Coronavirus in NRW: Maskenpflicht im Unterricht – Abitur 2021 findet später statt - Liveblog

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NRW führt die Maskenpflicht für Schüler auch im Unterricht ein. Grundschulen sind ausgenommen. Das Schulministerium hat am Mittag das neue Konzept für die Schulen vorgestellt.

NRW

, 03.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 10 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 49.145 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.731 Todesfälle. 44.417 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 2.8.2020)
  • NRW führt den Präsenzunterricht wieder ein und die Maskenpflicht für alle Schüler auch im Unterricht - außer für Grundschüler. Wie die Einschulungsfeiern geregelt werden, entscheiden die Kommunen. Das Abitur 2021 findet später statt. Lehrer können sich freiwillig alle 14 Tage testen lassen.
  • Corona-Infektionen können Langzeitschäden an Herz und Lunge auslösen und zwar auch bei Patienten, die nur einen leichten Krankheitsverlauf und keine Vorerkrankungen hatten.
  • Kita-Personal hat ab nun die Möglichkeit, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Ab Mitte der Woche soll es eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten geben.
  • In Deutschland sind zuletzt die Fallzahlen deutlich angestiegen. Das RKI fürchtet aufgrund steigender Fallzahlen eine Trendumkehr.










Montag, 3. August, 15.52 Uhr

Rückkehr der Fans in die Fußballstadien: Laumann ist skeptisch

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann steht Bundesligaspielen mit mehreren Tausend Zuschauern „sehr skeptisch“ gegenüber. „Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie bei Bundesligaspielen das Infektionsrisiko auf ein vertretbares Maß minimiert werden kann“, sagte der CDU-Politiker am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Es mag ja noch möglich sein, den Mindestabstand während des Spiels durch geringere Zuschauerzahlen zu gewährleisten. Wenn allerdings 10.000 oder 20.000 in ein Stadion wollen, ist das kaum ohne Gedränge mit Einhaltung des Mindestabstands zu realisieren. Ich bin da sehr skeptisch.“

Wenn entsprechende Konzepte vorlägen, würden diese natürlich durch die zuständigen Behörden sorgfältig geprüft. „Aber der Gesundheitsschutz hat dabei oberste Priorität“, betonte Laumann.

Die Gesundheitsminister der Länder wollen sich am 10. August mit einer möglichen Rückkehr der Zuschauer in die deutschen Fußballstadien beschäftigen.

Montag, 3. Juli, 13.33 Uhr
Abitur 2021 findet später statt

Die Abiturprüfungen 2021 finden 9 Tage später statt. Damit habe man den Zeitraum nach hinten verschoben, befinde sich aber immer noch im Rahmen des Zentralabiturs, erklärte NRW-Schulimisterin Yvonne Gebauer.

Wenn Lehrer den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten können, gilt die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung auch für sie.

Ausnahmen von der Maskenpflicht für Schüler - beispielsweise in Prüfungssituationen - sind Ermessenssache der Lehrer.


Montag, 3. August, 13.14 Uhr

Weitere Punkte des Schulbetriebes ab dem 12. August

  • Distanzunterricht kann künftig bewertet werden
  • Schüler mit Schnupfen sollen künftig 24 Stunden zuhause bleiben. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, die auf eine Corona-Infektion hindeuten, können sie wieder am Unterricht teilnehmen.
  • Lehrer können sich freiwillig alle 14 Tage testen lassen
  • Jahrgangsübergreifende Lerngruppen finden nicht mehr statt
  • Es muss feste Sitzgruppen in den Schulen geben, die auch dokumentiert werden
  • Einschulungsfeiern werden in einzelnen Städten unterschiedlich gehandhabt werden können

Montag, 3. August, 13.07 Uhr

Maskenpflicht an allen Schulen auch im Unterricht außer an Grundschulen

In NRW gilt zum Schulstart eine allgemeine Maskenpflicht an Schulen - auch im Unterricht. Das teilte Schulministerin Yvonne Gebauer in der Pressekonferenz mit. Ausgenommen sind Grundschüler der Klassen 1-4. Sie müssen Masken im Schulgebäude und auf dem Gelände tragen, dürfen sie dann an festen Sitzplätzen in Klassenräumen absetzen.

Diese Regelung gilt zunächst bis zum 31. August.

Montag, 3. August, 13.03 Uhr

„So viel Präsenzunterricht wie möglich“

Die Pressekonferenz hat begonnen. Schulministerin Yvonne Gebauer erklärt in einer Vorbemerkung, dass es für NRW ein Konzept für einen angepassten Schulbetrieb gibt, der auf dem aktuellen Infektionsgeschehen basiert, das aber auch anpassungsfähig sei. „Alle Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, dass soviel Präsenzunterricht wie möglich stattfindet“. Der Schutz von Lehrern und Schülern stünden ganz oben.

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Montag, 3. August, 12.53 Uhr
NRW-Schulministerium zum Schulstart am 12. August - Livestream ab 13 Uhr
Ab 13 Uhr informiert NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer über die Regelungen zum Schulstart in NRW nach den Sommerferien. Wir berichten hier live im Ticker.

Montag, 3. August, 12.18 Uhr
„Hohe Trefferquote“ bei positiven Corona-Rückkehrertests an Flughäfen
Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den nordrhein-westfälischen Flughäfen werden rund 2,5 Prozent der Urlauber Corona-positiv getestet. Dies sei eine „relativ hohe“ Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im Deutschlandfunk. 40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch.

Montag, 3. August, 10.46 Uhr

Kommt die Maskenpflicht an Schulen in NRW? Pressekonferenz des Schulministeriums hier live
Auch der Lehrerverband des Landes NordrheinWestfalen hat sich in die Debatte um eine Maskenpflicht eingeschaltet. Präsident Andreas Bartsch sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Ich halte zwar eine Maskenpflicht von morgens bis abends für falsch. Im Unterricht ist das Tragen einfach nicht darstellbar. Aber sobald die Schüler die Klasse verlassen, sollten sie vom Land dazu verpflichtet sein, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer informiert heute ab 13 Uhr in einer Pressekonferenz über die neuen Regeln an den Schulen des Landes. Wir berichten hier live.

Montag, 3. August, 10.29 Uhr
Umfrage: Homeoffice und Onlinekonferenzen bleiben
Homeoffice und Onlinekonferenzen werden auch nach der Corona-Krise die Arbeitswelt prägen. 64 Prozent der Unternehmen wollen künftig Besprechungen häufiger online durchführen, 61 Prozent Dienstreisen dauerhaft einschränken, wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Münchner Ifo-Instituts bei 800 Personalleitern ergab. Zudem sieht das Ifo einen „Durchbruch beim Homeoffice“ durch Corona. 73 Prozent der Unternehmen, die während der Pandemie verstärkt auf das Arbeiten von zuhause gesetzt haben, planen demnach, auch in Zukunft mehr davon anzubieten.

Montag, 3. August, 9.38 Uhr

Ärzte alarmiert: Auch bei leichten Krankheitsverläufen sind schwere Spätfolgen möglich

„Genesen“ steht in vielen deutschen Corona-Statistiken in den Fallzahl-Tabellen. Doch heißt das auch wieder fit? Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat daran Zweifel. Bilder aus dem Computertomographen (CT) zeigten, dass viele Patienten mehr oder weniger starke Lungenschäden aufwiesen, heißt es. Die Uniklinik Augsburg veröffentlichte vor kurzem Bilder nach Obduktionen. Die Lungen mancher Corona-Opfer sahen erschreckend aus - löchrig wie ein Schwamm.

