Coronavirus in NRW: Mehrheit findet Corona-Lockerungen zu Silvester falsch – Liveblog

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Für die Lockerungen an Weihnachten findet sich laut einer Umfrage eine knappe Mehrheit unter den Bürgern. Deutlich kritischer werden die Maßnahmen zu Silvester gesehen. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 03.12.2020, 05:20 Uhr / Lesedauer: 15 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 272.021 bestätigte Fälle - 63.800 aktuell Infizierte - 3.721 Todesfälle. (Stand: 3.12.2020).
  • Ab Freitag sollen Erzieher und Lehrer nicht länger für einen Corona-Schnelltest zum Arzt müssen. Beide Berufsgruppen dürfen sich dann selbst auf das Coronavirus testen.
  • In ihren neuen Empfehlungen zum Maskentragen rät die WHO zum Tragen von Masken in den eigenen vier Wänden wenn Besuch kommt.
  • Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert.
  • Das Coronavirus ist in Deutschland auch bei einem Hund und einer Katze nachgewiesen worden. Die Tiere stecken sich bei infizierten Menschen an, sind aber für andere Menschen offenbar keine Gefahr.
  • Laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sind Impfungen gegen das Coronavirus kostenfrei. 19 Fragen und Antworten zu Impfzentren finden Sie hier.
  • Seit dem 1. Dezember gilt in NRW die neue Corona-Schutzverordnung. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Landesweit gilt in NRW weiter die Maskenpflicht. Alle Neuerungen gibt es hier auf einen Blick.
  • Was die neuen Regeln für NRW bedeuten, erfahren Sie hier im Video.

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Donnerstag, 3. Dezember, 21.13 Uhr

Umfrage: Knappe Mehrheit findet Lockerungen an Weihnachten richtig

Eine knappe Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet die Lockerung von Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten. 53 Prozent finden, eine solche Lockerung für die Weihnachtstage sei eher richtig, wie aus dem am Donnerstagabend in Köln veröffentlichten ARD-„Deutschlandtrend“ hervorgeht.

44 Prozent hingegen sagen, dies sei eher falsch. Eine Lockerung der Corona-Maßnahmen zu Silvester wird kritischer gesehen: 68 Prozent finden das eher falsch, 30 Prozent eher richtig.

Donnerstag, 3. Dezember, 20.24 Uhr

Schauspielhaus Bochum zeigt „King Lear“ im Live-Stream

Angesichts der coronabedingten Theaterschließungen bietet das Schauspielhaus Bochum „King Lear“ als Live-Stream an. Der Klassiker von William Shakespeare werde in der Regie von Intendant Johan Simons als „Geistervorstellung“ vor leerem Saal gespielt und zugleich mit mehreren Kameras für das Online-Publikum aufgenommen. Die Aufführung sei nur während des Live-Streams am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr zu sehen, aber nicht mehr später abrufbar, teilte das Theater am Donnerstag mit. Dasselbe gelte für die Live-Übertragung von Harold Pinters „Asche zu Asche“ am 18. Dezember um 19.30 Uhr. Bis zu 800 Personen können nach Anmeldung kostenlos zuschauen.

Donnerstag, 3. Dezember, 19.03 Uhr

Kassenärzte sehen Schnelltest-Zentren kritisch - Tests seien zu knapp

Die Kassenärzte haben sich kritisch zu den Corona-Schnelltest-Zentren für Selbstzahler geäußert, die derzeit in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens eröffnet werden. Solange die die Schnelltest-Kits knapp seien, sollten sie vorrangig nicht unter „Convenience-Gesichtspunkten“, sondern unter medizinischen Gesichtspunkten etwa zum Schutz von Risikogruppen eingesetzt werden, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mit. Antigen-Schnelltests seien momentan nicht in ausreichender Anzahl flächendeckend vorhanden, um mit Blick auf die bevorstehenden Weihnachtstage jeden Patienten ohne Symptome zu testen, erklärte ein Sprecher. Corona-Schnelltests taugten nicht zum pauschalen „Freitesten“ für Weihnachten, so der Sprecher weiter.

Donnerstag, 3. Dezember, 18.12 Uhr

Immer mehr Corona-Schnelltest-Zentren in Nordrhein-Westfalen

An immer mehr Orten in Nordrhein-Westfalen werden Corona-Schnelltests für Selbstzahler in extra hergerichteten Räumen angeboten. In Düsseldorf etwa gibt es Testzentren in ansonsten als Restaurant oder Club genutzten Gebäuden, in Köln in Räumen über einem Bekleidungsgeschäft in der Fußgängerzone. Ein weiterer Standort kam am Donnerstag mit der König-Pilsener-Arena in Oberhausen hinzu. Betrieben wird dieses Zentrum von einem Kölner Arzt, der auch schon Zentren in München, Berlin und Köln betreibt.

