen in NRW verteilen:

Montag, 28. September, 11.12 Uhr

AfD beantragt Corona-Untersuchungsausschuss

Die AfD plädiert für einen Untersuchungsausschuss, der die Maßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Krise prüfen soll. Damit ein solches Gremium eingesetzt wird, müsste aber eine zweite Fraktion im Bundestag den Antrag unterstützen. Damit rechnet die AfD eigenen Angaben zufolge selbst nicht.

Die Partei wirft der Bundesregierung vor, zuerst zu spät und dann „panisch“ auf die Pandemie reagiert zu haben. Durch einige Maßnahmen sei „massiv in Grundrechte eingegriffen“ worden.

Montag, 28. September, 10.04 Uhr

Nicht an Corona-Ordnung gehalten: Polizei löst Geburtstagsfeier in NRW auf

Die Polizei hat in Hünxe (Kreis Wesel) eine Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen aufgelöst, bei der die Regeln der Corona-Schutzverordnung nicht befolgt wurden. Die Teilnehmer der Feier hätten sich weder an den erforderlichen Mindestabstand gehalten, noch sei eine Gästeliste geführt worden, teilte die Polizei mit. Die Polizei war zu der Feier gerufen worden, weil es eine tätliche Auseinandersetzung unter den Gästen gegeben hatte. Bei der Auflösung der Feier habe sich ein Gast so aggressiv verhalten, dass er in Polizeigewahrsam genommen wurde.

Montag, 28. September, 9.23 Uhr

RKI: 1192 Neuinfektionen bundesweit

Dem Robert Koch-Institut wurden seit gestern 1192 weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich bislang insgesamt mehr als 285.300 Menschen mit dem Erreger angesteckt. In den vergangenen 24 Stunden starben drei Menschen, die sich nachweislich mit dem Virus infiziert hatten. Damit stieg die Zahl der Covid-19-Todesfälle auf 9460. Mehr als 250.800 Menschen gelten nach einer Corona-Infektion als genesen.

Montag, 28. September, 8.36 Uhr

Zahl der weltweiten Corona-Toten übersteigt eine Million

Mehr als eine Million gezählte Corona-Tote weltweit: Diese symbolisch bedeutsame Marke hat die Pandemie inzwischen überschritten. Die Nachrichtenagentur AFP zählte in der Nacht zu heute um 0.30 Uhr genau 1.000.009 Todesfälle. Die Zahl der erfassten Infektionsfälle lag bei mehr als 33 Millionen. Rund 22,5 Millionen dieser Fälle gelten als geheilt.

Montag, 28. September, 7.50 Uhr

Nasenspray gegen das Coronavirus?

Die australische Biotechfirma Ena Respiratory hat eigegen Angaben zufolge in Tierversuchen festgestellt, dass ein von ihr entwickeltes Nasenspray das Wachstum von Coronaviren hemmt. Das Spray sei eigentlich entwickelt worden, damit das Immunsystem Erkältungs- und Grippeviren bekämpfen könne.

In einer Studie an Frettchen habe sich gezeigt, dass das Medikament die Menge der Coronaviren um bis zu 96 Prozent senken könne, teilte Ena Respiratory mit. In einigen Monaten könne man mit Tests an Menschen beginnen. Das Spray könne etwa in Kombination mit einem Impfstoff eingesetzt werden.

Eine australische Firma hat herausgefunden, dass ein Nasenspray die Coronaviren bekämpfen kann.

Eine australische Firma hat herausgefunden, dass ein Nasenspray die Coronaviren bekämpfen kann. © picture alliance/dpa

Montag, 28. September, 6.58 Uhr

„Schickt Bier“: Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien

Britische Studierende sind nach eigenen Worten im Zuge von Corona-Ausgangsbeschränkungen „inhaftiert“ worden. In Glasgow, Manchester und Edinburgh waren Studierende aufgefordert, ihre Wohnheime nicht zu verlassen. Bei manchen Hochschulen hinderten Wachleute junge Menschen daran, nach draußen zu gehen. An der Glasgow University reagierten Studierende mit Humor auf die Ausgangssperre, sie baten Passanten mit Schildern: „Schickt Bier“.

In Manchester klebten Studierende hingegen „HMP MMU“ an ihre Fenster und signalisierten damit, ihre Hochschule sei zu „Her Majesty’s Prison Manchester Metropolitan University“ geworden - ein Gefängnis ihrer Majestät.

Montag, 28. September, 5.48 Uhr

Robert-Koch-Institut: Ansteckungen meist im privaten Umfeld

Viele der aktuellen Corona-Infektionen in Deutschland sind auf private Zusammenkünfte zurückzuführen. Das bestätigte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI). „Die Menschen stecken sich derzeit hauptsächlich im privaten Umfeld an, also auf Partys, Hochzeitsfeiern, Beerdigungen, auch im Gottesdienst“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Dagegen sei das Risiko einer Ansteckung in Betrieben bisher nicht so hoch, sagte Wieler. Auch in Geschäften gebe es bislang ganz wenige Ansteckungen.

Montag, 28. September, 5.09 Uhr

Söder für bundesweite „Corona-Warnampel“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine bundesweite „Corona-Ampel“. Kern müsse die Einführung einer Warnampel für alle Bundesländer sein sowie Vorgaben, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, wenn die Zahl der Infizierten bestimmte Grenzwerte überschreite. Söders Vorschlag zufolge springe die Corona-Ampel auf Gelb, wenn es in einem Landkreis 35 oder mehr Infizierte auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gebe, so die „SZ“.

Steige die Zahl auf 50 Infizierte, solle unter anderem bei privaten Veranstaltungen die erlaubte Teilnehmerzahl auf ein Viertel der bis dahin geltenden Zahl reduziert werden.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Wie viele Gäste dürfen zu privaten Feiern eingeladen werden? Gilt das auch für meine Wohnung? Wann werden Bußgelder fällig, wie hoch sind sie? Alle neuen Corona-Regeln für NRW hier im Überblick.