Zudem vermuten Wissenschaftler, dass nach einer Corona-Infektion Herzschäden zurückbleiben könnten - auch bei Patienten, die nur einen leichten Krankheitsverlauf und keine Vorerkrankungen hatten. Ein Expertenteam hat Magnetresonanzaufnahmen der Herzen von insgesamt 100 Patienten ausgewertet, die sich von einer Covid-19-Erkrankung erholten - gut zwei Drittel von ihnen zu Hause, die übrigen im Krankenhaus.

Bei 78 Patienten waren entzündliche Veränderungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels erkennbar.

Montag, 3. August, 9.00 Uhr
Auf Baustellen sinkt die „Corona-Disziplin“
Auf vielen Baustellen herrscht nach Gewerkschaftsangaben Nachlässigkeit beim Corona-Schutz. „Kein Händewaschen, kein Abstand, keine Atemschutzmaske“, fasst die IG BAU die Schwachpunkte zusammen. „Viele Bauunternehmen ignorieren die Corona-Gefahr, indem sie zum alten Trott zurückkehren“, teilte der Vorsitzende Robert Feiger der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Arbeitgeber widersprachen der Gewerkschaft: Die Unternehmen nähmen ihre Verantwortung äußerst ernst, hieß es beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe.

Montag, 3. August, 8.13 Uhr
Experte: Corona beeinflusst auch NRW-Kommunalwahlen
Die Corona-Pandemie kann bei den NRW-Kommunalwahlen am 13. September nach Einschätzung des Politologen Stefan Marschall Einfluss auf das Wahlverhalten haben. „Die ganze Corona-Situation wird bei den Kommunalwahlen eine große Rolle spielen“, sagte der Düsseldorfer Politik-Professor der Deutschen Presse-Agentur. Nicht nur die Bundesländer führen eine unterschiedliche Politik, sondern auch die Städte, Gemeinden und Kreise hätten beim Krisenmanagement „eine neue Rolle“ bekommen. Die Stimmung habe sich insgesamt geändert. „Jetzt schaut man etwas kritischer auf das Krisenmanagement“, sagte Marschall. Lesen Sie hier, wie die Kommunalwahlen in Corona-Zeiten aussehen.

Montag, 3. August, 7.40 Uhr
RKI meldet 509 neue Corona-Infektionen
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 509 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 210 402 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen im Internet meldete. Die Zahl der Todesfälle liegt nach RKI-Angaben bei 9148. Bis Montagmorgen hatten 193 500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Montag, 3. August, 6.26 Uhr
Arbeitsfehlzeiten im ersten Halbjahr trotz Corona stabil
Die Corona-Krise hat die Fehlzeiten nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit für ihre Versicherten im ersten Halbjahr 2020 nicht in die Höhe getrieben. Im Schnitt hatte demnach jeder Beschäftigte 7,6 Fehltage und damit genauso viele wie im Vorjahreszeitraum. DAK-Chef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur, entgegen den Erwartungen sei ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben.

Montag, 3. August, 5.28 Uhr
Masken-Verweigerer randalieren auf KLM-Flug nach Ibiza
In Flugzeugen gilt aktuell Maskenpflicht. Doch auf einem KLM-Flug weigerten sich zwei betrunkene Passagiere, die Bedeckung zu tragen. Nach der Landung in Ibiza wurden sie festgenommen.

Maskenverweigerer randalierten auf einem KLM-Flug.

Maskenverweigerer randalierten auf einem KLM-Flug. © picture alliance/dpa



Sonntag. 2. August, 20.37 Uhr

Aida Cruises verschiebt Neustart nach Corona-Zwangspause
Die Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises hat ihren Neustart nach der Corona-Zwangspause kurzfristig verschoben. Die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee für die erste Augusthälfte wurden am Sonntagmittag abgesagt, wie der NDR berichtet. Ursprünglich seien für den Neustart schon umfassende Sicherheitskonzepte und Hygienestandards entwickelt und von den deutschen Behörden auch genehmigt worden. Da aber Italien, wo der Sitz der Konzernmutter Costa in Genua ist, noch nicht zugestimmt hat, können die für den August geplanten Reisen nicht stattfinden.

