Das Vermächtnis von Granada

Ulrike Schweikert

Die deutsche Journalistin Isaura ist mit ihrem Freund Marco auf Recherche-Reise in Spanien unterwegs. Sie fasziniert die Geschichte einer jungen Hofdame, die im 15. Jahrhunderts eine Vetraute von Königin Isabel von Kastilien war.

23.11.2014, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ulrike Schweikert Grubert/Random Hous

Ulrike Schweikert Grubert/Random Hous

Isaura ist irgendwie anders als andere Menschen, man könnte sagen, sie hat das zweite Gesicht, sieht Dinge, die andere nicht sehen, erlebt Merkwürdiges. Als sie mit ihrem Freund in Cordoba einen Palast besichtigt, geschieht ein Unfall. Die junge Frau stürzt und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder aufwacht, findet sie sich mehr als 500 Jahre früher am Hof von Isabel wieder. Eine erste Ahnung hatte sie bereits während ihrer Reise, als sie sich plötzlich schon im Leben von Hofdame Jimena wähnte.Mix aus Gegenwart und Vergangenheit

Der Hauptpart des Buches spielt im 15. Jahrhundert, als die kluge und energische Königin Isabel über Teile des heutigen Spaniens herrschte. Die Idee, die heutige Gegenwart mit einem historischen Roman zu verweben, hat ihren Reiz. Allerdings ist vieles in dem Buch dadurch auch sehr verwirrend. Gerade die Kapitel, die in der Gegenwart spielen, wirken oft bemüht und aufgesetzt. Dagegen ist die historische Geschichte wirklich lesenswert. Vielleicht wäre es da also doch besser gewesen, sich auf diesen Part allein zu konzentrieren.

 

Ulrike Schweikert: Das Vermächtnis von Granada, 512 S., Blanvalet, 19,99 Euro, ISBN 978-3-7645-0398-7.

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