In Düsseldorf soll an diesem Samstag ein weiteres Zentrum im Bankenviertel in der Innenstadt eröffnen. Dahinter steht ein eigens für Corona-Tests gegründetes Unternehmen mit Sitz in Hürth, an dem auch Ärzte beteiligt sind. In Oberhausen müssen Interessenten für einen Antigen-Schnelltest einen Termin online buchen. Das von einem Arzt ausgewertete Ergebnis werde bereits nach 15 Minuten digital übermittelt, teilte die Arena mit. Auch niedergelassene Ärzte bieten Schnelltests für Jedermann an.

Donnerstag, 3. Dezember, 17.20 Uhr

NRW beteiligt sich an bundesweiter Kontrolle zur Maskenpflicht

NRW wird sich am kommenden Montag beim ersten bundesweiten Kontrolltag zur Maskenpflicht in Bahnen beteiligen. „Dass auch bundesweit auf Fernstrecken Schwerpunktkontrollen durchgeführt werden, ist ein wichtiger Beitrag, an die Maskenpflicht zu erinnern“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag. Bei landesweiten Kontrollen in Nordrhein-Westfalen waren am 24. November 805 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt worden. Drei Monate zuvor, am 24. August 2020, waren es bei der ersten Schwerpunktkontrolle laut Ministerium 1707 Verstöße.

Donnerstag, 3. Dezember, 16.06 Uhr

NRW-Kultursekretariate fordern Rettungsschirm für die Kultur

Die Kultursekretariate in Nordrhein-Westfalen haben in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Rettungsschirm für die Kultur gefordert. Der Kulturbereich werde von den pandemiebedingten Einschränkungen besonders schwer erschüttert, schreiben sie in dem am Donnerstag veröffentlichten Brief. Die Zukunft vieler Kulturschaffender sei infolge der Schließungen „mehr als unsicher, ihre Existenzen sind bedroht“.

Donnerstag, 3. Dezember, 14.15 Uhr
Bundestag verteidigt Corona-Zuschuss für Parlamentsbeschäftigte

Nach einem Sturm der Entrüstung hat der Bundestag den steuerfreien Corona-Bonus für Parlamentsbeschäftigte verteidigt. Damit sei lediglich der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wie üblich auf die Mitarbeiter der Abgeordneten übertragen worden, teilte die Bundestags-Pressestelle am Donnerstag in einer Stellungnahme mit. Sie reagierte damit auf Berichte des Nachrichtenportals „ThePioneer“ und in der „Augsburger Allgemeinen“, wonach es im Dezember eine einmalige Sonderzahlung von bis zu 600 Euro gibt.

Ende Oktober hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf höhere Löhne im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen verständigt. Teil der Tarifeinigung war auch eine einmalige Corona-Sonderzahlung von 600 Euro für die unteren Einkommensgruppen, 400 Euro für die mittleren und 300 Euro für die oberen Einkommensgruppen.

Donnerstag, 3. Dezember, 12.58 Uhr
Rosenmontagsumzug in Düsseldorfer Stadion abgesagt

Am Rosenmontag wird es auch im Düsseldorfer Fußballstadion keinen Corona-konformen Umzug geben. Das Comitee Carneval (CC) hat die Session nun komplett abgesagt, wie die Jecken am Donnerstag mitteilten.




Donnerstag, 3. Dezember, 12.17 Uhr

NRW-Familienminister missbilligt eigenmächtige Quarantäne von Kitas

Entscheidungen über Quarantäne in Kitas oder Schulen dürfen in Nordrhein-Westfalen ausschließlich die Gesundheitsämter treffen. Das stellte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags klar. Einige Einrichtungen hätten berichtet, dass die Ämter den Kita-Leitungen die Entscheidung über Quarantäne nach Corona-Fällen übertragen hätten.

Er habe daraufhin mit dem Gesundheitsministerium einen Erlass an die Gesundheitsämter verfassen lassen. Darin werde noch einmal „unmissverständlich klargestellt“, dass ausschließlich die Gesundheitsämter über Quarantäne zu entscheiden hätten.

Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration und Vize-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sieht die Bemächtigung Quarantänen zu verhängen einzig bei den Gesundheitsämtern.

Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration und Vize-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sieht die Bemächtigung Quarantänen zu verhängen einzig bei den Gesundheitsämtern. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 3. Dezember, 10.56 Uhr

Trotz stagnierender Werte: RKI-Chef gibt keine Entwarnung

Die Zahl der neuen Corona-Fälle in Deutschland muss aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich stärker gesenkt werden, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bekommen. „Die Lage bleibt weiter sehr angespannt“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Auch nach den Beschränkungen der vergangenen Wochen, die die Fallzahlen als ersten Erfolg stabilisiert hätten, seien sie immer noch zu hoch. „Sie sinken nicht spürbar.“

Donnerstag, 3. Dezember, 9.10 Uhr

Merkel dämpft Hoffnung auf schnelle Impfungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Hoffnung auf baldige Impfungen gegen das Coronavirus im großen Rahmen gedämpft. „Das heißt, wir müssen durch den Winter durchkommen, ohne darauf setzen zu können, dass wir im großen Maße Impfstoff zur Verfügung haben.“

Um eine Verordnung zu erarbeiten, wer wann in welcher Reihenfolge geimpft wird, brauche man zunächst alle Daten aus dem Zulassungsverfahren bei der EU, so Merkel. Dies könne vor aber auch erst nach Weihnachten geschehen.


Donnerstag, 3. Dezember, 8.10 Uhr

Spahn plant neues Testkonzept für Lehrer und Erzieher

Lehrer und Erzieher sollen sich in Zukunft nach einer entsprechenden Schulung selbst auf das Coronavirus testen dürfen. „Kitas und Schulen beziehungsweise ihre Träger können von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Lehrerinnen und Lehrer werden sich regelmäßig selbst testen dürfen.“

Donnerstag, 3. Dezember, 7.43 Uhr

CDU-Kommunalpolitiker fordern Gastronomie im Januar zu öffnen

Nach der Entscheidung von Bund und Ländern, den Teil-Lockdown bis zum 10. Januar zu verlängern, dringen die Unionskommunalpolitiker auf eine Öffnungsperspektive für Restaurants und Gaststätten. „Spätestens ab Januar sollte die Gastronomie wieder öffnen dürfen“, sagte der Vorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU (KPV), Christian Haase (CDU).

„Es ist sicherer, wenn man abends mit wenigen Leuten dort zum Essen geht, wo es gute Hygienekonzepte gibt, als wenn man sich in einer kleinen Küche zusammensetzt. Die Verlagerung solcher Treffen in den Privatbereich verringert das Infektionsrisiko nicht“, sagte der CDU-Politiker.

Donnerstag, 3. Dezember, 6.14 Uhr

WHO empfiehlt Masken auch zu Hause zu tragen

De Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen zum Maskentragen als Schutz vor Coronavirus-Infektionen ausgeweitet. Neu empfiehlt sie, dass Menschen auch in der eigenen Wohnung bei Besuch von Außenstehenden Masken tragen sollen, wenn die Lüftung dort nicht gut ist oder nicht richtig beurteilt werden kann. Das gelte „unabhängig davon, ob ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann“, heißt es in den am Mittwoch aktualisierten Empfehlungen.

Donnerstag, 3. Dezember, 5.23 Uhr

Über 22.000 neue Infektionen und fast 500 neue Todesfälle an einem Tag

Das Robert-Koch-Institut meldet einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 22.046 auf über 1,106 Millionen. Tags zuvor waren 17.270 gemeldet worden. Die Zahl gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 479 auf 17.602

Mittwoch, 2. Dezember, 22.41 Uhr

Laschet gegen Skiferien im Dezember - einheitliche Regelung gefordert

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat nach dem Verbot des Skilift-Betriebs in Nordrhein-Westfalen zum Schutz vor Corona entsprechende Regelungen für alle große Skigebiete europaweit gefordert. „Zu diesem Weihnachten und zum Jahreswechsel passen keine Skiferien. Die Sorge, dass das Virus einen weiteren Schub bekommen könnte, ist berechtigt“, sagte Laschet am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Der Regierungschef des bevölkerungsreichsten Bundeslandes in Deutschland appellierte zugleich an die Bürger: „Bitte verzichten Sie in diesem Jahr auf unnötiges Reisen.“ Die Ankündigung Österreichs, den Skitourismus nicht hochzufahren, begrüße er ausdrücklich.

Mittwoch, 2. Dezember, 21.42 Uhr

Erneut Corona-Ausbruch bei Tönnies: 170 Infizierte in Weißenfels

Beim Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels sind derzeit 172 Mitarbeiter mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Zuvor habe es einen großangelegten Reihentest bei den Beschäftigten des Unternehmens gegeben, erklärte Ariane Körner vom Burgenlandkreis am Mittwoch. Der Landkreis habe daher Gespräche mit der Firma aufgenommen. Das Unternehmen wolle die Betroffenen nun in einer gesonderten Quarantäneeinrichtung unterbringen. Zudem soll es Ende der Woche erneute Tests geben.