Sonntag. 2. August, 19.45 Uhr

Großer Andrang an Teststationen

In dem Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist eine Offensive an freiwilligen Tests für Urlaubsrückkehrer gestartet. Von Teststationen wird ein stetig wachsender Andrang gemeldet. An bayerischen Stationen etwa haben sich bisher rund 18.000 Urlauber auf das Coronavirus testen lassen. An dem Flughafen in Hannover nahm die Nachfrage nach freiwilligen Tests für Reisende, die nicht in einem Risikogebiet waren, zu. Am Frankfurter Flughafen wurden an dem schon länger geöffneten Testzentrum bisher mehr als 40.000 Menschen getestet, wie es von Deutschlands größtem Airport hieß.

Sonntag. 2. August, 18.58 Uhr

RKI befürchtet Trendumkehr in Deutschland

In Deutschland sind die Fallzahlen zuletzt deutlich angestiegen. Allein bis Freitagnacht haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages registriert. Am Sonntag lag die gemeldete Zahl der Neuinfektionen bei 240 – allerdings reichen am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter die Daten weiter. Das RKI fürchtet aufgrund steigender Fallzahlen eine Trendumkehr.

Sonntag. 2. August, 17.30 Uhr

Wenige Rechnungen für AA-Flugreisen verschickt

Bis jetzt haben nur wenige deutsche Reisende, die nach dem Corona-Ausbruch per Flugzeug aus dem Ausland zurückgeholt werden mussten, eine Rechnung bekommen. „Bis zum Ende dieser Arbeitswoche werden ca. 3000 Rechnungen versandt worden sein“, berichtet die „Welt am Sonntag“. Insgesamt waren rund 240.000 Reisende bis Ende April mit Chartermaschinen nach Deutschland zurückgebracht worden.

Angaben des auswärtigen Amtes zufolge belaufen sich die Forderungen an die heimgeholten Touristen auf 200 Euro etwa für die Heimholung von den Kanarischen Inseln, auf 500 Euro für die Karibik und das südliche Afrika sowie 1000 Euro für Australien und Neuseeland.

Sonntag. 2. August, 16.26 Uhr
Gratis-Tests für Kita-Mitarbeiter starten
Ab Montag (3. August) haben Erzieherinnen und Tagesmütter die Möglichkeit, sich vorsorglich auf das Coronavirus testen zu lassen. In der darauffolgenden Woche starten die Testmöglichkeiten für Mitarbeiter von Schulen. Bis zu den Herbstferien kann das Personal in Kitas und Schulen zunächst im Wechsel alle zwei Wochen einen Abstrich machen lassen. Die Kosten dafür übernimmt das Land.

Sonntag. 2. August, 15.30 Uhr

Infektion mit Covid-19 schließt eine Körperspende aus

Nach dem Tod ist es normalerweise möglich, den Leichnam der medizinischen Forschung zur Verfügung zu stellen, anstatt ihn zu bestatten. Eine sogenannte Körperspende hilft Medizinstudenten bei ihrer Ausbildung. Doch eine Infektion mit dem Coronavirus schließt diese Möglichkeit aus.

Sonntag, 2. August, 14.13 Uhr

Vor allem Jüngere wirtschaftlich von Corona-Krise betroffen

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise haben in Deutschland vor allem die Jüngeren zu spüren bekommen. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller. Je älter die Menschen waren, desto seltener gab es finanzielle Einbußen.

Sonntag, 2. August, 13.13 Uhr

Bildungsministerin Karliczek für Maskenpflicht an Schulen

Kurz vor dem Ferienende in sechs Bundesländern hat sich Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für eine Maskenpflicht in Schulgebäuden ausgesprochen. Es sei zwar nachvollziehbar, „wenn Länder auf Abstandsregeln in den Schulen verzichten wollen, weil die räumlichen Bedingungen ansonsten nur eingeschränkt Präsenzunterricht zulassen würden“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. Mehrere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben bereits angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll allerdings nicht im Unterricht gelten. In anderen Ländern wie etwa Nordrhein-Westfalen ist von freiwilligen Maskengeboten die Rede, oder es liegt - wie in Hessen oder Sachsen - im Ermessen der Schulen.

