Das sind unsere Klassik- und Kunst-Höhepunkte

Auswahl für Oktober

Die Konzerthäuser und Museen versüßen ihren Besuchern den Abschied vom Sommer und stimmen mit hochkarätigen Klassik-Konzerten und schönen Ausstellungen auf einen schönen Herbst ein. Dies sind die ganz persönlichen Klassik- und Kunst-Höhepunkte der Kulturredaktion im Oktober.

DORTMUND

, 30.09.2014, 14:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

 Das Konzert von Thomas Hengelbrock mit dem NDR-Sinfonieorchester und Arabella Steinbacher als Solistin im Violinkonzert von Berg gehört ebenfalls zu den Höhepunkten des Monats im Konzerthaus Dortmund (5. Oktober, 16 Uhr).

 

In der Philharmonie Essen spielt ein großer Geiger: Renaud Capucon ist am 19. Oktober, 16.30 Uhr, Solist im Violinkonzert von Brahms; das Swedish Symphony Orchestra dirigiert Daniel Harding, mit dem Capucon dieses Konzert auch auf CD aufgenommen hat.

Und dann kommt am 22. Oktober, 20 Uhr, der große Wagner-Tenor nach Essen: Klaus Florian Vogt singt, begleitet von der Staatskapelle Weimar, Werke von Wagner und Mozart.

In die Dortmunder Westfalenhalle 1 kommt am 28. Oktober ein Geiger, für den die Konzerthäuser längst zu klein sind: David Garrett spannt ab 20 Uhr in seinem ganz neuen Crossover-Programm zwischen Klassik und Rock und präsentiert wieder eine spektakuläre Bühnen-Show.

 

Das Beste kommt im Konzerthaus Dortmund am Schluss des Monats, dann aber geballt. Valery Gergiev, Chef des berühmten Mariinsky-Theaters in St. Petersburg, bringt zur „Zeitinsel Prokofjew“ das Orchester, den Chor und Solisten seines Theaters mit und bietet an drei Abenden (30. Oktober bis 1. November) auch Werke des russischen Komponisten, die selten aufgeführt werden. Wann kann man schon mal alle fünf Klavierkonzerte von Prokofjew an einem Abend hören? Am 30. Oktober teilen sich diese Aufgabe in einem Klavier-Marathon ab 19 Uhr die vier Pianisten Alexei Volodin, Denis Kozhukhin, Behzod Abduraimov und Sergei Babayan. Volodin ist der Pianist, der zwei der fünf Konzerte spielt.

Von Prokofjews „Verlobung im Kloster“ werden die allerwenigsten Opernfreunde schon mal etwas gehört haben – es sei denn, in Zusammenhang mit Anna Netrebko. Denn als Luisa in dieser Oper begann im Mariinsky-Theater die Weltkarriere der schönen Russin. Sieben Solisten von seinem Petersburger Theater bringt Gergiev mit – vielleicht ist eine neue Netrebko darunter. Es gibt noch Karten. Für den letzten Abend dieser „Zeitinsel“ (1. 11., 20 Uhr) hat sich der Dortmunder Konzerthaus-Intendant Benedikt Stampa einen besonderen Coup ausgedacht: Er lässt den Putin-Freund Gergiev, der in der ganzen Welt für Aufregung sorgt, weil er die Politik des Staatsmanns goutiert, Prokofjews Oratorium „Iwan, der Schreckliche“ dirigieren – auch eine Rarität.Für den Ausstellungsknüller des Monats sorgt (wieder einmal) das Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal. „Pissaro - Der Vater des Impressionismus“ heißt die Schau über den Maler mit dem mächtigen Rauschebart. 64 kostbare Gemälde des Meisters sind vom 14. Oktober 2014 bis 22. Februar 2015 zu sehen, hinzu kommen Werk seiner Zeitgenossen.Plakate von Martin Kippenberger sind im Folkwang Museum Essen zu sehen. „Du kommst auch noch in Mode“ heißt die Präsentation vom 18. Oktober 2014 bis 18. Januar 2015, bei der auch das zu seiner Zeit höchst umstrittene Motiv eines gekreuzigten Frosches eine Rolle spielt. Schade nur, dass diese Schau nicht in Dortmund stattfindet, denn der geniale Querdenker Kippenberger war ein gebürtiger Dortmunder.Ein Hauch von Geheimnis und Schatzsuche umweht das stets das „Abenteuer Unterwasserarchäologie“. So heißt eine Ausstellung, die vom 9. Oktober 2014 bis 5. Juli 2015 im Schiffshebewerk Henrichenburg zu erleben ist. Fünf versunkene Schiffe werden mit zahlreichen Objekten vom Meeresboden vorgestellt – darunter die „Bremer Kogge“, das berühmteste Wrack der deutschen Schifffahrtsgeschichte. Ein verlockendes Ziel für Ausflüge mit Kindern!  

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