Mittwoch, 2. Dezember, 20.35 Uhr

Laschet: Verlängerung des Teil-Lockdowns gibt Planungssicherheit

Die Verlängerung des Teil-Lockdown bis zum 10. Januar gibt nach Ansicht von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) „Klarheit und Planungssicherheit“. „Die Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen sinken, aber sie sind noch zu hoch. Wenn wir alle vorsichtig bleiben, besteht die gute Chance auf ein besseres neues Jahr 2021“, sagte Laschet am Mittwochabend nach den Beratungen mit den anderen Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Düsseldorfer Landtag.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Düsseldorfer Landtag. © picture alliance/dpa

Mittwoch, 2. Dezember, 20.17 Uhr

Bund und Länder: Teil-Lockdown wird bis zum 10. Januar verlängert

Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen, wie die CDU-Politikerin im Anschluss mitteilte. „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, sagte Merkel.

Eine Corona-Inzidenz von 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sei das klare Ziel. „Davon sind wir leider weit entfernt. Wir haben eine hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen jeden Tag.“ Derzeit gilt ein Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember. Bund und Länder hatten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über die Feiertage beschlossen.

Mittwoch, 2. Dezember, 19.36 Uhr

Bund und Länder planen, Gastronomie und Hotels länger geschlossen zu halten

Laut einem Medienbericht erwägen Bund und Länder, die Schließung von Gastronomie und Hotels bis zum 10. Januar zu verlängern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Verhandlungskreise. Derzeit gilt der Teil-Lockdown nur bis zum 20. Dezember. Laut dem Infektionsschutzgesetz dürfen Einschränkungen immer nur über einen Zeitraum von maximal vier Wochen erlassen werden. Nach Informationen des RND ist die Verlängerung der Schließungen mit der Kanzlerin allerdings noch nicht vereinbart.

Merkel und die Länder-Chefs trafen sich am Nachmittag zur regulären Ministerpräsidentenkonferenz. Dabei sollte es unter anderem um Digitalisierung, Energiewende und den Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus gehen. Das Vorgehen in der Corona-Krise sollte diesmal nur am Rande besprochen werden.

Mittwoch, 2. Dezember, 18.31 Uhr

Über 1600 Kitas in NRW im November ganz oder teilweise geschlossen

In Nordrhein-Westfalen mussten wegen der Corona-Pandemie im November 665 Kitas zeitweise komplett und 948 Einrichtungen in Teilen schließen. Das geht aus einem Bericht des Familienministeriums für den Landtag hervor. Damit waren mehr als 15 Prozent der rund 10.500 Einrichtungen von coronabedingten Schließungen betroffen. Insgesamt werden laut Ministerium in den Kindertagesbetreuungen des Landes rund 730.000 Kinder von 160.000 Beschäftigten betreut. Wie viele Kinder und Personal von den Schließungen betroffen waren, blieb in dem Bericht offen.

Mittwoch, 2. Dezember, 17.46 Uhr

Bundeswehr hilft in Düsseldorf - Einsatz in 47 Gesundheitsämtern

Die Bundeswehr unterstützt nun auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf das Gesundheitsamt. 20 Soldatinnen und Soldaten aus Lüneburg (Niedersachsen) sollen ab sofort täglich bei der Kontaktnachverfolgung helfen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch erfuhr. Laut dem Landeskommando der Bundeswehr sind NRW-weit inzwischen Soldatinnen und Soldaten für 47 von 53 Gesundheitsämtern im Einsatz. Die Bundeswehr hilft nach Angaben eines Sprechers mit 1100 Soldatinnen, Soldaten und zivilen Angestellten bei der telefonischen Recherche nach Kontaktpersonen, bei mobilen Corona-Tests und auch in Krankenhäusern und einem Pflegeheim. Demnächst könnte die Bundeswehr auch in den geplanten Impfzentren helfen.

Mittwoch, 2. Dezember, 16.51 Uhr

Terminaufruf per Autoradio - Minisender gegen volle Wartezimmer

Gegen zu volle Warteräume in Arztpraxen hat ein Hausarzt und Dozent der Universität Witten/Herdecke in der Corona-Krise das „Radio Wartezimmer“ entwickelt. Ein Minisender soll es Patienten ermöglichen im Auto vor der Praxis zu warten, teilte die Hochschule am Mittwoch mit. Der Aufruf des eigenen Termins erfolgt dann über das eigene Autoradio. Die Bedienung sei geregelt wie bei einem Autokino. Allerdings reiche der Sender nur einige Meter weit, so dass sich die Anwendung nur für Praxen mit ausreichend Parkraum vor der Tür eigne. In der Praxis des Entwicklers Stefan Spieren in Wenden im Kreis Olpe komme die Technik inzwischen zum Einsatz und entlaste den Praxisalltag.