Sonntag, 2. August, 10.26 Uhr

Dehoga fordert: Mehrwertsteuer in der Gastronomie muss niedrig bleiben

Die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf den niedrigeren Satz als Corona-Hilfsmaßnahme muss nach Ansicht des Verbandes Dehoga auch nach der Krise beibehalten werden. „Das ist eine ganz wichtige Maßnahme zur Stabilisierung der Branche“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges, der Deutschen Presse-Agentur. Die Steuern auf Speisen müssten gleich hoch sein - egal ob sie zum Mitnehmen „in der Pappe“ oder auf dem Teller serviert würden.

Sonntag, 2. August, 08.21 Uhr

Neue Corona-Fälle: RKI meldet 240 Infektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 240 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209 893 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen im Internet meldete. Tags zuvor hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 955 gelegen. Die Zahlen der Neuinfektionen sind am Wochenende tendenziell niedriger als an Werktagen, weil nicht alle Gesundheitsämter ihre Werte übermitteln.

Samstag, 1. August, 20.19 Uhr
Antikörperstudien bekräftigen Notwendigkeit von Corona-Impfung
Erste Ergebnisse von Corona-Antikörperstudien unterstreichen nach Auffassung des Infektiologen Clemens Wendtner die Notwendigkeit einer Impfung zur Eindämmung der Pandemie. „Die Durchseuchung in der Bevölkerung ist so gering, dass wir uns nicht auf Herdenimmunität verlassen können“, sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München-Klinik Schwabing.

Samstag, 1. August, 19.01 Uhr
Bundeswirtschaftsminister Altmaier setzt auf härtere Strafen bei Verstößen
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plädiert für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. „Wer andere absichtlich gefährdet, muss damit rechnen, dass dies für ihn gravierende Folgen hat“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir dürfen den gerade beginnenden Aufschwung nicht dadurch gefährden, dass wir einen erneuten Anstieg der Infektionen hinnehmen.“

Samstag, 1. August, 18.00 Uhr
Tafel Deutschland: Nachfrage nach Angeboten steigt
Die Tafeln in Deutschland nehmen in der Corona-Krise „eine neue Hilfsbedürftigkeit in der Bevölkerung“ wahr. In den kommenden Wochen und Monaten rechne man mit deutlich mehr Kunden, sagte der Vorsitzende der Tafel Deutschland, Jochen Brühl, der Deutschen Presse-Agentur. „Um mehr Menschen helfen zu können, ist eines unserer zentralen Anliegen, die Tafel-Logistik auszubauen.“ Dafür forderte er finanzielle Unterstützung des Bundes.

Samstag, 1. August, 16.56 Uhr
Zweite Corona-Welle könnte massive wirtschaftliche Folgen haben
Führende Ökonomen haben sich besorgt über die gestiegene Zahl der täglichen Corona-Infektionen geäußert. „Eine zweite Welle könnte wirtschaftlich schädlicher sein als die erste Welle. Denn viele Unternehmen sind angeschlagen, haben hohe Schulden und kaum mehr Rücklagen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der „Rheinischen Post“.

Samstag, 1. August, 16.12 Uhr
SPD-Chefin Esken für flächendeckende Corona-Tests
SPD-Chefin Saskia Esken fordert angesichts steigender Infektionszahlen eine deutliche Ausweitung der Corona-Tests in Deutschland. Nötig sei eine Strategie, die es erlaube, durch flächendeckende und zugleich gezielte Tests Infektionen frühzeitig zu identifizieren und damit weitere Ansteckungsrisiken zu verringern, sagte Esken der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Die SPD-Chefin mahnte: „Wir können uns auch im Inland keinen Leichtsinn leisten. Viele Institutionen versuchen jetzt wieder in die gewohnte Normalität, also in alte Strukturen zurückzukehren. Das ist absolut verständlich, aber womöglich lebensgefährlich.“ Esken warnte: „Es steht jetzt viel für unser Land auf dem Spiel.“

