DB Regio darf vielbefahrene Linien S1 und S4 weiter betreiben

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Die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn, DB Regio, darf die S-Bahn-Linien S1 und S4 weiter betreiben. Der Vertrag mit dem eingeplanten Betreiber Keolis war vergangenes Jahr gekündigt worden.

Düsseldorf

15.04.2020, 21:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die DB Regio wird die vielbefahrenen S-Bahn-Linien S1 und S4 weiter betreiben.

Die DB Regio wird die vielbefahrenen S-Bahn-Linien S1 und S4 weiter betreiben. © picture alliance / dpa

Die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn, DB Regio, wird die vielbefahrenen S-Bahn-Linien S1 und S4 weiter betreiben. In den vergangenen Monaten hatte die Bahn die Linien bereits durch eine sogenannte Notvergabe am Laufen gehalten, nachdem ein zuvor geschlossener Vertrag der Verkehrsverbünde mit dem Rivalen Keolis gescheitert war. Man werde nun die Linien bis 2031 weiter betreiben, teilte DB Regio NRW am Mittwoch mit.

Nachdem die zuständigen Verkehrsverbünde VRR und NWL bereits Anfang April der Bahn-Tochter den Zuschlag gegeben hatten, sei nun auch eine zehntägige Einspruchsfrist abgelaufen. Die S1 bringt in normalen Zeiten Tausende von Fahrgästen zwischen Solingen und Dortmund hin und her. Die S4 fährt zwischen Dortmund und Unna.

Ursprünglich war Keolis mit dem Betrieb der Strecken beauftragt worden

Ursprünglich war von den Verkehrsverbünden 2016 der Bahn-Konkurrent Keolis, besser bekannt als Eurobahn, mit dem Betrieb der beiden Strecken beauftragt worden. Doch hatten die Verkehrsverbünde den Vertrag Mitte September überraschend gekündigt. Es sei deutlich geworden, dass Keolis etwa die Hälfte der notwendigen Planstellen nicht mit Triebfahrzeugführern besetzen und damit keinen für den Fahrgast zuverlässigen Betrieb der Linien garantieren könne, begründeten sie damals den Schritt.

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Die Notvergabe an die DB Regio sollte sicherstellen, dass die Verkehrsleistungen der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr im Sinne der Fahrgäste wie geplant umgesetzt werden könnten, betonten die Verbände.

dpa

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