Der geraubte Himmel

Andrea Camilleri

Über den Maler Caravaggio hat Andrea Camilleri zur großen Ausstellung 2006 in Düsseldorf ein Buch geschrieben ("Die Farbe der Sonne"). Jetzt widmet sich der 85-jährige Sizilianer wieder einem Maler: Auguste Renoir. Und wieder spielt die Geschichte auf Sizilien.

von Von Julia Gaß

, 03.03.2011, 13:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der geraubte Himmel

"Der geraubte Himmel" ist ein Kunst-Krimi. Camilleri hat beim Lesen der Biografie Renoirs festgestellt, dass der Maler viel gereist ist, aber nie auf Sizilien war. Das widerlegt er und sucht mit dem Krimi eine Erklärung dafür, dass es keine Bilder von Renoir von der Stiefelspitzeninsel gibt. Camilleri entwirft einen Briefroman zwischen einem italienischen Notar und einer jungen Frau. Anfangs kommt man noch schwer in die Geschichte hinein. Die Briefe werden zu Liebesbriefen und ganz allmählich offenbart der Notar auch, dass er ein Bild von Renoir kennt, von dem niemand etwas weiß. Die Liebesgeschichte endet unvermittelt. Der zweite Teil des Buchs ist ein Briefwechsel zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft. Und da erklärt Camilleri - überraschend wie man es von ihm erwartet -, wo die Bilder geblieben sind und wie sie geraubt wurden. Nur ein Stück Leinwand, der "geraubte Himmel", beweisen dann die Existenz des Gemäldes. Ein Buch in einer originellen Form, für Kunstfreunde spannender als für Krimifans.Andrea Camilleri: Der geraubte Himmel, Wagenbach, 14,90 , ISBN 978-3803112712.

Lesen Sie jetzt