Der Kaiser kehrt zurück

"Karl der Große. Macht Kunst Schätze"

Großer Herrscher, barbarischer Kriegsherr, bedeutender Reformer – Karl der Große hat viele Facetten. Wie hat seine Macht funktioniert, fragt Aachen in einer Ausstellung. Zum 1200. Todesjahr Karls des Großen widmet die Stadt dem Herrscher des Frankenreichs die dreiteilige Ausstellung „Karl der Große. Macht Kunst Schätze“.

AACHEN

von Von dpa

, 25.06.2014, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Büste Karls des Großen steht ist in der Aachener Domschatzkammer zu sehen.

Die Büste Karls des Großen steht ist in der Aachener Domschatzkammer zu sehen.

Die Ausstellung läuft noch bis 21. September 2014.

Eintrittpreise: Kombikarte: 14 Euro, ermäßigt 10 Euro; Einzelkarten: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Öffnungszeiten: So-Mi 10-18 Uhr, Do, Fr und Sa: 10-21 Uhr.

Orte der Macht: Aachener Rathaus, Markt.

Karls Kunst: Centre Charlemagne, Katschhof.

Verlorene Schätze: Domschatzkammer, Johannes-Paul-II.-Straße.

Der Ausstellungsteil

ist die flächenmäßig größte Ausstellung im Krönungssaal des Aachener Rathauses. Sie zeigt die Entwicklung vom fränkischen Reisekönigtum, bei dem der König im Sattel sitzend sein Reich sicherte und erweiterte, zum repräsentativen Herrschaftssitz an einem festen Ort, der Aachener Pfalz. Es geht um den Aufbau und die Sicherung der Macht. Die Ausstellung lebt von archäologischen Fundstücken, Artefakten und Multimedia. Sie richtet sich ausdrücklich auch an Kinder.

Unter den 320 Exponaten der Kulturgeschichte ist etwa eine kostbare Kopie eines frühkarolingischen Klapp-Reisethrons – das fragile Original wird nicht mehr ausgeliehen.Dazu gibt es Medien-Installationen, wie eine großformatige 3D-Darstellung des Aachener Karlsschreins, ein mehrere Meter großes Video-Panorama oder eine Kartenanimation zur Ausdehnung des karolingischen Reiches.

Der kunsthistorische Ausstellungsteil

zeigt im Centre Charlemagne Goldschmiedekunst, Buchmalerei und Elfenbeinschnitzerei, viele aus Karls Werkstätten. Zu sehen sind 31 Werke, die entweder direkt der Hofschule oder der karolingischen Zeit entstammen.

Ein Glanzstück ist das berühmte Lorscher Evangeliar aus der Hofschule Karls des Großen. Die beiden Elfenbeindeckel aus dem Victoria und Albert Museum in London und dem Vatikanischen Museum waren das letzte Mal 1999 gemeinsam ausgestellt.Ein weiterer Höhepunkt ist der Tassilokelch, der bedeutendste erhaltene Goldkelch des Mittelalters, der bisher nie in einer Ausstellung zu sehen war. Die ausgewählten Kunstwerke belegen Karls Rolle als anspruchsvollen Impulsgeber für Kunst und Kultur, stellte Kurator Peter van den Brink fest.

 heißt der dritte Ausstellungsteil und zeigt 61 vorübergehend zurückgekehrte Stücke aus dem Aachener Domschatz. Der älteste Teil des Doms ist die Pfalzkapelle Karls des Großen. Aus dem Domschatz, der als einer der größten und bedeutendsten Kirchenschätze Europas gilt, ist im Laufe der Jahrhunderte ein Teil unter anderem durch Raubzüge, Verschenken oder durch Verkauf verloren gegangen.

Selbst die Überreste Karls des Großen blieben davon nicht verschont. Gleiches Schicksal ereilte das Elfenbeinkästchen, das Napoleons Ehefrau, Kaiserin Joséphine, mit einem Stück Stoffreliquie von der Windel Jesu bekommen hatte. Einige der „Verlorenen Schätze“ werden während der Ausstellung in Aachen gezeigt.  

Die Ausstellung läuft noch bis 21. September 2014.

Eintrittpreise: Kombikarte: 14 Euro, ermäßigt 10 Euro; Einzelkarten: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Öffnungszeiten: So-Mi 10-18 Uhr, Do, Fr und Sa: 10-21 Uhr.

Orte der Macht: Aachener Rathaus, Markt.

Karls Kunst: Centre Charlemagne, Katschhof.

Verlorene Schätze: Domschatzkammer, Johannes-Paul-II.-Straße.

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