Mittwoch, 2. Dezember, 14.59 Uhr
Coronavirus in Deutschland bei Hund und Katze nachgewiesen
In Deutschland sind bei einer Katze und einem Hund Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Proben der Katze seien im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald untersucht worden, sagte dessen Präsident Thomas Mettenleiter am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das Tier aus Frankfurt am Main habe die Infektion überlebt.

Zu dem Hund aus München konnte er keine weiteren Angaben machen. „Wir wissen seit dem Frühjahr, dass sie infizierbar sind“, sagte er. Weltweit seien rund 70 bestätigte Fälle bei Haustieren bekannt. Zwei Drittel davon seien Katzen, ein Drittel Hunde.

Zum ersten Mal in Deutschland ist bei Haustieren das Coronavirus nachgewiesen worden: einer Katze und einem Hund.

Zum ersten Mal in Deutschland ist bei Haustieren das Coronavirus nachgewiesen worden: einer Katze und einem Hund. © picture alliance/dpa

Infizierte Menschen sollten daher auch Abstand zu ihren Haustieren halten. Die Vierbeiner könnten durch das Coronavirus ebenfalls erkranken und sterben. Vor dem Hintergrund der Corona-Ausbrüche auf Nerzfarmen in Dänemark warnte Mettenleiter in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ jedoch vor der Übertragung des Virus vom Menschen auf freilebende Wildtiere. „Das ist im Zweifelsfall nicht nur für die Tiere gefährlich, sondern auch für uns Menschen“, sagte er. Beim Kontakt mit Wildtieren wie Mardern und Fledermäusen sei besondere Vorsicht geboten.

Mittwoch, 2. Dezember, 14.35 Uhr
Österreich verschärft seine Einreisebestimmungen - kein Skiurlaub für Deutsche
Im Nachbarland Österreich ist nach neuen Regelungen ein Skiurlaub für Deutsche bis Mitte Januar praktisch unmöglich. Österreich befindet sich noch bis zum 6. Dezember im harten Lockdown, die Skigebiete in Österreich sind komplett geschlossen. Ein Skiurlaub wird für deutsche Touristen aber auch danach vorerst nicht möglich sein, da die Einreisebedingungen verschärft werden. Das Land verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Österreicher dürfen sollen Skilifte schon ab dem 24. Dezember wieder nutzen können.

Mittwoch, 2. Dezember, 12.28 Uhr
Zahl der Neuinfektionen in NRW geht weiter zurück
Die Zahl der Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter gesunken. Für Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) beim zentralen Wert der Sieben-Tage-Inzidenz einen Rückgang auf 137,7. Am Dienstag hatte die Kennzahl noch bei 142,8 gelegen. Die Hotspots Solingen (252,4) Duisburg (212,2) und Hamm (206,2) überschritten allerdings weiterhin die extreme 200er-Schwelle

Mittwoch, 2. Dezember, 10.38 Uhr
Laschet: Corona-Impfungen werden kostenlos sein
Impfungen gegen das Coronavirus werden nach Angaben von NRW-Regierungschef Armin Laschet kostenlos sei. Auf die Frage eines WDR-Hörers, ob die Bürger zuzahlen müssten, sagte der CDU-Politiker im „Morgenmagazin“: „Nach meinem Wissen zu 99,9 Prozent nicht, nein.“ Der Bund werde den Impfstoff besorgen, der voraussichtlich zum Jahreswechsel zur Verfügung stehe.

Eine Million Dosen sollten an Nordrhein-Westfalen gehen. Er rechne damit, das ein Großteil der 18-Millionen-Bevölkerung in NRW die Chance habe, im kommenden Jahr geimpft zu werden.

Mittwoch, 2. Dezember, 9.02 Uhr

Razzien wegen Soforthilfe-Betrugs in NRW

Staatsanwaltschaft, Polizei und Zoll haben in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen und in Österreich wegen Verdachts auf Corona-Soforthilfebetrugs Durchsuchungen gestartet. Am Mittwochmorgen liefen die Aktionen mit rund 100 Beamten in Köln, Bergheim, Pulheim, Krefeld und Essen an, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Es gehe auch um Verdacht auf Steuerhinterziehung. Privatwohnungen und eine Firmenhalle wurden durchsucht. Zudem seien Ermittler in Österreich im Einsatz und unterstützten die deutschen Behörden.

Mittwoch, 2. Dezember, 8.16 Uhr

Großbritannien lässt Corona-Impfstoff von Biontech zu

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die EU und die USA

Mittwoch, 2. Dezember, 7.20 Uhr
NRW soll eine Million Impfdosen bekommen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass zum Jahreswechsel mit ersten Corona-Impfungen begonnen werden kann. Bundesweit stünden zum Jahresbeginn voraussichtlich zwischen fünf und acht Millionen Impfdosen zur Verfügung - davon etwa eine Million für das bevölkerungsreichste Bundesland NRW, sagte Spahn. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) habe im Kabinett angekündigt, besonders schutzbedürftige Gruppen zu bevorzugen.

Mittwoch, 2. Dezember, 6.10 Uhr

Mehr als 17.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Wie das Robert-Koch-Institut am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 17.270 neue Ansteckungsfälle erfasst. Das waren gut 1300 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland nach RKI-Angaben 1.084.743 Infektionen erfasst. Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg den Angaben zufolge um 487 auf 17.123.

Mittwoch, 2. Dezember, 5.19 Uhr

Wegen Corona-Einbußen: Brauer fordern Entschädigung vom Staat

Die Verbände der deutschen Brauwirtschaft fürchten aufgrund der Corona-Pandemie um den Fortbestand zahlreicher Brauereien und fordern Hilfe vom Staat. Die Verbände fordern eine „zielgerichtete finanzielle Unterstützung zur Existenzsicherung“. Zulieferer des Gastgewerbes würde bei den Hilfsprogrammen von Bund und Ländern für in Not geratene Branchen weitgehend unter den Tisch fallen.

Dienstag, 1. Dezember, 23.03 Uhr

Spahn: Keine Garantie für Schnelltests in allen Heimen an Weihnachten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Hoffnung auf eine Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests in allen Alten- und Pflegeheimen bis Weihnachten gedämpft. „Kann ich versprechen, dass jedes Pflegeheim am 24.12. welche hat? Nein“, sagte Spahn am Dienstag im WDR-Fernsehen in einem Doppelinterview, das mit ihm und dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) geführt wurde. Er wolle da ehrlich sein. Es seien auch schon Tests verfügbar, aber eben noch nicht überall ausreichend, so Spahn. Das werde sich aber Zug um Zug verbessern. Ein Schnelltest könne eine „zusätzliche Sicherheit“ für einen Besuch bei Verwandten bedeuten. Die anderen Corona-Regeln seien damit aber nicht aufgehoben.

Dienstag, 1. Dezember, 22.08 Uhr

Laschet: Gelockerte Corona-Regeln an Weihnachten nicht „ausreizen“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Corona-Lockerungen an Weihnachten aufgerufen. „Vorsichtig sein, selbst wenn zehn erlaubt sind, muss man das nicht alles ausreizen“, sagte er am Dienstag im WDR-Fernsehen in einem Doppelinterview mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Und Abstand halten, auch an diesen Festen.“ Partys würden nicht geduldet, betonte der Regierungschef. „Auch nicht in Garagen oder was man alles an Umgehungen erfinden könnte.“

Dienstag, 1. Dezember, 21.41 Uhr

Skiurlaub in Österreich wird 2020 nicht möglich

Österreich befindet sich noch bis mindestens zum 6. Dezember im harten Lockdown, die Skigebiete in Österreich sind geschlossen. Ein Skiurlaub wird für deutsche Touristen aber wohl auch danach nicht so schnell möglich werden. Zwar plant die Regierung Medienberichten zufolge leichte Lockerungen ab dem 7. Dezember, die an diesem Mittwoch im Ministerrat beschlossen werden sollen.

Allerdings soll der Tourismus davon nicht profitieren: Während Schulen und Geschäfte eingeschränkt wieder öffnen könnten, sollen Hotellerie und Gastronomie geschlossen bleiben, voraussichtlich bis in den Januar, das berichtet die österreichische Tageszeitung „Der Standard“.

Auch die österreichische Skisaison fällt für deutsche Touristen im Coronajahr 2020 aus.

Auch die österreichische Skisaison fällt für deutsche Touristen im Coronajahr 2020 aus. © picture alliance / dpa-tmn

Dienstag, 1. Dezember, 20.19 Uhr

Neue Quarantäneregel in Corona-Schutzverordnung

Nach einem Kontakt mit einem Infizierten kann man sich nach zehn Tagen „frei testen“ lassen, wenn es keine lokalen Sonderregeln gibt. Außerdem gilt: Wer sich einem PCR-Test unterzogen hat, muss in Quarantäne, bis ein negatives Ergebnis vorliegt. Liegt ein positiver PCR-Test vor, muss man automatisch zehn Tage lang in Quarantäne. Danach darf man diese verlassen, sofern 48 Stunden lang keine Krankheitssymptome mehr erkennbar waren. Man muss zum Beenden der Quarantäne also keine Erlaubnis der Behörde mehr abwarten.

