Der Fürst des Parnass

Carlos Ruiz Zafón

Ein Dankeschön mit Tiefgang: Der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón bedankt sich mit seiner neuesten Erzählung bei seinen deutschen Lesern und vor allem bei den Buchhändlern. Auf sein Honorar verzichtet er deshalb und spendet den Erlös an das Sozialwerk des deutschen Buchhandels.

von Von Stefanie Platthaus

, 15.06.2014, 12:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Fürst des Parnass

Und beim Warten auf den nächsten dicken Wälzer aus Zafóns Feder unterhält die Geschichte um den Fürsten des Parnass auf jeden Fall. Im Gegensatz zu den ausgefeilten sprachlichen Kunstgriffen, die Zafón in seinen Romanen anwendet, scheint er hier ein wenig Zeit zu brauchen, um in die Gänge zu kommen. Zu Beginn ist die Sprache holprig, es wird nicht ganz klar, worauf er hinaus möchte. Typischer Sog

Doch dann entwickelt auch diese Geschichte den typischen Sog, lässt nicht mehr los, lässt Welten entstehen und schon ist der Leser wieder gefangen im Zafón-Universum. Figuren, die bekannt sind, tauchen auf, viele Ideen sind aus den Romanen entlehnt und werden doch verändert.

Zafón erzählt die Vorgeschichte zum Roman um Daniel Sempere im 16. Jahrhundert, gibt auch Cervantes eine wichtige Rolle und auch ein mysteriöser Verleger mit einem Engel hat natürlich seine Finger im Spiel.

Eine schöne Geschichte - klein, aber wichtig.

Carlos Ruiz Zafón: Der Fürst des Parnass, Fischer, 5 Euro, ISBN 978-3-5961-9882-5.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt