Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Der SC Capelle zieht die SG Selm weiter nach unten

Fußball-Kreisliga A

Der SC Capelle lebt, auch wenn der 2:1-Sieg gegen die SG Selm glücklich war. Selm hat eine schwere Verletzung mehr zu verkraften. Das Spiel war wegen eines Krankenwageneinsatzes 15 Minuten unterbrochen.

Selm/Capelle

15.03.2018
Der SC Capelle zieht die SG Selm weiter nach unten

Sinan Kixmöller (r.), hier gegen Jannik Blecher, war an beiden Capeller Toren beteiligt und bester Mann auf dem schwer zu bespielbaren Ascheplatz. © Sebastian Reith

Hauptsache gewonnen, die Umstände dürften Reinhard Behlert, Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Kreisligisten SC Capelle, nach dem hart erkämpften 2:1-Sieg gegen die SG Selm egal gewesen sein. „Ich hatte gehofft, dass wir mehr spielerische Akzente setzen können, aber es war definitiv ein Kampfspiel“, sagte Behlert, der nach seinem ersten Pflichtspielsieg erleichtert wirkte.

Interessant wurde es eigentlich erst in Halbzeit zwei. Es war die spielerisch ansehnlichere Hälfte – und es passierte endlich was. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel traf nämlich Sinan Kixmöller, am Donnerstagabend bester Mann auf dem schwer zu bespielbaren Capeller Ascheplatz, zur Capeller Führung, nachdem er auf und davon war. Und keine Minute später wäre Kixmöller fast der Blitz-Doppelpack gelungen, scheiterte aber im letzten Moment.

Eigentor entscheidet Partie

Zehn Minuten später war er aber an der spielentscheidenden Szene wieder beteiligt. Er setzte Selms Niklas Neumann so unter Druck, dass dieser einen verhängnisvollen Rückpass spielte. Mit viel zu viel Tempo – und dann sprang der Ball auch noch so blöd vor Selms Ersatztorwart Daniel Oberbossel auf, dass dieser unter dem Ball durchtrat.

Da konnte er dem Ball hinterherhechten, wie er wollte – 2:0. Eigentor. „Wir haben uns selbst geschlagen. Das zweite Tor darf nicht passieren. Niklas Neumann darf den Ball gar nicht so nach hinten spielen“, sagte Selms Trainer Deniz Sahin. Ein ähnlicher Fehler sorgte auch für Selms Anschluss kurz danach. Diesmal trat Max Cillien über den Ball. Robin Paul hatte freie Bahn.

Schwache erste Halbzeit

Vorangegangen war eine erste Halbzeit, in der sich beide Teams unglaublich schwer taten. Das Spiel floss nicht. Wenn ein Spielzug mal über drei Stationen ankam, war es schon ein Höhepunkt. „Da erwarte ich mehr von einigen Spielern“, sagte Sahin. Und auch Behlert guckte sich das von draußen mit viel Kritik an: „Wir haben katastrophale Abspielfehler gehabt. Das macht uns das Spiel kaputt.“

Selm hatte in Halbzeit eins jedoch leichtes Übergewicht. Gefährlich war ein indirekter Freistoß nach einem aufgenommenen Rückpass, aus dem Marcel Seidel aber zu wenig für Selm machte. Seidel, überraschend in der Startelf, hatte erst vor einer Woche seine erste Einheit unter Sahin absolviert – so groß ist die Personalnot bei der SG derzeit.

Und es gibt einen Verletzten mehr im Selmer Lager: Alexander Reher traf Silvio Meyer kurz nach einem Latten-Freistoß von Patrick Botta mit dem Schuh am Kopf. Da hätte Capelle sich über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren können. Meyer wurde lange behandelt, hatte Schwellungen im Gesicht. Wegen der Behandlung begann Hälfte zwei mit einer Viertelstunde Verzögerung.


SCC: Nölkenbockhoff - Reher, Cillien, Nölken, Lachmann, Kixmöller (87. Logan), Zimmermann (46. Streppel), Eckey, Walter, Pate (90. Wittkamp), Küper

SG: Oberbossel - David, Kämper, P. Ulrich, Tarhan (83. Kodat), Botta, Blecher, Konietzni, Meyer (46. Paul), Neumann, Seidel (68. Lieder)

Tore: 1:0 Kixmöller (54.), 2:0 Neumann (63., Eigentor), 2:1 Paul (66.)

Lesen Sie jetzt