Jetzt lesen

Dienstag, 1. Dezember, 19.08 Uhr

Erster NRW-Auftrag an van Laack hatte Umfang von 38,5 Millionen Euro

Ein erster Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung an die Mode-Firma van Laack über Schutzausrüstung in der Corona-Pandemie hatte im April einen Umfang von 38,5 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Das geht aus einer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt hervor.

Später kamen zwei Aufträge für die Landespolizei über jeweils 1,25 Millionen Stoffmasken hinzu. Über den Wert dieses Auftrags wurde zunächst nichts bekannt. Das Geschäft aus dem April hatte das Interesse der Opposition geweckt, nachdem bekannt geworden war, dass der Sohn von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Kontakt zu van Laack hergestellt hatte.

Dienstag, 1. Dezember, 18.20 Uhr

Beschluss: Schülerin muss trotz vorerkranktem Vater zur Schule

Eine Schülerin muss auch dann während der Corona-Pandemie am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn ihr Vater an Vorerkrankungen leidet. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Dienstag entschieden und mitgeteilt. Einen Eilantrag der Schülerin auf Befreiung vom Präsenzunterricht lehnten die Richter ab (Az.: 18 L 2278/20). Die Antragstellerin habe nicht ausreichend belegt, dass das Gesundheitsrisiko für ihren Vater im Fall einer Covid-19-Infektion so groß sei, dass ihr Distanzunterricht erteilt werden müsse. Die vorgelegten ärztlichen Bescheinigungen seien insoweit nicht aussagekräftig genug.

Dienstag, 1. Dezember, 17.29 Uhr

Corona-Nothilfe für Studierende bis März 2021 verlängert

Viele Studierende sind in der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Etwa, weil der Nebenjob in einer Bar oder einem Restaurant weggefallen ist oder weil die Eltern sie nicht mehr unterstützen können. Um diesen Studierenden zu helfen, hatte das Bundesbildungsministerium schon von Juni bis September sogenannte Überbrückungshilfen gewährt. Insgesamt wurden sie mehr als 155.000 Mal zugesagt. Mit dem erneuten Corona-Lockdown hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Hilfen nun verlängert – nach neuestem Stand bis zum Ende des Wintersemesters 20/21 im März nächsten Jahres.

Dienstag, 1. Dezember, 16.07 Uhr
Neue Corona-Regeln, die für Schüler und Lehrer jetzt wichtig sind

Klassenfahrten, früher Unterrichtsbeginn, vorgezogene Ferien, Klausuren: Die neue Corona-Schutzverordnung regelt viele wichtige Punkte. Doch einiges davon ist problematisch für die Schulen. Welche Regeln jetzt wichtig sind, erklären Jens Ostrowski und Ulrich Breulmann hier im Videogespräch.


Dienstag, 1. Dezember, 12.45 Uhr

König-Pilsener-Arena in Oberhausen wird zum Schnelltest-Zentrum

In der Oberhausener König-Pilsener-Arena eröffnet das zweite Schnelltest-Zentrum in NRW. Für einen Test müssen sich Interessenten online einen Termin mit punktgenauer Uhrzeit buchen. Das Ergebnis soll dann nach 15 Minuten vorliegen, verspricht eine Mitteilung. Benutzt wird ein offiziell anerkannter Antigen-Schnelltest mit Rachenabstrich.

So soll es im neuen Corona-Schnelltest-Zentrum in der König-Pilsener-Arena aussehen.

So soll es im neuen Corona-Schnelltest-Zentrum in der König-Pilsener-Arena aussehen. © König Pilsener Arena

Dienstag, 1. Dezember, 12.33 Uhr

Corona-Impfstoff: Biontech und Pfizer beantragen Zulassung in der EU

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei am Montag eingereicht worden, teilten Biontech und Pfizer am Dienstag mit.

Dienstag, 1. Dezember, 11.18 Uhr
Nur noch drei extreme Hotspots - Münster bereits wieder bei 55,2

Nur noch drei Städte in NRW sind laut den Daten des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) extreme Corona-Hotspots mit einem 7-Tage-Inzidenzwert von über 200: Duisburg, Hagen und Solingen. Solingen weist den höchsten Wert mit 263,7 auf. Vergangene Woche hatten in NRW noch 9 von 53 Kreisen und Städten über der Wocheninzidenz von 200 gelegen.

In ganz NRW sank die Wocheninzidenz zwar um 4,7 auf 142,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Die Lage in der Corona-Pandemie bleibt aber weiterhin angespannt. Als zu erreichender Richtwert gilt weiterhin 50. Die Stadt Münster ist diesem Wert mit einer Wocheninzidenz von 55,2 am nächsten.