Samstag, 1. August, 15.04 Uhr
Anti-Corona-Demo in Berlin: Nur wenige Teilnehmer tragen Maske
Mehrere Tausend Menschen haben sich in Berlin zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen versammelt: Auf dem Boulevard Unter den Linden standen die Demonstranten dicht gedrängt, später zogen sie über die Friedrichstraße. Auf Abstandsregeln wurde dabei weitgehend nicht geachtet. Zudem trugen kaum Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz. Trotz steigender Infektionszahlen machen sie sich für ein Ende aller Auflagen stark.

Samstag, 1. August, 14.29 Uhr
Seehofer: „Deutschland hat halbes Jahr Corona sehr gut gemanagt“
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist davon überzeugt, dass die allermeisten Bürger in Deutschland weiter hinter den Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie stehen. „Die ganz große Mehrheit verhält sich absolut korrekt und diszipliniert“, sagte Seehofer der „Passauer Neuen Presse“. „Natürlich gibt es bei Eingriffen in die Grundrechte und Beschränkungen der Freiheit immer auch andere Meinungen. Das ist aber erstens normal und zweitens nach meinem Eindruck nicht die Mehrheit.“ Seehofer zog ein positives Fazit der bisherigen Corona-Politik. „Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Deutschland dieses halbe Jahr der Corona-Pandemie sehr gut gemanagt hat“, sagte er.

Samstag, 1. August, 13.16 Uhr

Menschen werden immer leichtsinniger

Das Coronavirus ist wieder auf dem Vormarsch: durch Urlaubsrückkehrer, Saisonkräfte und durch wachsende Sorglosigkeit. Überall werden die Menschen immer leichtsinniger, missachten die gültigen Regeln. So auch in Lünen. Dort liegen inzwischen nicht mehr in jedem Restaurant Listen aus, in denen sich die Menschen eintragen sollen. Bis zu 25.000 Euro können für Gewerbetreibende fällig werden. Aber auch andere Dinge werden missachtet. Die Kollegen vor Ort haben den Check gemacht.

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Samstag, 1. August, 10.36 Uhr

Aufregung um Schild auf der Insel Föhr

Heiße DIskussionen gibt es derzeit auf der kleinen schleswig-holsteinischen Insel Föhr und weit darüberhinaus um ein Schild der Strandbar Schapers. Die Betreiber des Lokals haben draußen ein Schild aufgestellt, auf dem steht „Keine Maskenpflicht! Wer möchte, darf uns gern sein Lächeln schenken“, wie „Der Insel-Bote“ berichtet und mit einem Bild zeigt. Die Bar verstößt zwar nicht gegen Auflagen, (in Schleswig-Holstein gibt es für Gäste in Restaurants oder Bars keine Maskenpflicht). Dennoch ist die Aufregung bei Einwohnern und Politikern auf Föhr groß. Denn das Schild kann auch als expliziten Aufruf verstanden werden, keine Maske zu tragen.

Samstag, 1. August, 9.59 Uhr
Polizei in Dortmund besorgt
Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange blickt mit Sorge auf die steigenden Corona-Zahlen und kündigt die konsequente Ahndung von Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen an. Die große Mehrheit in Dortmund beachte die Corona-Regeln, jedoch reagierten Partygäste auch oft aggressiv, beobachtet die Dortmunder Polizei.

Samstag, 1. August, 7.10 Uhr
955 neue Fälle in Deutschland
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209 653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag laut RKI in Deutschland bei 1,06 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet allerdings das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.

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Die Hintergrundaktualisierung hat bei der Corona-Warn-App zu technischen Problemen geführt. Nutzer können in den Einstellungen überprüfen, ob ihre Anwendung funktioniert.

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