Das ganze Revier singt und stellt einen Weltrekord auf

"Day of Song"

Punkt 12.10 Uhr haben beim dritten "Day of Song" am Samstag Zehntausende das Ruhrgebiet erklingen lassen: In 61 Städten wurde das Bergmannslied "Glück auf, der Steiger kommt" von Jung und Alt gesungen.

DORTMUND

von Von dpa/br

, 28.09.2014, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch die Jüngsten machten beim "Day of Song" mit - wie hier in Bochum.

Auch die Jüngsten machten beim "Day of Song" mit - wie hier in Bochum.

Anschließend gaben Chöre und Gelegenheitssänger ein osmanisches Volkslied und den Pop-Klassiker "We are the world" zum Besten. Ebenfalls im Repertoire war das Lied "Im Revier": Der Text einer Bochumer Lehrerin über die farbenfrohe Heimat an der Ruhr war als Siegerbeitrag aus einem Wettbewerb hervorgegangen, zu dem die Veranstalter aufgerufen hatten.Über 400 Konzerte Rund um das zeitgleiche Singen am Samstagmittag fanden seit Freitag mehr als 400 Konzerte und Chorauftritte im gesamten Revier statt, darunter ein Mitsing-Konzert unter Beteiligung der Duisburger Philharmoniker im Theater Duisburg und ein Flashmob-Konzert im CentrO in Oberhausen. Mitveranstalter Ruhrtourismus sprach von insgesamt 200000 Sängern. 700 Sangeslustige gab es in Dortmund: Im Rathaus stimmten sie am Samstag Lieder von Barbershop bis hin zu Jazz und Pop an, vor dem Zoo wurden Lieder, die von Tieren handeln, intoniert. Auch in der Bochumer Innenstadt sangen sich rund 1500 Menschen gleichzeitig einmal quer durch die Genres.

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In Haltern wurde nicht nur auf dem Marktplatz gesungen. Es gab zahlreiche kleinere Konzerte an den unterschiedlichsten Orten. Schon vor dem offiziellen Beginn hatten unter anderem der Seestadtchor, die Chorgemeinschaft Lippramsdorf und der MGV Einigkeit Lavesum in Halterner Seniorenheimen einen Kurzauftritt. Auf der Terrasse des Hotels Seehof luden der Singkreis von St. Marien und die „Waldglöckchen“ der KiTA Holtwick zu einem Wunschkonzert ein. Die Good News Singers waren nachmittags mit Gospelsongs in der Kapelle des St. Sixtus-Hospitals zu Gast und zahlreiche Gruppen der Halterner Musikschule gestalteten ein gemeinsames Konzert in den eigenen Räumen.

Zum Abschlusskonzert luden am Abend Chor und Kantorei St. Sixtus und der Chor der Erlöserkirche zu einem ökumenischen Konzert in die Sixtuskirche ein. Hier fand das umfangreiche Programm des "Day of Song" seinen besinnlichen Ausklang.

Fahrten mit Santa Monika In Lünen machten mehr als 1000 Sänger mit. Krönende Abschlussveranstaltung, die die Städte Bergkamen und Lünen gemeinsam organisiert hatten, waren Pendelfahrten mit der Santa Monika auf dem Datteln-Hamm-Kanal. Auf dem Schiff ließen über 250 Aktive ihre Stimmen erschallen und ihre Instrumente erklingen. Eine ebenso große Anzahl von Zuhörer auf dem Schiff und viele Passanten am Ufer hörten ihnen zu oder stimmten mit ein.

In Castrop-Rauxel war es auf der Wartburginsel am Rhein-Herne-Kanal besonders voll - fast 300 Sänger vereinten sich im Gesang. 

Mit über 1500 angemeldeten Sängern stellte Dorsten neben Essen die meisten Teilnehmer, insgesamt hatten sich 32000 Sänger nach Angaben des Veranstalters angemeldet. Knapp drei Stunden schmetterten Chöre, Kindergarten- und Schulgruppen am Samstag auf dem ehemaligen Zechengelände Fürst Leopold.

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  Auf dem Schwerter Cava-Platz war es nicht so voll gewesen wie zur Premiere vor vier Jahren - immerhin acht Schwerter Chöre und viele Bürger waren in die Innenstadt gekommen, darunter auch türkische Mitbürger.

Fünf Chöre sorgten rund um das Selmer Bürgerhaus und die Burg Botzlar für Musik. Bis zum Abend sangen Männer, Frauen und Kinder nicht nur in der Innenstadt, sondern besuchten auch Pflegeeinrichtungen für einige Ständchen.

 

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Auch in Werne sangen Kinder aus Kindergärten und Grundschulen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen.

In Witten erklang Gesang an vielen möglichen und unmöglichen Orten der Stadt. Groß und Klein waren nicht nur beim Steigerlied begeistert dabei. Bürgermeisterin Sonja Leidemann freute sich: "Witten ist nicht nur eine Stadt des Sports, sondern auch des Gesangs.

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Weltrekord in Dinslaken Und sogar einen Weltrekord hat es gegeben: Der Shantychor Hiesfeld brachte 1867 Sänger auf die Trabrennbahn in Dinslaken. Das war Weltrekord. "Damit haben Sie  dem bundesweit größten Gesangsfestival die Krone aufgesetzt", freute sich Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, die den "Day of Song" ausgerichtet hat.2015 Neuauflage geplant Die Idee des Gesangsfestivals zum Mitsingen war 2010 im Kulturhauptstadtjahr das erste Mal umgesetzt worden. Für 2015 ist eine Neuauflage eines Mitsing-Konzerts im Gelsenkirchener Fußballstadion geplant, dafür müssen bis Mitte Oktober 20000 Karten von sangeslustigen Menschen reserviert werden.

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