Seit Montag wurden dem LZG von den Gesundheitsämtern 3070 Corona-Neuinfektionen gemeldet. In Spitzenzeiten Anfang November waren es weit mehr als 5000 neue Fälle pro Tag. Die Zahl der aktuell in NRW mit dem Coronavirus infizierten Menschen wird derzeit auf 65.600 geschätzt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 80 auf 3515.

Dienstag, 1. Dezember, 9.25 Uhr

US-Konzern Moderna beantragt Impfstoff-Zulassung in der EU

Der US-Pharmakonzern Moderna hat als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Ein entsprechender Antrag sei gestern bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA eingereicht worden, bestätigte eine Moderna-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Dienstag, 1. Dezember, 8.42 Uhr

Rund 100 Apotheken in NRW können Corona-Impfstoff vorbereiten

Rund 100 der 4500 Apotheken in Nordrhein-Westfalen können den Corona-Impfstoff so vorbereiten, dass er in den Impfzentren sofort verabreicht werden kann. Diese Apotheken verfügten über die nötigen Rein- und Kühlräume und das Fachpersonal, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der „Rheinischen Post“.

Verbandschef Preis zeigte sich zuversichtlich, dass bis Ende 2021 rund 60 Prozent der Bevölkerung in NRW geimpft werden könnte. „Es wird alles so vorbereitet werden, dass nach der erwarteten Zulassung des Impfstoffs im Dezember sofort mit den ersten Impfungen begonnen werden kann.“ Im neuen Jahr sollten die Impfkapazitäten kontinuierlich gesteigert werden

Dienstag, 1. Dezember, 8.14 Uhr

Scheuer plant bundesweiten Aktionstag zur Maskenpflicht

Ein bundesweiter Aktionstag soll Fahrgäste in Bahnen und Bussen mit Nachdruck auf die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckungen hinweisen. „Die Maskenpflicht ist unser wirkungsvollstes Mittel gegen Corona im öffentlichen Verkehr“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) der Deutschen Presse-Agentur.

Am kommenden Montag (7. Dezember) soll es dazu in ganz Deutschland Schwerpunktkontrollen auf bestimmten Strecken und an Bahnhöfen geben - bei der Deutschen Bahn durch Beamte der Bundespolizei und durch Bahn-Sicherheitspersonal. Der Bund rief die Länder dazu auf, am Aktionstag ebenfalls verstärkt in Bussen, U-Bahnen oder Straßenbahnen im Nahverkehr zu kontrollieren.


Dienstag, 1. Dezember, 7.23 Uhr

Über 13.000 Neuinfektionen - Fallzahlen auf Niveau der Vorwoche

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.604 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. In der Vorwoche waren es mit 13.554 ähnlich viele Fälle, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 388 neue Todesfälle gemeldet worden. Das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Dienstag, 1. Dezember, 6.15 Uhr

Land NRW kaufte Schutzmasken bei Werbepartner von Laschets Sohn

Ein überraschender Kontakt zwischen dem Mode-Hersteller van Laack und der Düsseldorfer Staatskanzlei ruft die Opposition auf den Plan: Laut van Laack-Inhaber Christian von Daniels hatte der Sohn des Ministerpräsidenten, Mode-Blogger Johannes „Joe“ Laschet, die Tür für einen großen Deal mit Kitteln und Masken geöffnet. Die SPD-Fraktion wittert „Influencer Marketing in der Staatskanzlei“ und will über eine Kleine Anfrage im Landtag wissen, was genau da los war.

Dienstag, 1- Dezember, 5.17 Uhr

„Absolute Ausnahmesituation“ auf Intensivstationen

Intensivmediziner appellieren eindringlich an die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten.

„Wir sind in einer absoluten Ausnahmesituation, die wir in der Geschichte der Intensivmedizin so noch nie erlebt haben“, sagte Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Jede Gruppe, die sich aktuell nicht treffe, trage vielleicht dazu bei, dass ein paar mehr Menschen überlebten.

Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldeten zuletzt 1287 Kliniken etwa 5900 freie Intensivbetten. Aus ihrem Bericht geht ebenfalls hervor, dass infolge des steilen Anstiegs bei den Neuinfektionen im Oktober auch die Zahl der belegten Intensivbetten gestiegen ist. Zuletzt ist diese Kurve jedoch wieder etwas abgeflacht.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.

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Die Corona-Zahlen steigen weiter stark an. Welche Städte und Kreise in NRW sind wie stark vom Coronavirus betroffen? Unsere Karte zeigt deutliche Unterschiede und die aktuellen Infektionszahlen. Von Wiebke Karla

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